Der Mofaführerschein (Klasse M): Alles, was du wissen musst

Für viele Jugendliche bedeutet der Mofaführerschein einen großen Schritt in Richtung Unabhängigkeit.

Aber was ist eigentlich ein Mofa und was beinhaltet der Mofaführerschein?

Was ist der Mofaführerschein?

Der Mofaführerschein ist genau genommen keine eigene Führerscheinklasse, sondern lediglich eine Prüfbescheinigung, die das Führen von Kleinkrafträdern ermöglicht. Umgangssprachlich ist teilweise auch von einer Fahrerlaubnis der Klasse M die Rede. Für das Fahren eines Mofas ist kein richtiger Führerschein nötig, sondern lediglich eine Prüfbescheinigung.

Zu den normalen Führerscheinklassen zählt der M-Führerschein daher nicht.

Der Begriff „Mofa“ ist eine Abkürzung und leitet sich von der Bezeichnung „Motor-Fahrrad“ oder auch „Motorisiertes Fahrrad“ ab.

Laut § 4 Absatz 1, Nr. 1 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) sind Mofas Fahrräder, die einen Hilfsmotor aufweisen.

Die Prüfbescheinigung bzw. der Mofa-Führerschein wurde im Jahr 1980 in Deutschland eingeführt. Davor konnten Mofas ohne jeden Führerschein gefahren werden.

Ab wann dürfen Sie Mofa fahren?

Das Mindestalter für das Führen eines Mofas im Straßenverkehr beträgt nämlich nur 15 Jahre. Diese Prüfbescheinigung kann bereits mit 15 Jahren erworben werden.

Allerdings benötigen 15-Jährige normalerweise eine Einverständniserklärung der Eltern, um für die Klasse M den Führerschein machen zu können.

Zwar kann die Anmeldung zur Ausbildung für den Mofa-Führerschein bereits mit 14 Jahren in der Fahrschule erfolgen, doch gilt dieser erst ab 15 Jahren.

Jugendliche dürfen ab einem Alter von 15 Jahren Mofa fahren. Wann sie die Prüfung frühestens ablegen dürfen, ist - je nach Bundesland - unterschiedlich: Teilweise darf man sie frühestens drei Monate vor dem 15. Geburtstag ablegen, in anderen Bundesländern sind es sechs Wochen vor oder auch erst mit Erreichen des Mindestalters. Mit der theoretischen Ausbildung kann man schon ein halbes Jahr vorher beginnen.

Wer als Jugendlicher unter 18 Jahren den Mofa-Führerschein machen möchte, benötigt für die Anmeldung in der Fahrschule die Einwilligung der Erziehungsberechtigten.

Mofa-Führerschein mit 14?

Schon mit 14,5 Jahren kannst du mit den ersten Kursen starten, die theoretische Prüfung kannst du schon 3 Monate vor deinem 15. Geburtstag machen. Ausgehändigt wird dir die Prüfbescheinigung, wenn du bei der bestandenen Prüfung noch unter dem Mindestalter bist, an deinem 15. Geburtstag.

Welche Kfz dürfen Sie mit dem Mofaführerschein fahren?

Mit dem Mofaführerschein können Fahrzeuge gefahren werden, deren Höchstgeschwindigkeit max. 25 km/h beträgt und deren Hubraum nicht mehr als 50 ccm aufweist. Bei einem Mofa handelt es sich um ein Kleinkraftrad.

Für Fahrzeuge, die bis 20 km/h fahren, reicht die Mofa-Prüfbescheinigung, für Fahrzeuge, die zwischen 25 und 45 km/h schnell fahren können, die Fahrerlaubnisklasse AM.

Wer darf den Mofa-Führerschein machen?

Ein Mofa kann ein Jugendlicher fahren, noch bevor er den Führerschein für das Auto erwerben darf. Der Vorbesitz anderer Klassen ist nicht notwendig.

Es gibt mehrere Führerscheinklassen, welche die Fahrerlaubnis der Klasse M beinhalten. Wer einen Führerschein der Klasse B, A, A1 oder A2 besitzt, ist auch dazu berechtigt, Mofa zu fahren.

Davon abgesehen hängt es auch vom Alter einer Person ab, ob eine solche Berechtigung besteht. Jeder, dessen Geburtsdatum vor dem 1. April 1965 liegt, kann ebenfalls ohne Prüfbescheinigung ein Mofa im Straßenverkehr führen.

Bei Personen, die den Roller-Führerschein mit 15 machen, wird die Schlüsselziffer 195 in den Führerschein eingetragen. Diese sagt aus, dass der Führerschein bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres nur in Deutschland gilt und das Fahren im Ausland nicht erlaubt ist.

Ausbildung für den Mofaführerschein

Für den Mofa-Führerschein sind eine theoretische und eine praktische Ausbildung nötig.

In der Regel umfasst der theoretische Teil sechs Unterrichtseinheiten, die jeweils 90 Minuten dauern. Der praktische Fahrunterricht besteht normalerweise aus einer oder zwei Doppelstunden, die ebenfalls jeweils 90 Minuten lang sind.

Was beinhaltet die Ausbildung?

Sie beinhaltet zwei Teile: die theoretische und praktische Ausbildung. Der theoretische Unterricht umfasst mindestens sechs Doppelstunden à 90 Minuten in der Fahrschule. Dort geht es um allgemeine Verkehrsvorschriften, technische Daten zum Mofa und grundlegende Verhaltensregeln im Straßenverkehr. Sobald man den Theorieunterricht absolviert hat, kann man sich bei TÜV oder DEKRA zur Prüfung anmelden.

Mofa-Kurs in der Schule

Viele Schulen bieten mittlerweile Mofa-Kurse an, in denen die Schüler eine Ausbildungsbescheinigung für den Erwerb der Mofa-Prüfbescheinigung beim TÜV oder der DEKRA erwerben können. Außer einer Prüfungsgebühr und den Medien fallen für die Jugendlichen keine Kosten an. Der praktische Teil der Ausbildung umfasst lediglich eine Doppelstunde in Einzel- bzw. zwei Doppelstunden im Gruppenunterricht. Dies ist in der Regel ausreichend, um sich mit dem Mofa-Fahren vertraut zu machen.

Theorie- & Praxisprüfung sind Pflicht, um allein fahren zu dürfen.

Beide Prüfungen dauern jeweils 45 Minuten und werden von einer/einem offiziellen Prüfer*in (z. B.

Die Prüfung

Für den Mofa-Führerschein müssen Fahrschüler nur eine theoretische Führerscheinprüfung ablegen. Da diese Führerscheinprüfung mittlerweile am Computer durchgeführt wird, bekommen die Prüflinge gleich danach mitgeteilt, ob sie bestanden haben.

Wie bei den normalen Führerscheinklassen musst du auch beim Mofaführerschein eine Theorieprüfung beim TÜV ablegen. Davor musst du erfolgreich alle Theorie- und die Fahrstunde absolviert und die Gebühren bezahlt haben.

Die Prüfung selbst umfasst 20 Fragen, die man am Computer oder Tablet beantworten muss. Die Prüfungszeit beträgt zwischen 20 und 30 Minuten. Das Ergebnis gibt es schon wenige Minuten danach.

Der Mofaführerschein sieht im Gegensatz zu den anderen Führerscheinklassen keine gesonderte Prüfung im praktischen Teil beim TÜV vor.

Sofort nach dem bestandenen Führerscheintest erhält der Anwärter die Prüfbescheinigung, die meist als Mofa-Führerschein bezeichnet wird.

Was kostet der Mofaführerschein?

Der Mofa-Führerschein hat seinen Preis, aber für den Führerschein der Klasse M sind die Kosten im Vergleich zu anderen Führerscheinklassen relativ gering. Natürlich variieren die Preise je nach Region und Fahrschule.

Wie viel kostet ein Mofa-Führerschein? Die Kosten für solche Gesamtpakete liegen meist zwischen 300 und 400 Euro. Es lohnt sich hier, die verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen, denn häufig gibt es erhebliche Unterschiede.

Hinzu kommen die Kosten für die Prüfung in Höhe von 15 Euro. Ist die Prüfung bestanden, fallen weitere acht Euro für die Prüfungsbescheinigung an. Viele Fahrschulen bieten ein Gesamtpaket an, das die Kosten für Theorie- und Praxisstunden, Prüfungsgebühren und Bescheinigung sowie Übungsmaterial abdeckt.

Helmpflicht und weitere Hinweise

Für Mofafahrer gilt die Helmpflicht nach § 21a Absatz 2 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO).

Diese Vorgaben sind zu beachten, so dass keine Verwechslung mit Fahrzeugen einer anderen Führerscheinklasse passiert. So darf z. B. ein Mokick mit einem Führerschein der Klasse M nicht gefahren werden.

Die Mofa-Versicherung

Um im Straßenverkehr fahren zu dürfen, ist eine Haftpflichtversicherung erforderlich. Als Nachweis hierfür dient das sogenannte Versicherungskennzeichen, das wie ein Kfz-Kennzeichen am Mofa angebracht werden muss.

Das Kennzeichen muss man jedes Jahr neu beantragen und wechseln. Das Versicherungsjahr beginnt immer am 1. März. Wer das Kennzeichen nicht rechtzeitig wechselt, ist ohne gültigen Versicherungsschutz unterwegs und macht sich strafbar.

Darf man zu zweit Mofa fahren?

Ja, man darf zu zweit auf einem Mofa fahren - allerdings nur, wenn das Mofa dafür gebaut und zugelassen ist. Das Mofa benötigt insbesondere eine Doppelsitzbank, doppelte Fußrasten und Haltegriffe. Bei klassischen Mofas ist das eher die Ausnahme. Viele sogenannten „Mofaroller“, also 50er Roller, die auf 25 km/h gedrosselt wurden, erfüllen diese Voraussetzungen jedoch.

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