Motorrad-Öltemperaturanzeigen und Reifenwärmer im Test

Luftgekühlte Motoren werden aufgrund immer schärfer werdender Geräusch- und Emissionsvorschriften seltener, aber es gibt sie noch. Wer ohne viel Aufwand genau wissen will, wann die je nach Außentemperatur mitunter recht lange, verschleißintensive Aufwärmphase vorbei ist, kann bei Motoren mit Ölmessstab diesen durch ein Thermometer ersetzen. Bei den MOTORRAD-Dauertestmaschinen im Einsatz ist je eines im Einsatz.

Mit dem Öltemperatur-Direktanzeiger lässt sich der Ölstand eines Motorrads ohne großen Aufwand ablesen. Durch die versteckte Lage hat man zwar keine Chance, es während der Fahrt abzulesen, dennoch bekommt man einen Überblick, bei welchen Bedingungen das Öl wie heiß wird. Bei der Enfield kann zwar der Fühler konstruktionsbedingt nicht direkt in der Ölwanne messen, sondern nur die Lufttemperatur im Kurbelgehäuse, die gemessenen Werte wirken jedoch sehr plausibel.

Der Anzeiger funktioniert natürlich auch bei wassergekühlten Motoren. Es soll einen Anhaltspunkt geben: Wird die Maschine zu heiß? Ist sie noch zu kalt? Das zeigt der Temperaturmesser an. Also für den Preis, eine geile Sache! Aber im Einsatz ist der Messer noch nicht. In einem Monat kann man hoffentlich mehr sagen. Die etwas besseren liegen so um die 55 €, bei der Tante gibt es auch noch einen, der jetzt von 30 auf 20 runtergesetzt ist.

Erfahrungen und Meinungen

Als "alter Schrauber" und Liebhaber alter Technik war man immer der Meinung, seine Motoren schonend warmzufahren. Zufällig musste man wegen einer kaputten Einfüllschraube solch einen Temperaturmesser verbauen. Es hat überrascht, wie lange ein Motor bei 0 Grad braucht, um richtig warm zu werden. Auf jeden Fall empfehlenswert!

Allerdings muss man bedenken, dass 80° am Thermometer 250° an der Zylinderwand sein dürften. Eben. Und bevor man gar kein Feedback hat, nehme ich lieber ein ungenaues. Wenn das Thermometer 70 Grad anzeigt, dann ist das Öl natürlich viel wärmer, das ist auch klar. Ich habe auch die RR-Anzeige. Die Erfahrung hat gezeigt, wenn das RR-Thermometer bei mir irgendetwas über der Zahl 60 anzeigt, dann ist der Motor warm.

Die Instrumente der Hersteller zeigen in der Regel nur Temperatur vom Kühlwasser an, das ist ein deutlicher Unterschied zum Öl. Wenn das Wasser schon 80° hat, ist das Öl noch deutlich kälter. Wichtig vor allem beim Warmfahren des Motors, und das kann auch im Sommer bei 35° im Schatten auch mal 12km und mehr dauern. Der Motor freut sich über ein schonendes Warmfahren sehr und dankt es mit deutlich gesteigerter Lebensdauer. Das ist vor allem interessant bei Luftkühlung.

Der Ölmessstab (Luis an Stelle des Ölmessstabes eingeschraubt) zeigt übrigens sehr genau an. Er wurde mit kochendem Wasser kontrolliert, stimmt 100%. Nun, hat das Ding also doch seinen Nutzen erbracht. Ich fühle mich einfach etwas wohler, wenn ich das Öl direkt messen kann.

Motorrad-Uhren im Vergleich (2025)

Ein Vergleich verschiedener Motorrad-Uhren zeigt eine Vielzahl von Modellen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Preisklassen. Hier eine Übersicht:

Modell Preis (ca.) Stoßfest Vibrationsfest Besondere Eigenschaften
Zytc Motorraduhr MT 30 € Ja Ja Leuchtendes Zifferblatt, verschiedene Farben
Riloer H842082B 27 € Ja Ja Mit Thermometer, leuchtendes Zifferblatt
Qiilu Universal-Motorraduhr 16 € Ja Ja Mit Thermometer, leuchtendes Zifferblatt
Mein Herz HERZ000203 10 € Ja Ja Einfache Installation, wasserdicht
Yeahboom SAKJ256544 14 € Ja Ja Leuchtendes Zifferblatt, 2er-Pack
Craftride Lenkeruhr 49 € Ja Ja Gut erkennbare Zeiger, leuchtendes Zifferblatt
Tulov Motorraduhr 13 € Ja Ja Leuchtendes Zifferblatt, wasserdicht (IP64)

Reifenwärmer für Motorräder

Wer auf die Rennstrecke geht und sich mit Slicks ernsthaft auseinandersetzen möchte, benötigt früher oder später auch Reifenwärmer. Slick-Reifen sind so entwickelt, dass diese erst in einem gewissen Temperaturfenster optimal funktionieren. Mit einem Reifenwärmer kann man die Reifen schon im Vorfeld optimal auf die empfohlene Temperatur vorheizen und somit direkt ab Ausfahrt aus der Boxengasse von ausgezeichnetem Grip profitieren.

Wichtige Aspekte bei Reifenwärmern

  • Aufwärmverhalten: Gute Modelle müssen hier überzeugen. Die Mindesttemperatur von 60°C erreichen alle Modelle relativ schnell. Um die Höchsttemperatur von 80°C zu erreichen, benötigen alle Reifenwärmer rund 60 Minuten.
  • Passform: Nur wenn dieser gut aufliegt, ist es möglich, den Reifen schnell und vor allem gleichmäßig zu erhitzen.
  • Verarbeitung: Schwachpunkte sind oftmals die Nähte und die Verkabelung.
  • Handhabung: Mit der Zeit bekommt man eine Routine rein und kann die Heizdecken als geübter Trackday-Fahrer sehr schnell anlegen.
  • Preis: Gerade im Hobbybereich muss man keine Unsummen für Motorrad Reifenwärmer ausgeben. In der Regel bekommt man aber immer das, was man auch bezahlt.

Empfehlenswerte Reifenwärmer

  • Alpha Technik Reifenwärmer EVO Supersport 600: Digitale Thermometer, separat für Vorder- und Hinterreifen einstellbar, Einstellbereich bis zu 99 °C.
  • Racefoxx Pro Digital Reifenwärmer: Sehr gut verarbeitet, gutes Preis-/Leistungsverhältnis, schnelle Erhitzung.
  • Matrix Basic Reifenwärmer Set 100 Grad: Optisches Frühwarnsystem (Farbwechsel bei Erwärmung/Abkühlung).
  • Capit Suprema Spina Reifenwärmer: Profi-Qualität, wasserresistente Teflondrähte, gleichmäßige Erwärmung.
  • Thermal Technology Trizone Reifenwärmer: High-Performance-Produkte, doppeltes Temperaturregelungssystem, elektronische Steuerung (0-120°C).
  • Racefoxx BASIC 80°C SUPERBIKE Reifenwärmer: Preiswertes Basis-Modell, fest eingestellte Temperatur (80°C), Silikon-Heizschleifen.

Wer einen Trackday ganz entspannt angehen lassen möchte, der kann auf Reifenwärmer auch komplett verzichten. Viele Hersteller haben Trackday-taugliche Reifen im Programm, die ohne jegliche Vorbereitung auf der Rennstrecke gefahren werden können.

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