THG-Prämie für 45 km/h E-Roller: Ein umfassender Überblick

Die THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote) ist eine wichtige Maßnahme, um den CO2-Ausstoß im Verkehrssektor zu reduzieren und den Einsatz von emissionsarmen Fahrzeugen zu fördern. Neben den Haltern von Elektroautos können auch E-Rollerfahrer von der THG-Prämie profitieren. Die THG-Prämie ist eine jährliche finanzielle Unterstützung, die für Elektrofahrzeuge gezahlt wird, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Was ist die THG-Quote?

Die THG-Quote verpflichtet Mineralölunternehmen, den CO₂-Ausstoß ihrer Produkte zu kompensieren. Dem gegenüber stehen Halter von Elektrofahrzeugen, die ihr eingespartes Treibhausgas an die Konzerne „verkaufen“ können. Seit Anfang des Jahres steht diese Möglichkeit auch Privatpersonen offen, inklusive Besitzern von elektrischen Leichtkrafträdern und E-Motorrädern.

THG-Quote für E-Roller: Die wichtigsten Punkte

  • Viele E-Zweiräder der Fahrzeugklassen L3e und L4e (schneller als 45 km/h) sind für die THG-Prämie qualifiziert.
  • Eine Gesetzesänderung vom 29. Juli 2023 schließt alle zulassungsfreien E-Roller von der THG-Quote aus.
  • Zulassungsfreie E-Roller bekommen die THG-Prämie jedoch nicht. Unter zulassungsfreie E-Roller fallen u.a. jene wendigen Stadt-Flitzer, die auf 45 km/h gedrosselt sind.
  • Falls zulassungsfreie E-Roller zukünftig einen eigenen Schätzwert für ihre Emissionseinsparung bekommen, ließe sich die Quote wieder beantragen.

Welche E-Roller erhalten die THG-Quote?

Alle zulassungspflichtigen E-Zwei- und Dreiräder qualifizieren sich für die THG-Quote. Zulassungspflichtige Fahrzeuge sind dadurch erkennbar, dass sie einen Fahrzeugschein haben, welcher auch „Zulassungsbescheinigung Teil 1“ heißt. Auf dieser Bescheinigung zur Fahrzeugzulassung ist die entsprechende Fahrzeugklasse vermerkt.

E-Zweiräder der Fahrzeugklassen L3e sowie L4e sind laut Gesetz zulassungspflichtig und qualifizieren sich deshalb als E-Roller für die THG-Quote. Nicht quotenberechtigt sind L3e-A1 und L3e-B sowie L4e-A1 und B.

Voraussetzungen für die Beantragung der THG-Quote

Für die Beantragung der THG-Quote auf E-Roller müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das E-Zweirad oder E-Dreirad muss zulassungspflichtig sein.
  • Das bedeutet, es müssen ein Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil 1) und ein zulassungspflichtiges Kennzeichen laut FZV (Fahrzeug-Zulassungsverordnung) vorhanden sein.
  • Der Fahrzeugschein dient zur Zertifizierung des E-Rollers beim Umweltbundesamt (UBA).

THG-Quoten berechtigt ist der im Fahrzeugschein eingetragene Halter des E-Zweirads bzw. E-Dreirads. Durch die Teilnahme am THG-Quotenhandel qualifiziert sich der E-Roller für die THG-Prämie, welche ein Mal pro Jahr ausgezahlt wird.

Unterschiede bei der Registrierung der THG-Quote für E-Roller

Die Registrierung der THG-Quote für E-Roller entspricht bei carbonify der Registrierung für alle anderen Fahrzeugklassen. Der Prozess ist genau derselbe: Nachdem der Fahrzeugschein im Kundenportal hochgeladen wurde, erfolgt eine Überprüfung der Zulässigkeit als Elektrofahrzeug durch das Umweltbundesamt (UBA). Abseits vom Hochladen der Fahrzeugpapiere müssen sich Kunden nicht um den Prozess kümmern, sondern carbonify übernimmt alle weiteren Schritte und die Abwicklung der Quote je nach gewünschten Preismodell.

Wie viel THG-Prämie erhält man aktuell?

Bei der THG-Prämie für E-Roller gelten bei carbonify dieselben Quotenpreise wie für E-Autos (Fahrzeugklasse M1). Das bedeutet, für das Abrechnungsjahr 2024 bietet carbonify als Anbieter zur Abwicklung der THG-Quote je nach Preismodell zwischen 70 und 90 Euro plus 10 Euro Neukundenbonus:

  • Als Express-Prämie fällt die Auszahlung ein wenig geringer aus. Dafür überweist carbonify die Prämie innerhalb einer Woche nach Beantragung, ohne dass auf die Zertifizierung des UBA gewartet werden muss. Es werden garantiert 70 Euro für das Jahr 2024 ausgezahlt.
  • Bei der Klassik-Prämie gibt es für das Jahr 2024 80 Euro. Die Auszahlung erfolgt wenige Wochen nach der Zertifizierung des UBA.
  • Bei der Bonus-Prämie garantiert carbonify eine Mindestauszahlung von 90 Euro für das Jahr 2024.

Vorteile von E-Rollern gegenüber Verbrennern

Neben der Berechtigung zur THG-Quote bieten E-Roller sowie E-Motorräder eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber konventionellen Benzin- oder Diesel-Motorrädern. Elektrische Zwei- und Dreiräder werden gerne für den Stadtverkehr angeschafft, wo die Strecken kurz und Parkplätze begrenzt sind. Für diesen engen urbanen Raum, eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zu konventionellen Rollern.

carbonify hat nachfolgend einige der Vorteile zusammengefasst:

  • Umweltfreundlichkeit: E-Roller und E-Motorräder produzieren lokal keine Emissionen, da sie keine Verbrennungsmotoren haben.
  • Niedrigere Betriebskosten: E-Motorräder haben im Vergleich zu konventionellen Motorrädern niedrigere Betriebskosten.
  • Leises Fahren: E-Roller sind im Betrieb deutlich leiser bzw. teilweise gar nicht hörbar.
  • Vorbildfunktion: Da alle Anwesenden unter Lärm und Luftverschmutzung leiden, ist es gesellschaftlich gerne gesehen, auf klimafreundliche Mobilität umzusteigen.
  • Sofortiges Drehmoment: Elektrische Motoren liefern ein sofortiges Drehmoment, was bedeutet, dass E-Motorräder oft eine schnelle Beschleunigung bieten können.
  • Weniger Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen: Da E-Roller und E-Motorräder keine fossilen Brennstoffe benötigen, tragen sie zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energien bei, welche begrenzt sind und deren Abbau umweltschädlich ist.
  • Günstiges Laden von zu Hause: Mit einer Wallbox lassen sich E-Roller und E-Motorräder günstig und unkompliziert über das Eigenheim laden.
  • Förderungen und Anreize: Neben der THG-Quote für E-Roller bieten sich weitere finanzielle Anreize und Förderungen für den Kauf von E-Rollern.

THG-Quote auch für 45er (L1e) Elektroroller?

Um diese Vorraussetzungen mit einem 45er L1e Elektroroller zu erfüllen, muss dieser bei einer Zulassungsstelle freiwillig zugelassen werden. Dieses Vorgehen ist bei vielen Zulassungsstellen momentan noch völlig unbekannt. Daher kann es hier häufiger zu Problemen kommen und es werden weitere Informationen oder Unterlagen angefordert.

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