Sushi Bike Reichweite Test: Ein umfassender Überblick

Das Sushi Maki M2 ist ein preislich höchst attraktives E-Bike, mit dem man sich in der Stadt besonders wohl fühlt. Für 999 Euro erhält man ein angesagtes Hipster-E-Bike zum Niedrigpreis, auf das man auf der Straße oft angesprochen wird. Wer sich das günstige E-Bike anschafft, muss zudem Kompromisse bei der Ausstattung eingehen, beispielsweise bei den mechanischen Bremsen oder der fehlenden Dämpfung.

Design und Ausstattung

Das matt lackierte Sushi Maki M2 sieht sehr ästhetisch aus. Dazu kommen schicke Details wie die Leder(optik)griffe, die hohen Felgen, die braunen Reifen oder der innenverlegte Bremszug nach hinten. Wer nicht ganz auf die Kontraste steht, wählt das Maki 1, das gänzlich in Anthrazit daherkommt. Auch die dezente Optik des Akkus, der sich als Trinkflasche tarnt, passt gut dazu.

Statt fest verbauten Lichtern kommen Anklipp-Lampen zum Einsatz - das ist schon ein erstes Indiz zum Preis, reicht unseres Erachtens aber völlig. Die Schutzbleche sind nicht vormontiert, hier müsst ihr 49 Euro extra zahlen, das Anbringen fällt ziemlich fummelig aus. Schöne Details: Die Lederoptikgriffe, dessen Naht zum Fahren am Besten nach unten gedreht wird, sonst könnte sie reiben.

Akkuleistung und Reichweite

Das Single-Speed-E-Bike verfügt über einen Akku mit einer Kapazität von 125 Wh - das ist angesichts der Konkurrenz, die mehr als das Doppelte bietet, recht mager. Der Clou: Er befindet sich da, wo Fahrräder eine Trinkflasche haben - und sieht auch so aus. Sushi-Bikes, übrigens eine Firma, die teils Joko Winterscheidt gehört, verspricht eine Reichweite von 35 Kilometern bei höchster Unterstützungsstufe. Und in der Tat: Unsere Tester schafften 38 Kilometer bei Stufe 3. Das ist angesichts der 75 Kilometer, die ein Sushi E Bike Maki 3.0 schafft, zwar nicht besonders viel, aber der handliche und abschließbare Akku lässt sich zum Laden ganz leicht herausnehmen.

Nach 3:15 Stunden an der Steckdose ist er wieder voll. Negativ fiel uns auf, dass das Ladegerät selbst bei vollem Akku noch 0,4 Watt zog - das ist zwar nicht viel, aber unnötiger Stromverbrauch. Ein Zusatzakku kostet knapp 200 Euro. Dank des Gewichts von unter einem Kilo ist der zweite Akku schnell im Rucksack mitgenommen.

Fahrgefühl und Leistung

Mit einer sportlichen Sitzposition und einem kurzen Lenker schlängelt man sich fix durch die Stadt. Die mechanischen Scheibenbremsen greifen sehr hart ein, daran muss man sich zunächst gewöhnen. Da unser Testrad (Größe M/55 cm) gerade mal 16 Kilogramm wiegt, macht das Fahrrad auch mit ausgeschaltetem Motor viel Spaß.

Doch unsere Testfahrer sind nicht ganz zufrieden, gerade, was die E-Bike-Funktion betrifft. Der Motor schiebt zwar spürbar an der Ampel und beim Fahren auf höchster Stufe an. Das fällt jedoch ziemlich ruppig aus - steht man mit anderen Fahrradfahrern an der Ampel, muss man beim Losfahren aufpassen und öfter auf die Bremse drücken. Hat man Fahrt aufgenommen, zeigt sich vor allen Dingen bei steileren Straßen, dass der 200-Watt-Motor zu schwach dimensioniert ist.

Schnell muss man sich in die Pedale stellen und im Wiegetritt den Berg meistern, hier fehlt ein Drucksensor in den Pedalen. Muss man dann einmal absteigen, kommt man mit dem Ein-Gang-Fahrrad kaum noch vom Fleck. Immerhin: Das Sushi Maki 2 bietet für diese Situationen eine Anschiebehilfe, mit der sich das Fahrrad bei etwa 6 km/h mit Motorunterstützung schieben lässt.

Kurzum: Wer in Städten mit starken Anstiegen, etwa in Stuttgart, wohnt, für den fällt das E-Bike mit einem Gang zu schwachbrüstig aus. Den Grad der Motorunterstützung von 1 bis 3 stellt man an einem Panel am Lenker ein. Drückt man länger auf das Minus-Symbol aktiviert man die Anschiebehilfe. Soweit so gut.

Theoretisch müssten schräge Leucht-Balken Sie auch über den aktuellen Akkustand informieren. Doch diese Akku-Balken entpuppten sich in unserem Test völlig unzuverlässig, sprangen gern mal rauf und runter oder zeigten noch an, dass der Akku noch halbvoll ist, obwohl er schon längst leergelaufen war. Besser man verlässt sich auf die farbliche Anzeige (Grün, blau, rot) am Akku selbst. Sushi selbst weist in der Bedienungsanleitung darauf hin, dass "die Anzeige während den ersten Lade- und Entladevorgängen noch nicht zuverlässig funktioniert. Nach einigen Ladevorgängen wird die Anzeige akkurater". An diesem Panel stellen Sie den Unterstützungsgrad ein. Die Balken zeigen theoretisch die Akkukapazität, erwiesen sich im Test aber völlig unzuverlässig.

Kompromisse und Alternativen

Erwarten Sie nicht zu viel von der Ausstattung, denn hier merkt man den günstigen Preis. Beispielsweise bei den rein mechanischen Tektro-Bremsen, die zwar ihren Dienst im Test taten, aber schon nach kurzer Fahrt schleiften und quietschten. Eine Federung ist bei solchen City-Bikes nicht üblich, meist übernehmen das die Reifen. Unebenheiten kommen unangenehm direkt beim Fahrer an. Statt fest verbauten Lichtern kommen Anklipp-Leuchten zum Einsatz - kein Manko, höchstens für Ästheten. Allerdings hätten wir uns einen Ständer gewünscht, zumindest als optionales Zubehör wie es bei den Schutzblechen der Fall ist. Doch das bietet Sushi-Bikes nicht an. Im Gegensatz zu anderen Urban-E-Bikes fehlt dem Sushi-Bike (noch) eine App.

Ein großer Vorteil zu Urban-Bikes der Konkurrenz: Sie haben die Wahl zwischen drei Größen von 50, 55 und 60 Zentimetern Rahmenhöhe.

Im Vergleich zu der Konkurrenz sind die Sushi E Bikes recht leicht, allerdings haben viele andere Modelle eine Gangschaltung, die einem das Leben in der Stadt doch erleichtern kann. Beim Kettler City e Bike E-COMFORT P5 Belt FL gibt es allein schon 5 Gänge und das zulässige Gesamtgewicht ist wesentlich höher, sodass es schon fast als Lastenrad genutzt werden kann. Dafür wiegt das E Bike halt auch mehr.

Während für die früheren Modelle eine Sattelstütze erhältlich war, bekommt ihr mit dem Sushi Maki e Bike eine Stahlgabel, die die eingesetzte Muskelkraft besser auf die Straße bringt als eine Federgabel, und durch ein geringeres Gewicht sowie ein angenehmeres Fahrverhalten glänzt.

Sushi Bike 3.0+

Sushi Bike 3.0+ heißt die neueste Version des City-E-Bikes des deutschen Startups. Obwohl der Hersteller nach eigenen Angaben auf das Feedback der Community setzt, sind die tatsächlichen Verbesserungen überschaubar: Schutzbleche mit integriertem Rücklicht und ein Fahrradständer gehören nun zur Standardausstattung, zuvor waren sie optional. Das Gewicht bleibt mit 17 kg niedrig, der herausnehmbare und prominent sichtbare Akku soll mit 230,4 Wh eine Reichweite von bis zu 75 km ermöglichen. Mit einer Ladezeit von 5,5 Stunden gehört er allerdings nicht zu den schnellsten seiner Klasse.

Der verbaute 24-Volt-Nabenmotor mit 200 Watt Leistung und 35 Nm Drehmoment zeigt jedoch, dass sich an der Kerntechnik nichts geändert hat. 36-Volt-Systeme sind heute üblich. Auch ein Drehmomentsensor, der bei anderen Modellen dieser Preisklasse mittlerweile oft Standard ist, fehlt weiterhin. Das Sushi Bike 3.0+ setzt weiterhin auf einen Single-Speed-Antrieb, das E-Bike kommt also ohne Gangschaltung aus. Während das für flache Stadtstrecken sicherlich ausreichend ist, fehlen Anpassungsmöglichkeiten bauartbedingt für hügeliges Gelände. Hydraulische Scheibenbremsen von Tektro sind ebenso an Bord wie eine Schiebehilfe (6 km/h).

Das E-Bike kann ab sofort im Online-Shop des Herstellers für 1.499 Euro vorbestellt werden. Hinzu kommen noch 49,95 Euro Versandkosten innerhalb Deutschlands. Käufer können zwischen zwei Varianten wählen: dem Tiefeinsteiger-Design California Roll 3.0+ oder dem Diamantrahmen Maki 3.0+, der in drei Größen erhältlich ist.

Während sich das Sushi Bike 3.0+ mit seiner schlichten Ausstattung an urbane Minimalisten richtet, bieten ähnliche Konkurrenten wie das Tenways CGO600 oder das Fiido C21 deutlich mehr. Das Tenways CGO600 punktet mit einem stärkeren 250-Watt-Motor, einem Drehmomentsensor und einem wartungsarmen Carbon-Riemenantrieb - alles für 1.249 Euro bei einem Gewicht von 15 kg.

Vor- und Nachteile des Sushi Bikes Maki E-Citybike

Auch wenn es sich bei dem Sushi Maki e Bike um ein Pedelec mit einem geringen Gesamtgewicht handelt, fehlt die Gangschaltung. Ihr bekommt hier aber ein preisgünstigesTourenrad mit gutem Fahrverhalten.

Bei dem handlichen Pedelec könnt ihr durch den Schnellspanner am Vorderrad das Sushi Maki e Bike platzsparend verkleinern, da das Rad einfach entnommen werden kann.

Die Hauptzielgrupe von Sushi Bikes sind jüngere oder junggebliebene urbane Pendler, von zuhause zum Job oder zur Schule bzw. Uni. Für Radfahren in der Stadt, fürs Pendeln, als Fitnesspartner eignen sich die Sushi Bikes durchaus.

Technische Daten und Modelle

Hier ist eine Tabelle mit den technischen Daten des Sushi E Bike Maki 3.0:

Merkmal Details
Modell Sushi E Bike Maki 3.0
Straßenzulassung Ja
Geschwindigkeit 25 km/h
Motorleistung 200 Watt Nabenmotor
Reichweite 75 km
Gewicht 17 kg
Traglast Maximal

Alternativen zum Sushi Bike

Wenn ihr euch bevorzugt ein günstiges City E Bike zulegen wollt, fällt unsere Beratung mitunter auf die Marke Prophete. Das Prophete e Bike Limited City Disc Edition mit City-Lenker gibt es beim Hersteller für 1.245 Euro.

Das Sushi California Roll ist im Vergleich zum Sushi Maki ähnlich ausgestattet. Auch der Preis ist vergleichsweise günstig für das was einem das Konzept bietet.

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