Wenn das E-Bike mit auf die Reise soll, sind die Optionen begrenzt. In den Zügen der Deutschen Bahn muss zum Beispiel der Ersatzakku zuhause bleiben und S-Pedelecs sind generell ausgeschlossen. Bei Fernbussen wie Flixbus ist die Mitnahme eines E-Bikes in der Regel komplett untersagt. Flugreisen fallen bekanntlich weg, weil der Akku als Gefahrgut gilt und nicht mit an Bord darf. Meist läuft alles auf das Auto hinaus.
Die Herausforderung: Gewicht und Handhabung
Wer sein E-Bike mit dem Auto transportiert, tendiert gewöhnlich zu einem Fahrradträger, der sich auf der Anhängerkupplung oder an der Heckklappe befestigen lässt. Bei einem Gewicht von gut und gern 25 Kilogramm oder mehr pro E-Bike wird das schnell zu einem ziemlichen Kraftakt. Wer hebt schon mühelos solch ein Gewicht mehrfach hoch und wieder herunter? Zumal sich das im Falle des Fahrrades eher umständlich greifen lässt.
Die Lösung: Der Ebikelifter von Pender
Für genau diese Situation hat die Firma Pender den Ebikelifter entwickelt. Nach Aussage des Start-ups handelt es sich dabei um eine Weltneuheit. Sicher ist dagegen, dass ihr mithilfe dieser Vorrichtung scheinbar mühelos euer E-Bike auf das Dach eines Autos heben lassen könnt. Das soll problemlos für Fahrräder mit einem Gewicht von maximal 30 Kilogramm funktionieren. Der Radstand darf zwischen 90 Zentimeter und 130 Zentimeter betragen. Pender stuft „alle gängigen Erwachsenenfahrräder zwischen 26 Zoll und 29 Zoll“ als dafür geeignet ein.
Welche Fahrräder sind geeignet?
Ausschlaggebender für die Frage, welches Fahrrad sich für den Ebikelifter eignet, dürfte die Rahmengröße sein. Zum Befestigen auf dem Träger wird nämlich ein Gurt von der Sattelstütze zum Vorbau beziehungsweise dem Steuerrohr gespannt. Der sollte am Ende waagerecht zur Schiene des Fahrradträgers verlaufen. Bezogen auf die Autos nennt Pender nur allgemeine Vorgaben. Demnach passe das System auf die meisten Pkw, SUV und Kleinbusse.
Die Montage und Nutzung des Ebikelifters
In dem auf der Webseite von Pender gezeigten Video sieht das Befördern des E-Bikes auf das Auto denkbar einfach aus. Vor Antritt der Fahrt sind zwei Dinge notwendig. Erstens schiebt ihr den Teleskoparm in den Ebikelifter ein. Zweitens spannt ihr den bereits erwähnten dazugehörigen Gurt zwischen Sattelstütze und Vorbau beziehungsweise Steuerrohr. Auf den Gurt ist ein spezielles rund 30 Zentimeter langes Rohr gefädelt. An diesem Rohr wird das Fahrrad in eine Aufnahmeschale eingehangen. Danach legt ihr den Sicherungshebel um. Nun spürt ihr die Spannung im System, die das Fahrrad bereits von selbst anheben lässt. Gebt dem Hub die nötige Führung, in dem ihr beide Laufräder fasst und die Bewegung mitgeht. Sobald das Fahrrad auf dem Dach in Position ist, rastet eine Transportsicherung ein. Anschließend drückt das Teleskop das Fahrrad sanft in die Radaufnahmen des Trägers. Zum Abschluss sichert ihr wie gewohnt die Laufräder mithilfe der entsprechenden Schnallen am Dachgepäckträger. Zum Herunternehmen vom Dach geht ihr einfach umgekehrt vor. Schnallen für die Laufräder lösen. Transportsicherung am Ebikelifter entspannen.
Verfügbarkeit
Für wen sich das verheißungsvoll anhört, der sollte sich den 1. September 2023 vormerken. Ab dem Tag soll der Ebikelifter wohl erhältlich sein.
Alternativen: Dach- und Heckträger im Vergleich
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Fahrräder mit dem Pkw zu transportieren. Am besten eignen sich dafür Dach- oder Heckträger. Für welches Trägersystem eine Entscheidung fällt, hängt von den persönlichen Bedürfnissen ab: Für E-Bikes, schwere Räder oder häufige Nutzung ist der oft teurere Heckträger meist die bessere Wahl. Er schränkt allerdings je nach Ausführung die Nutzung des Kofferraums ein.
Für gelegentliche Fahrten mit leichten Rädern oder wenn keine Anhängerkupplung vorhanden ist, kann ein Dachträger sinnvoll sein. Dann ist zwar der Kofferraum frei zugänglich, dafür müssen die Räder höher gehoben werden. Zudem müssen Höhenbegrenzungen beachtet werden und die Fahrdynamik des Autos verändert sich.
Heckträger: Was ist zu beachten?
Für einen Heckträger benötigt das Auto eine Anhängerkupplung oder eine vom Hersteller freigegebene stabile Heckklappe, an der der Träger montiert werden kann. Sitzt der Träger auf der Anhängerkupplung, sollte der Kugelkopf zuvor gereinigt werden. Die Verriegelung muss hörbar einrasten. Dazu schützen Sicherungsbolzen oder ein Schloss gegen Verrutschen oder Diebstahl. Der Träger muss ein Folgekennzeichen tragen, und - sofern er die Rückleuchten verdeckt - eine Beleuchtungsanlage. Die Traglast des Trägers und die Stützlast der Anhängerkupplung dürfen nicht überschritten werden - vor allem beim Transport schwerer Pedelecs geschieht das schnell.
Das schwerste Rad sollte zuerst und damit der Fahrzeugmitte am nächsten auf dem Träger stehen. Das Rad wird zunächst mit dem Rahmen an der Trägerstange fixiert. Danach die Reifen mit Schlaufen so festzurren, dass kein Spiel bleibt. Schließlich wird das Fahrrad zusätzlich mit Spanngurten gesichert. Wichtig: Anbauteile wie Luftpumpe, Akku oder Transportkörbe entfernen, damit sie nicht zum gefährlichen Geschoss werden können.
Außerdem dürfen die Räder seitlich jeweils höchstens 40 Zentimeter über der sichtbaren Schlussleuchte hinausragen, maximal darf das mit Rädern beladene Auto 2,55 Meter breit sein. Beim Fahren gilt: Fuß vom Gas. Nicht nur der Luftwiderstand erhöht sich beim Fahrradtransport, auch das Kurven- und Bremsverhalten des Wagens wird schlechter. Die ADAC Experten raten daher, maximal 120 km/h schnell zu fahren, und keine Abdeckplanen zu verwenden. Bei Sturm sollte die Geschwindigkeit weiter gedrosselt werden. Zudem empfiehlt es sich, nach ein paar Kilometern kurz zu stoppen, um zu kontrollieren, ob das Rad noch fest sitzt.
Dachträger: Worauf muss ich achten?
Voraussetzung für die Mitnahme eines Fahrrades auf dem Autodach ist entweder eine Dachreling oder ein vom Autohersteller empfohlenes Trägersystem. Eine Decke schützt das Dach während der Montage vor Kratzern. Rad und Träger dürfen dabei die zulässige Dachlast nicht überschreiten. Auch hier muss der Fahrradrahmen am Träger festgeschraubt bzw. festgeklemmt werden, bevor man die Räder ohne Spiel festschnallt.
Nicht vergessen: Der Fahrer oder die Fahrerin sieht das Rad nicht! Bevor Sie in Unterführungen, (Tief-)Garagen, und Parkplätzen mit Sperrbalken fahren, immer an die Ladung denken. Mit Rädern am Dach ist ein Auto oft deutlich zu hoch! Am besten einen Warnhinweis im eigenen Sichtbereich anbringen.
Regeln im Ausland
Wer seine Fahrräder mit in den Urlaub nimmt, muss im Ausland einige Besonderheiten beachten. Überstehende Ladung, die nach hinten über die im Kfz-Schein eingetragene Gesamtlänge des Fahrzeugs hinausragt, muss entsprechend gekennzeichnet werden. Die Bestimmungen sind in Europa länderspezifisch geregelt und unterscheiden sich stark. Generell sollten sich Reisende deshalb vorab über die länderspezifischen Besonderheiten ihres Urlaubslandes informieren.
Achtung: Auch bei Mietfahrzeugen (zum Beispiel bei Wohnmobilen mit Fahrradgepäckträger) ist der Mieter für die richtige Kennzeichnung des Heckträgers verantwortlich. Deshalb gilt: Immer vor Antritt der Reise prüfen, welche Kennzeichnung im Urlaubsland vorgeschrieben ist und ob zum Beispiel eine entsprechende Warntafel im Mietfahrzeug vorhanden ist.
Kennzeichnung mit Warntafeln
In einigen Ländern, wie Spanien, Portugal und Italien, ist überstehende Ladung mit einer speziellen Warntafel zu kennzeichnen. Dieses unterscheidet sich je nach Land in Art und Beschaffenheit. In Italien darf das Fahrrad nicht breiter sein als das Auto.
Auch der maximal zulässige Überstand nach hinten unterscheidet sich je nach Reiseland. Das bedeutet zum Beispiel für Italien- oder Spanien-Urlauber, dass eine Warntafel auch angebracht werden muss, wenn der Fahrradheckträger eingeklappt ohne Fahrräder transportiert wird. Wer überstehende Ladung nicht kennzeichnet, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Diese kann je nach Art des Verstoßes hoch ausfallen. In Italien beispielsweise werden Verstöße mit Bußgeldern bis 1697 Euro geahndet.
Natürlich gelten die Regeln auch für die Durchreiseländer.
Schutz vor Beschädigungen
Viele Jahre haben wir mehr schlecht als recht versucht zwischen unsere Bikes Schaumstoff oder Lappen zu klemmen, damit sie beim Verladen und aneinander lehnend nicht verkratzen. Auch die Ratschen und Befestigungen der Anhängerkupplung können vor allem auf mattfarbigen Felgen Kratzer hinterlassen, je nachdem wie fest man zu zieht. Der Gabelschutz von dirtlej hilft vor allem, wenn man die Bikes im Innenraum des PKW aneinander lehnt. Der Rearprotector hilft dagegen und kann einfach per Klettverschluss angepasst werden. Der frameprotector ist ein sehr guter Rahmenschutz für Euer (E-) Bike und kann z.B. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die meisten Träger an ihren Befestigungsklemmen einen Gummi haben, aber je nachdem wie fest man den zu zieht, kann das Oberrohr doch auch kleinere Kratzer abbekommen.
E-Bike Transport: Zusätzliche Aspekte
Beim E-Bike Transport ist jedoch auf einiges zu achten. Sie sind nicht nur schwerer als Fahrräder ohne Elektroantrieb, sie verfügen auch über empfindliche Bauteile, die es zu schützen gilt. Trotzdem wollen viele E-Bike-Fahrer auch auf Reisen nicht auf das eigene Rad verzichten. Das muss auch nicht sein. Wenn man einige Dinge beherzigt, die beim Transport eines E-Bikes von Bedeutung sind, steht der Autofahrt mit Fahrrad nichts im Wege.
Besondere Anforderungen an Trägersysteme
Moderne E-Bikes können etwas mehr wiegen, als ein Rad ohne Motor - auch einmal 25 Kilogramm. Deshalb sollten man zuerst die maximale Belastungshöhe des Autodaches (meist 50 Kilogramm) und des Fahrradträgers am Fahrzeugheck (um die 30 Kilogramm) kennen und berücksichtigen. Auch die Fixierung herkömmlicher Systeme für den Fahrradtransport hat ihre Grenzen. Hier spielt nicht nur das zusätzliche Gewicht eine Rolle. Auch Rahmen und Radstand bei E-Bikes sind meist größer.
In Frage kommen deshalb eigentlich nur Träger, die auf der Anhängerkupplung sitzen und die den speziellen Anforderungen an den E-Bike Transport gewachsen sind. Vielleicht verfügen diese sogar über eine Auffahrrampe.
Was ist vor der Fahrt zu beachten?
Generell sollten vor Fahrtantritt Akku und Bordcomputer abgenommen und sicher verstaut werden. Für den Fall, dass das E-Bike nicht im Auto, sondern zum Beispiel im Zug transportiert werden soll, ist unbedingt zu planen, wo eventuell Treppen oder enge Zugänge zu passieren sind. Wer das E-Bike nicht selbst tragen kann, ist hier im Nachteil. In Passagierflugzeugen werden E-Bikes nicht mitgenommen, da Akkus als Gefahrengut gelten. Unter Beachtung strenger Auflagen besteht die Möglichkeit, E-Bikes per Luftfracht zu verschicken. Wer eine Spedition oder Paketdienst beauftragt, muss vorher klären, wie sicher das E-Bike transportiert wird und welche Vorkehrungen zum Schutz vor Beschädigungen getroffen werden.
E-Bike Transport bei Regen
Um das Bike und die empfindlichen Komponenten beim Transport bei Regen zu schützen, gibt es praktische Schutzhüllen oder Cover, die Akku und Anschlüsse vor Nässe schützen. Verfügt Ihr Auto über einen Innenraum mit einer Mindesthöhe von 80 Zentimetern, kann das E-Bike auch so transportiert werden. Damit das Bike bei harten Bremsvorgängen nicht zu einer Gefahr für die Insassen oder selbst beschädigt wird, ist es unbedingt mit genügend Spanngurten zu fixieren. Dann steht dem Fahrradtransport im Innenraum des Autos nichts im Wege.
Transportoptionen im Überblick
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um dein E-Bike zu transportieren. Die meisten Optionen kennst du wahrscheinlich schon vom Fahrradtransport. Wir stellen dir hier noch einmal alle Optionen vor und zeigen Vor- und Nachteile auf. Schließlich willst du wissen, welche Möglichkeiten besser für den E-Bike-Transport geeignet sind als andere. Die folgenden Optionen haben wir uns näher angesehen:
- Im Inneren des Autos
- Auf dem Dachträger des Autos
- Auf dem Heckträger des Autos
E-Bike im Auto transportieren
Du kannst dein E-Bike natürlich ganz einfach im Inneren deines Autos transportieren. Hier musst du jedoch beachten, dass der Innenraum deines Autos genug Platz bietet, um tatsächlich ein elektrisches Fahrrad zu verstauen. Dies ist also nicht in jedem Kraftfahrzeug möglich. Am besten eignen sich ein Mittelklasse-Kombi, Van oder SUV dafür. Außerdem muss es auch möglich sein, dass du dein E-Bike während der Fahrt gegen das Verrutschen sichern kannst.
E-Bike auf dem Dachträger deines Autos transportieren
Ein Dachträger ist für den E-Bike-Transport nicht zu empfehlen. Dafür gibt es zwei ganz einfache Gründe:
- Das Aufladen eines meist eher schwereren E-Bikes auf das Dach eines Autos ist nicht ganz einfach und möchtest du dir wohl lieber ersparen.
- Außerdem darfst du auch die Beachtung der höchtszulässigen Dachlast nicht vergessen. Diese schließt den E-Bike-Transport auf deinem Autodach meist aus.
E-Bike auf dem Heckträger deines Autos transportieren
Die sicherste und einfachste Art und Weise wie du dein E-Bike mit dem Auto transportieren kannst ist auf dem Heckträger, welchen du auf der Anhängerkupplung montierst. Hier fällt dir das Beladen bestimmt auch leichter als bei anderen Transportmöglichkeiten. Es gibt sogar Heckträger für die Anhängerkupplung, welche du mit beladenem E-Bike nach unten klappen kannst, um so an den Kofferrauminhalt zu gelangen.
Wenn du dein E-Bike auf dem Heckträger deines Autos transportieren willst, dann gibt es ein paar Dinge zu beachten:
- Der Fahrradträger muss mit einem amtlichen Kennzeichen ausgestattet sein.
- Der Fahrradträger muss funktionierende Rück- und Bremslichter haben.
- Dein E-Bike darf auf jeder Seite des Autos nur maximal 20cm überstehen.
- Spitze herausragende Kanten und Teile sind zu entfernen.
- Die maximale Stützlast darf nicht überschritten werden.
- Entferne alle losen Teile wie beispielsweise Taschen, Körbe und Kindersitze.
- Akku und Display müssen abgenommen werden und in Transporttasche im Auto verstaut werden.
E-Bike Transport mit oder ohne Akku?
Der E-Bike-Akku muss grundsätzlich während des Transports gut geschützt werden. Wenn du dein E-Bike außerhalb des Fahrzeuges transportieren willst, dann solltest du seinen Akku und Display abnehmen und sicher im Inneren des Fahrzeugs verstauen. Der E-Bike-Akku sollte kurzschlusssicher und rutschfest verstaut werden, denn hier besteht erhöhtes Gefahrenpotential. Achte vor allem darauf, dass dieser keine mechanischen Stöße, Quetschungen oder große Hitze abbekommt.
E-Bike bei Regen transportieren
Eine häufig gestellte Frage ist auch, ob du dein E-Bike bei Regen transportieren kannst. Schließlich wird es dann nass. Da du dein E-Bike auch bei Regen nutzen kannst, ist auch der Transport im Regen nicht ausgeschlossen. Du solltest in diesem Fall nur einige Dinge beachten:
- Die elektronischen Komponenten (Akku und Display) deines E-Bikes müssen abgenommen werden. Dies solltest du jedoch sowieso immer vor dem Transport machen.
- Die freiliegenden Kontakte und der Motor sollten danach mit einer wasserfesten Schutzhülle versehen werden. Das soll diese wichtigen Teile deines E-Bikes vor dem Eindringen von Wasser und auch Schmutz schützen.
Zusätzliche Tipps für den sicheren Transport
Beim Beladen des Fahrradträgers soll die wertvolle Fracht sicher und schonend verzurrt werden. Wir geben Tipps, damit unterwegs nichts verrutscht.
Länge der Riemen
Für die Riemen gilt: Sie müssen genügend lang sein, damit sie bei einem Fahrrad mit langem Radstand, versetzter Befestigung von zwei Rädern oder bei Hochprofilfelgen eine genügend große Schlaufe bilden, um sicher einzurasten.
Manche Hersteller bieten Langversionen ihrer Haltebänder an, als Richtwert empfehlen wir etwa 40 Zentimeter.
Polster & Klemmen
Das Rahmenmaterial Carbon ist besonders empfindlich, weshalb darauf zu achten ist, dass die Haltearme flächig und schonend zupacken. Gepolsterte Schlaufen eignen sich grundsätzlich besser als kantige Klauen. Um empfindliche Rahmenrohre schonend zu greifen, empfehlen sich beispielsweise Rohrisolierungen aus dem Baumarkt; sie eignen sich auch gut als Polster zum Fixieren von Laufrädern.
Stellung der Kurbeln
Wer zwei oder mehr Räder huckepack ans Auto schnallen möchte, muss diese abwechselnd ausrichten, damit die Lenker sich nicht ins Gehege kommen. Dadurch wird auch vermieden, dass andere überstehende Bauteile kollidieren können, wie beispielsweise die Kurbeln. Entsprechend sollte das dem Autoheck zugewandte Rad immer mit dem Lenker zur Fahrerseite stehen, das zweite entgegengesetzt.
Haltearm
Wer zwei Bikes befestigen will, sollte bereits beim Platzieren des ersten darauf achten, den längeren der beiden Haltearme entsprechend zu positionieren, um diesen durch das Rahmendreieck zu fädeln. Dann kann dessen Schlaufe oder Greifer einen geeigneten Klemmpunkt am zweiten Rad finden. Sind beide Räder unterschiedlich groß, gehört das Rad mit dem größeren Rahmendreieck zuerst auf den Träger, um dem Haltearm möglichst viel Spielraum zu lassen.
Kennzeichenbefestigung
Erlaubt sind hier entweder das hintere Kennzeichen mit Zulassungs- und HU-Plakette oder ein einfaches Wiederholungskennzeichen ohne Stempel, das es für wenige Euro beim Schildermacher oder im Onlinehandel zu kaufen gibt.
Wird das hintere Fahrzeugkennzeichen verwendet, sollte dies unbedingt fest verschraubt und so vor schnellem Zugriff schützt werden. Wer ins Ausland fährt, sollte sich über die geltenden Regelungen im Reiseland vor Reiseantritt informieren.
Sicherung der Räder
Wer sein Fahrrad über die Hausrats- oder eine spezielle Diebstahlversicherung versichert hat, hat auch gute Chancen, den Schaden ersetzt zu bekommen. Wer es jedoch versäumt hat, seine Fahrräder mit abgeschlossenen Haltearmen und/oder Schloss auf dem Träger zu sichern, hat grob fahrlässig gehandelt und muss für den Schaden selbst aufkommen.
Schlüsselsicherung
Aus diesem Grund sollten sich die Schlüssel des Fahrradträgers und des Fahrradschlosses idealerweise direkt am Autoschlüssel befinden. Sonst kann es passieren, dass man am Zielort seine Räder nicht vom Träger bekommt, weil die Schlüssel woanders verlegt wurden. Ebenfalls empfehlenswert ist es, sich genügend Nachschlüssel anfertigen zu lassen, oder zumindest die Schlüsselnummer zu notieren, mit deren Hilfe sich beim Hersteller passende Nachschlüssel bestellen lassen.
Ersatzteilsicherung
Klassische Leuchtmittel mit Glühwendel halten vielleicht nicht so lange wie moderne LED, sind dafür jedoch überall auf der Welt zum günstigen Preis austauschbar. Merke: In einigen europäischen Ländern, wie beispielsweise Frankreich oder Kroatien, muss ein Ersatzlampen-Set mitgeführt werden. Ausgenommen davon können Fahrzeuge und Träger mit Xenon- oder LED-Scheinwerfern sein.
Empfehlenswerte Fahrradträger für E-Bikes
Welche Fahrradträger für lange Radstände, fette Reifen und wuchtige Rahmen - besonders von schwergewichtigen E-Bikes - aktuell besonders empfehlenswert sind, verrät unser Fahrradträger-Test 2025 - 7 Modelle für die Anhängerkupplung.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte, die Sie beim Transport Ihres E-Bikes beachten sollten:
- Wählen Sie den richtigen Träger: Heckträger sind oft besser für schwere E-Bikes geeignet.
- Beachten Sie die Gewichtsgrenzen: Überschreiten Sie nicht die maximale Traglast des Trägers und die Stützlast der Anhängerkupplung.
- Sichern Sie Ihr E-Bike richtig: Verwenden Sie Spanngurte und sichern Sie den Rahmen fest.
- Entfernen Sie den Akku und den Bordcomputer: Verstauen Sie diese sicher im Auto.
- Beachten Sie die Regeln im Ausland: Informieren Sie sich über die Kennzeichnungspflichten in Ihrem Reiseland.
- Schützen Sie Ihr E-Bike vor Beschädigungen: Verwenden Sie Polster und Schutzhüllen.
Tabelle: Vergleich von Dach- und Heckträgern für E-Bikes
| Merkmal | Dachträger | Heckträger |
|---|---|---|
| Eignung für E-Bikes | Bedingt geeignet (Gewicht beachten) | Gut geeignet |
| Montage | Aufwendig (Heben des E-Bikes) | Einfacher (ggf. mit Auffahrrampe) |
| Kofferraumzugang | Uneingeschränkt | Eingeschränkt (je nach Modell abklappbar) |
| Fahrverhalten | Verändert | Geringere Veränderung |
| Höhenbegrenzungen | Beachten | Weniger relevant |
| Preis | Oft günstiger | Oft teurer |
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