Wie schnell fährt ein durchschnittlicher Radfahrer?

Die Geschwindigkeit beim Radfahren hängt von vielen Faktoren ab.

Durchschnittliche Fahrradgeschwindigkeit

Im Allgemeinen liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Fahrradfahren zwischen 10 und 25 km/h.

  • Untrainierte: Ein Untrainierter fährt normalerweise im Durchschnitt so zwischen 15 und 22 km/h.
  • E-Bike/Pedelec: Auf dem E-Bike oder Pedelec sind das natürlich als Untrainierter im Durchschnitt mehr: Dort fährt man mit dem Rad zwischen 20 und 25 km/h. E-Bikes sind in Europa auf 25 km/h gedrosselt.
  • Rennrad: Mit einem Rennrad fährt man auch als Untrainierter seine Minimum 20-30 km/h in der Ebene (Durchschnittsgeschwindigkeit).

Ein Gravelrad ist etwas schwerer und dazu fährt man vielleicht auf Schotter etwas langsamer.

In der Stadt liegt die durchschnittliche Fahrradgeschwindigkeit zwischen 15 und 20 km/h. Wenn du gerade erst mit dem Radfahren beginnst oder wenig trainiert bist, sind 12 bis 16 km/h völlig normal. Erfahrene Freizeitradler erreichen auf längeren Strecken durchschnittlich 20 bis 25 km/h. Rennradprofis fahren bei Rennen Durchschnittsgeschwindigkeiten von 40 bis 50 km/h.

Durchschnittsgeschwindigkeiten im Vergleich

Durchschnittsradler Rad-/Triathlon-Profi
Durchschnittsgeschwindigkeit im Flachen 28,9 km/h 41,4 km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit bei 5% Steigung 15,3 km/h 24,1 km/h
Durchschnittsgeschwindigkeit bei 8% Steigung 11,3 km/h 19,3 km/h
Spitzengeschwindigkeiten bergab 75-92 km/h 111-130 km/h

Aus den Durchschnittsgeschwindigkeiten ergibt sich auch die Zeit die man braucht. Für 10 Kilometer braucht man auf dem Trekkingrad eben ca. eine Dreiviertelstunde. Für 5 Kilometer im Flachen evtl. nur 15-20 Minuten.

Faktoren, die die Geschwindigkeit beeinflussen

Die Geschwindigkeit beim Radfahren hängt von vielen Faktoren ab:

  • Anzahl der Kilometer
  • Art des Fahrrads
  • Fitnesslevel
  • Streckenprofil (Steigung oder Gefälle)
  • Wind
  • Ob man alleine oder in der Gruppe fährt

Auch dein Fitnesslevel ist entscheidend für deine Leistungsfähigkeit auf dem Rad.

Nicht zuletzt hängt die erzielte Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem Rennrad davon ab, ob man allein oder in der Gruppe fährt: Im Rudel fährt man grundsätzlich schneller.

Radfahren in Städten

Allgemein lässt sich sagen: Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschlands Großstädten fahren durchschnittlich eine Stunde, sobald sie sich auf den Sattel schwingen. Dabei erreichen sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 14 Kilometern pro Stunde und müssen im Schnitt einen Anstieg von 110 Metern pro Fahrt bewältigen.

Auf eine höhere Geschwindigkeit als der deutschlandweite Durchschnitt von 14 km/h kommen Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen in Bonn mit 16 Stundenkilometer. In Berlin werden nicht nur die kürzesten Strecken gemessen, sondern auch die langsamste Durchschnittsgeschwindigkeit von nur 13,3 km/h.

Matthias Natmessnig, CEO von Bikemap, kommentiert: „Detaillierte Einblicke in das Fahrverhalten von Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern sind immer wieder überraschend. Auffällig ist die niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit in den Großstädten - besonders mit Berlin auf dem letzten Platz. Das ist ein Hinweis darauf, wie fahrradunfreundlich viele Städte sind. Zahlreiche Ampeln und Baustellen, schlecht ausgebaute und schmale Radwege sind nur einige der Punkte, die Radfahrer und Rafahrerinnen tagtäglich behindern und für dementsprechend niedrige Geschwindigkeiten sorgen.

Rennradfahren für Anfänger

Als erstaunliche Begleiterscheinung der Corona-Pandemie macht derzeit der Megatrend Radfahren von sich reden: Die Deutschen fahren so viel Rad wie nie zuvor. Nicht wenige Hobbyradler wagen sich zum ersten Mal in ihrem Leben auf ein Rennrad.

Was muss man als Einsteiger auf dem Rennrad beachten?

Gute Rennräder gibt es beinahe wie den berühmten „Sand am Meer“. Umso wichtiger ist es, dass man die eigenen Bedürfnisse und das bevorzugte Einsatzgebiet vorab klar definiert.

  • Wer besonders viel Wert auf Aerodynamik legt, sollte ein Aero-Rennrad wählen.
  • Wer vorhat, Rennen zu bestreiten, sollte sich für ein schlankes Race-Rennrad mit sportlicher Sitzposition entscheiden.
  • Und wer gerne mal einen Ausflug ins Gelände macht, für den ist ein Gravel- oder Cyclocross-Rennrad ideal.

Das Touren-Rennrad gilt als perfekte Kompromisslösung. Es wiegt deutlich unter 10 Kilogramm, ist auf schlechten Untergründen fahrbar, überzeugt durch eine hohe Laufruhe und ermöglicht eine entspannte, aufrechte Sitzposition. Letzterer Punkt ist gerade für Einsteiger wichtig, da sich der Körper - d.h. die Gelenke und die Muskulatur - an eine völlig neue Aktivität gewöhnen muss.

Trainingstipps für Rennradfahrer

Richtig Rennrad fahren - das bedeutet vor allem: richtig trainieren. Zweimal in der Woche je eine kurze Ausfahrt - das ist das Minimum. Auch kurze Ausfahrten von 60 Minuten Länge sind nützlich, um die Ausdauerleistungsfähigkeit und die Kraft zu trainieren. Bei der Art des Terrains sollte man auf Abwechslung setzen - mal eine flache Strecke, mal durch hügeliges oder bergiges Gebiet.

Als Anfänger auf dem Rennrad sollte man daher der Fahrtechnik viel Aufmerksamkeit widmen. Beispiel: Beim Kurven fahren muss man den Schwerpunkt nach hinten verlagern, um nicht mit dem Vorderrad wegzurutschen. Hilfreich sind außerdem Reaktionsübungen und Ausweichübungen.

Bezüglich der Geschwindigkeit setzt man sich zu Beginn besser kein bestimmtes Ziel - man wird durch das Training automatisch nach und nach schneller. Außerdem ist der durchschnittliche Speed immer vom Profil der Strecke und den Höhenmetern abhängig.

Zu den wichtigsten Rennrad Tipps für Beginner gehört der Hinweis, dass man sich einer Trainingsgruppe anschließen sollte. Als Autodidakt kommt man im Ausdauersport zwar relativ weit, aber irgendwann stößt man zwangsläufig an seine Grenzen. Außerdem macht das Training in der Gruppe gerade an Tagen, an denen man wenig Lust auf Sport hat, besonders viel Spaß.

Für Untrainierte macht es durchaus Sinn, mit Pulsmessgerät zu trainieren. Man lernt dadurch seinen Körper kennen und vermeidet eine zu hohe oder zu geringe Belastung. Aber Vorsicht: Man sollte sich vom Pulsmesser - das gehört ebenfalls zu den essenziellen Rennrad Tipps - nicht das Training diktieren lassen.

Die richtige Sitzposition ist für Einsteiger auf dem Rennrad von größter Bedeutung. Man sollte sich diesbezüglich Tipps von Fachleuten holen. Die Sattelhöhe und die Lenkerhöhe sind die wichtigsten Parameter, auf die man achten sollte. Stimmen sie nicht, drohen Rücken- und Knieschmerzen. Aber auch Sitzcreme erfüllt ihren Zweck. Durch sie vermeidet man wunde Stellen am Po.

Umgang mit dem Rennrad

Der Umstieg von einem Trekking- oder Citybike auf ein Rennrad ist vergleichbar mit dem Umstieg von Sneakern auf High Heels. Der gebogene Rennlenker, die schmalen Reifen, der härtere Sattel, die Klickpedale - alles fühlt sich irgendwie neu und seltsam an. Deshalb - und wegen der hohen Geschwindigkeit - ist das Rennrad für Anfänger durchaus nicht ungefährlich.

Anfänger auf dem Rennrad kennen sich logischerweise nicht gut mit den einzelnen Komponenten und technischen Details ihres neuen „Spielzeugs“ aus. Daher sollte man sich als Frischling nicht scheuen, neben der routinemäßigen Wartung und Radpflege auch kleinere Reparaturen selbstständig durchzuführen.

Rennradfahren gilt zwar als „Schönwettersport“, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Mit der richtigen Winterkleidung kann man problemlos bei Minustemperaturen seine Runden drehen - zumindest, wenn die Straße trocken ist. Ansonsten wechseln viele Rennradfahrer im Winter auf andere Sportarten aus, um ihr Fitnesslevel zwischen Dezember und Februar zu halten.

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