Radsport (fast) rund um die Uhr wurde von Teilnehmenden und Zuschauern vor Ort und daheim bei Rad am Ring 2025 erlebt. „Es war brillant, sowohl was die Wetterbedingungen als auch alles andere betrifft“, resümiert Eventdirektor Hanns-Martin Fraas zufrieden.
Hinter ihm liegen die Teilnehmenden und die Organisationscrew zweieinhalb Tage und eine Nacht Radsport pur - mit perfekten Bedingungen, ohne sintflutartigen Regen und in einer großartigen Atmosphäre. Sie hielten sich nicht nur in den 24h-Boxen und im Camp, sondern größtenteils auch auf der Rennstrecke akribisch an die Regeln.
„Fairness first“ war das Motto von fast 12.000 Radsportfans, die den Nürburgring beim traditionellen Prolog-Zeitfahren, den bewährten Amateurrennen, den neuen Gravelrennen und den beliebten Jugendrennen, den entspannten Tourenfahrten und dem Herzstück der Veranstaltung - den 24-Stunden-Rennen für Teams oder Solofahrer - in Angriff nahmen: eine Rekordzahl an Teilnehmenden!
Mit 6.300 Ausdauerbegeisterten, die die bereits ausgebuchte Rad-am-Ring-Kerndisziplin in Angriff nahmen - so viele wie nie zuvor - brachen sowohl beim Massenstart am Samstag, während des nächtlichen Lichterspiels am Sonntag als auch besonders im Zielbereich Gefühlswallungen unter Athleten, Zuschauern und dem Organisationsteam aus.
Die Rad-Bundesliga am Sonntagnachmittag beschloss ein echtes Radsportfestival mit herausragender Atmosphäre. Viele Hände sorgten für den Erfolg dieser Veranstaltung: „Alle haben wieder hervorragend zusammengearbeitet. Team, Freiwillige, Dienstleister, Partner - sie alle haben dazu beigetragen, Rad am Ring zu dem zu machen, was es ist“, sagt Organisationsleiter Hanns-Martin Fraas, der offen zugibt, dass es bei Rad am Ring einige Stürze gab.
Das erfahrene Ersthelferteam des DRK Ahrweiler vom Nürburgring war jedoch hauptsächlich während der Amateurrennen im Einsatz.
Ergebnisse der 24-Stunden-Rennen
Stand: 20. Juli 2025, 14:30 Uhr. Im Folgenden werden die Ergebnisse der verschiedenen Kategorien des 24-Stunden-Rennens aufgeführt:
- Solo Rennrad Herren: Rick Steffen (GER) vom ROSE Racing Team absolvierte mit 28 die meisten Runden - und wiederholte damit seinen Sieg aus dem Vorjahr.
- Solo Rennrad Damen: Yvonne Margraf (GER) sicherte sich wie schon 2024 den ersten Platz, diesmal mit 24 Runden.
- Teams von zwei: #PNCHRS! (BEL) umrundete den Ring 30 Mal, die höchste Anzahl.
- Teams von vier: Team Strassacker (ITA) belegte mit 34 Runden den ersten Platz, wie schon im letzten Jahr.
- Teams von acht: Ledschends - RH77/BMC/Oakley/Factory Team (AUT) übernahm wie schon 2024 mit 34 Runden die Führung.
Weitere Details zu den Ergebnissen:
- Sascha Hubbert (GER) vom Edelhelfer Racing Team und Niklas Wellmann (GER) vom MOFA Münster fuhren jeweils 26 Runden.
- Hinter Yvonne Margraf kamen Nora Battermann (GER) mit 20 Runden und Morena Nogherotto (GER) mit 18 Runden ins Ziel.
- Drei Duos folgten mit jeweils 29 Runden: Wildrad & Co (GER), pester pac automation (GER) und Örebrocyklisterna (SWE).
- Hofmann Radteam 1 (GER) beendete das Rennen mit 28 Runden.
- The Paul Lange Cycling Crew Girls (GER) und Altfrid Fighter 1 (GER) fuhren jeweils 24 Runden, aber die Crew Girls waren geringfügig schneller und krönten sich zu Siegern in der Kategorie der Zweier-Frauenteams.
- Ahrbike-Willerscheid (GER) kam eine Runde dahinter ins Ziel.
- Ledschends Plattos (GER) und das Ahrbike - Willerscheid Team 2 beendeten das Rennen jeweils mit 32 Runden.
- Puky Factory Racing (GER) mit 25 Runden und SIG Koblenz - Racing Ladies (GER) mit 23 Runden folgten dahinter.
Es kommt regelmäßig vor, dass Teams im laufenden Rennen feststellen, dass sie in den falschen Ergebnislisten geführt werden. Diese Korrekturen sind im Sinne eines fairen Ergebnisses für alle richtig und wichtig. Allerdings ist die Zuordnung zu einer „neuen“ Altersklasse oder Frauen/Männer-Wertung am Samstag nach 20 Uhr ausgeschlossen.
Rad-Bundesliga als abschließendes Highlight am Ring
Es hat fast schon Tradition, dass lizenzierte Fahrer nach den Amateursportlern auf dem Nürburgring zeigen, was sie können.
Informationen zu Rad am Ring
Rad am Ring findet seit 2003 auf dem Nürburgring statt. Die Strecke führt sowohl durch die hochmoderne Formel-1-Arena als auch über die legendäre Nordschleife. Kernstück sind die 24-Stunden-Rennen auf der verkehrsfreien, teilweise beleuchteten Rennstrecke, mit Teamquartieren in der Boxengasse und entlang der Strecke. Die Amateurrennen am Samstag sind Teil des German Cycling Cup, Deutschlands größter Amateurrennserie.
Beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring findet jeder seine ganz persönliche Herausforderung. Gewertet wird in den Disziplinen Einzelfahrer sowie 2er-Team, 4er-Team und 8er-Team. Extremsportler wie auch passabel trainierte Hobby-Rennfahrer kommen gleichermaßen auf ihre Kosten.
Eine Runde über Grand Prix-Strecke und Nordschleife misst in der 24h-Version rund 26 Kilometer und hält neben 92 Kurven auch rund 560 Höhenmeter parat. Wie nicht anders zu erwarten ist der Rennstreckenasphalt perfekt und bietet vor allem in den kurvigen Bergab-Passagen ordentlich Grip. Bis zu 100 km/h wurden in der Fuchsröhre schon gemessen. Das ist aber keinesfalls Pflicht. Unvermeidbar hingegen ist der Anstieg zum Streckenabschnitt „Hohe Acht“ mit kurzfristig bis zu 17 Prozent Steigung.
Spätestens hier verstehen auch Radsportler den Beinamen „Grüne Hölle“, den Formel 1-Legende Jackie Stewart dem Nürburgring in den 70er-Jahren verlieh.
Der Nürburgring bietet mit seiner Formel 1-Infrastruktur perfekte Rahmenbedingungen für das 24h-Rennen. Jedem Team/Teilnehmer ist exakt ein Boxenplatz oder eine Parzelle auf dem weitläufigen Gelände zugewiesen. Bei Rad am Ring liegen alle Boxen und Parzellenplätze zum Aufbau der Team-Camps direkt an der Strecke, in wenigen Fällen in unmittelbarer Nähe.
Die Boxen und Parzellenplätze sind nummeriert und deren exakte Lage im Lageplan eingezeichnet. Der Parzellenplatz muss im Buchungssystem bei der Buchung ausgewählt werden. Das gilt nicht bei Buchung einer kompletten Box. Wer lieber im Hotel stationiert sein möchte, findet untenstehend die „Nur-Noch-Fahren“-Pakete des Dorint-Hotels ebenfalls direkt an der Rennstrecke.
Grundsätzlich sind für ein 4er-Team rund 40 m² reserviert. Für ein 8er-Team das Doppelte und für Einzelfahrer wie 2er-Teams die Hälfte. Hinweis für geteilte Parzellen: Parzellenbereich A befindet sich im vorderen Bereich d.h. an der Rennstrecke. Auf asphaltierten Bereichen dürfen keine Erdnägel eingeschlagen werden.
Unsere Team-Camps liegen zum großen Teil in Sturzzonen der Rennstrecke. Deshalb scannt der Rennstreckenbetreiber alle Bereiche mit hohem Aufwand und das verursacht entsprechend Kosten. Diese gehen zu Lasten des Verursachers. Dasselbe gilt bei der Verwendung der Regenrinne in den Auslaufzonen.
Die Gesamtbreite ergibt sich dann aus der Anzahl der Parzellen, die Gesamttiefe bleibt bei 12 Metern (je nach Parzellenbereich). Wir können im E-Bereich Fahrzeuge mit Übergröße platzieren und mehrere Teams zusammenlegen und dabei Flächen mit einer größeren Gesamttiefe von 12 Metern erzeugen.
Solltet ihr einen Flächenbedarf haben, der das übliche Maß um mehr als 20 Prozent überschreitet, werden Zusatzkosten fällig. Pro Teilnehmer stehen euch 10 m² zur Verfügung. Bei 10 Teilnehmern wären das 100 m², die dann bis maximal 120 m² kostenfrei ausgedehnt werden können. Jeder weitere m² kostet 5 €.
Für Einzelfahrer sind in Box 4 der Formel 1-Boxenanlage insgesamt 18 Plätze reserviert. In der Box stehen jedem Teilnehmer rund 7 m² zur Verfügung (ca. 3,5 x 2 Meter). Als Stellplatz hinter der Box sind zusätzlich rund 18 m² verfügbar.
Als Stellfläche für Fahrzeuge stehen hinter der Box zwei Bereiche mit je 20 x 7 Metern zur Verfügung. Boxen können für Teams grundsätzlich nur als gesamte Einheit gebucht werden. Der Preis für eine komplette Box errechnet sich aus der Belegung mit acht 4er-Teams. Darin enthalten sind die Teilnahmegebühren. Ergänzend hinzu kommt eine Strompauschale von 70,00 Euro.
Folgende Streckenpassagen der Nordschleife sind ausgeleuchtet:
Fuchsröhre, Wehrseifen und Brünnchen. Auf der MTB-Strecke sind die Singletrails ausgeleuchtet.
Sweco beim 24-Stunden-Radrennen auf dem legendären Nürburgring
Auf der Nordschleife und der Grand Prix-Strecke des legendären Nürburgrings findet einmal im Jahr ein ganz besonderes Radsport-Event statt: Seit 2003 werden bei „Rad am Ring“ verschiedene Disziplinen wie 24-Stunden-Rennen für Rennrad und Mountainbike, diverse Jedermann-Rennen und ein Zeitfahren ausgetragen. Unter den insgesamt rund 10.500 Teilnehmenden waren beim 24-Stunden-Rennen in diesem Jahr erneut Teams von Sweco dabei!
Die Idee entstand eines Morgens in der Koblenzer Büroküche an der Kaffeemaschine, da wir an diesem Standort nicht nur in der Radwegeplanung aktiv sind, sondern dort auch einige begeisterte Radsportler*innen tätig sind. Nach der erfolgreichen Teilnahme im letzten Jahr war allen klar, dass dieses tolle Event wiederholt werden muss und wir 2024 auf jeden Fall wieder starten werden.
Gesagt, getan, und so fuhren wir in diesem Jahr - passend zur Dauer des Rennens - mit 24 Teilnehmenden in drei Teams aus neun Sweco-Standorten mit!
Am Vorabend wurde nach der Errichtung des Teamcamps, welches aus Zelten und Campern bestand, erst einmal gemeinsam gegrillt. Das eigentliche Rennen startete am Samstag, 20. Juli 2024 um 12:56 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und brütender Hitze. Nach dem Startschuss wurden pro Runde über die Grand Prix-Strecke und die Nordschleife ca. 26 Kilometer mit 92 Kurven und rund 560 Höhenmeter zurückgelegt.
Neben kurvigen Bergab-Passagen war besonders der Anstieg zum Streckenabschnitt „Hohe Acht” mit bis zu 17 % Steigung eine echte Herausforderung. Nach jeder gefahrenen Runde gab es einen Fahrer*innenwechsel, bei dem ein Tracker übergeben werden musste. Auch die Nacht konnte uns nicht daran hindern aufs Fahrrad zu steigen: Um eine gute Rundenzahl zu erreichen, wurde natürlich durchgefahren.
Neben den bei Sweco beschäftigten Kolleg*innen kamen auch zahlreiche Freunde, Verwandte und Bekannte zum Motivieren und Anfeuern dazu.
Alle unsere Teams landeten unter den Top 100 und erlebten am Sonntag eine gemeinsame Zieldurchfahrt. Dass wir auch Auftraggeber und Mitbewerber am Nürburgring getroffen haben, freute uns ganz besonders. Alle sind sich einig, dass das Radsport-Festival auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg war: Es war ein fairer sportlicher Wettkampf, bei dem Spaß und Miteinander im Vordergrund standen.
Das Event stärkt das Gemeinschaftsgefühl über die Standorte hinweg, legt einen Fokus auf das Radfahren als nachhaltige Mobilitätsalternative und betont die gesundheitlichen und sportlichen Aspekte.
Ein besonderer Dank gilt auch unseren Kolleg*innen, die im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Durch ihr Engagement konnten sich unsere Teilnehmenden ganz dem Radsport-Event widmen.
Die legendäre Nordschleife
Der Nürburgring, das ist seit 1927 die legendäre Nordschleife, gerne auch respektvoll „Grüne Hölle“ genannt. Und die Grand Prix-Strecke, die 1984 erbaut und 2002 um die Mercedes-Arena erweitert wurde. Egal auf welchem sportlichen Niveau man die legendäre Nordschleife des Nürburgrings unter die Räder nimmt, der alte Eifelkurs fordert viel und gibt alles.
Er ist das schönste Stück Asphalt zwischen Nord- und Südpol, er lockt mit landschaftlichen Reizen und fordert heraus mit rund 500 Höhenmetern und 73 Kurvenpassagen auf 20,8 Kilometern Länge (Diese Werte beziehen sich rein auf die Nordschleife. Werte der Gesamtstrecke siehe „Information“ oben!). Am Nürburgring wurden Rad-Weltmeister gekürt, haben Einzelfahrer 24 Stunden lang die eigenen Grenzen ausgelotet und sind touristisch orientierte Radler abgekämpft, aber glücklich aus der „Grünen Hölle“ zurückgekehrt.
Alles fängt harmlos und gleichzeitig beeindruckend an. Den Start auf einem Formel 1- Kurs erlebt man ja nicht alle Tage. Die Strecke misst 18 Meter in der Breite, kein Gedränge, keine Steigung. Der Rechtsknick in die Mercedes-Arena ist auch noch keine Herausforderung.
Die Startrunde über die Kurzanbindung fordert beim Anstieg zur „NGK-Schikane“ ein bisschen. Nach dem Übergang auf die Nordschleife geht es mit wenigen Unterbrechungen bergab bis nach „Breidscheid“. Ab „Breidscheid“ wird’s dann für rund vier Kilometer ernst. Über „Ex-Mühle“ und „Bergwerk“ geht’s in den Streckenabschnitt „Klostertal“ - und der hat’s in sich. Ganz langsam hebt sich der Asphalt und suggeriert leichtes Spiel. Aber mit jedem Meter wächst die Steigung.
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