Im Mountainbike-Bereich gibt es zahlreiche Abkürzungen und Akronyme, die für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen relevant sind. Dieser Artikel soll einen Überblick über einige der wichtigsten Drei-Buchstaben-Abkürzungen geben, die im Zusammenhang mit Mountainbikes verwendet werden.
DT Swiss: Produktlinien und ihre Kennzeichnungen
DT Swiss ist bekannt für seine hochwertigen Laufräder, Naben und Speichen, die für verschiedene Radsportdisziplinen entwickelt wurden. Die Buchstaben und Kürzel, die bei DT Swiss-Produkten verwendet werden, haben spezifische Bedeutungen und sind ein wichtiger Bestandteil der Kennzeichnung der verschiedenen Produktlinien, um Radfahrern und Mechanikern zu helfen, die richtigen Komponenten für unterschiedliche Einsatzzwecke auszuwählen.
DT Swiss verwendet Buchstabenkombinationen, um die Produktlinien und deren Verwendungszweck zu kennzeichnen. Oft sind diese Bezeichnungen eine Kombination aus einem oder mehreren Buchstaben und Zahlen.
- R steht bei DT Swiss für Produkte, die speziell für den Straßenradsport entwickelt wurden. Diese Komponenten sind in erster Linie für Rennräder und für den Einsatz auf asphaltierten Straßen ausgelegt. Sie zeichnen sich oft durch Leichtigkeit und Aerodynamik aus, um die Geschwindigkeit zu maximieren.
- M steht für Mountainbike-Produkte. DT Swiss bietet eine breite Palette an Mountainbike-Komponenten an, die speziell für den Einsatz im Gelände entwickelt wurden. M 1900 SPLINE: Ein vielseitiges, robustes Laufrad für den Einsatz auf Trails und im Gelände.
- X steht für Cross Country und kennzeichnet Produkte, die für diese Disziplin des Mountainbikings optimiert sind. Cross-Country-Rennen (XC) erfordern eine besondere Kombination aus Leichtigkeit und Robustheit, da die Fahrer sowohl schnelle Anstiege als auch Abfahrten meistern müssen.
- E steht für Enduro, eine Disziplin des Mountainbikings, die sowohl technische Abfahrten als auch anspruchsvolle Anstiege umfasst. Enduro-Produkte von DT Swiss sind für die extremen Belastungen optimiert, die bei langen Abfahrten und harten Geländebedingungen auftreten. E 1900 SPLINE: Ein Enduro-Laufrad, das speziell für harte Trails und technische Abfahrten entwickelt wurde.
- H steht für Hybrid, was bedeutet, dass diese Produkte speziell für den Einsatz an E-Bikes entwickelt wurden. E-Bikes haben aufgrund ihres Motors und Akkus ein höheres Gewicht, und die Komponenten müssen daher stärker und robuster sein, um den zusätzlichen Belastungen standzuhalten. H 1900 SPLINE: Ein Laufrad, das für E-Mountainbikes entwickelt wurde.
- P steht für Performance und kennzeichnet Produkte, die für leistungsorientierte Fahrer entwickelt wurden. Diese Komponenten sind in der Regel leichter und bieten eine bessere Leistung als Standardprodukte.
- ARC steht für Aero Road Carbon und wird für aerodynamische Rennrad-Laufräder verwendet, die aus Carbon gefertigt sind. Diese Laufräder sind speziell für Zeitfahren und Triathlons entwickelt worden, wo Aerodynamik und Gewicht eine entscheidende Rolle spielen.
- EX steht für Extreme Enduro und wird für die extremsten Enduro- und Downhill-Komponenten von DT Swiss verwendet.
- G steht für Gravel, eine relativ neue Disziplin im Radsport, die das Fahren auf unbefestigten Wegen und Schotterstraßen beinhaltet. Die Produkte der G-Serie sind eine Mischung aus den Eigenschaften von Straßen- und Mountainbike-Komponenten.
- RR steht für Road Race und kennzeichnet Rennradprodukte, die für den Wettkampfeinsatz optimiert sind. Diese Komponenten sind extrem leicht und steif, um die beste Leistung auf der Straße zu gewährleisten.
Die Buchstabenkürzel bei DT Swiss sind ein praktisches System, das es ermöglicht, schnell zu erkennen, für welchen Einsatzzweck eine bestimmte Komponente gedacht ist. Von Straßen- und Mountainbike-Komponenten bis hin zu speziellen Lösungen für E-Bikes und Enduro bietet DT Swiss ein breites Spektrum an Produkten, die durch ihre Buchstabenkombinationen klar voneinander abgegrenzt sind.
Mountainbike Federung: Was bedeutet SAG am MTB, welche Begriffe bei der Federgabel?
Ein weiterer wichtiger Aspekt im Mountainbike-Bereich ist die Federung. Hier gibt es einige grundlegende Begriffe, die jeder Mountainbiker kennen sollte.
SAG (Negativfederweg)
Der Negativfederweg - bekannter unter dem Begriff SAG beim Mountainbike - ist der Teil des Federwegs, welcher allein durch das Fahrergewicht komprimiert wird. Normalerweise sollte der SAG bei MTB-Federgabel und Dämpfer zwischen 15-30 % des maximal zur Verfügung stehenden Federwegs einnehmen.
Es gilt grundsätzlich: Je weniger SAG, desto straffer, aber auch unsensibler wird das Fahrwerk des Bikes. Den SAG können Sie über die Federhärte einstellen.
Mit Hilfe der Gummiringe an Federgabel und Dämpfer können sie ihren Negativfederweg, auch SAG am MTB genannt, leicht überprüfen.
Federhärte
Bei hochwertigen Mountainbike-Dämpfern und MTB-Federgabeln lässt sich die Federhärte über eine Luftdruckkammer an das Gewicht des Fahrers anpassen. Mehr Druck in der Luftkammer des Federelements bedeutet dabei ein strafferes Fahrwerk. Die optimale Federhärte liegt bei einem eingestellten SAG von 15-30 % (siehe auch SAG/Negativfederweg oben).
Downhill- oder Freeride-Bikes können anstatt der Luftkammer auch Stahlfedern verwenden, um die Federhärte einzustellen. Um die Federhärte bei Stahlfederelementen anzupassen, kann bis zu einem gewissen Grad mit der Vorspannung der Feder gearbeitet werden. Bei völlig unpassenden Federn zum Fahrgewicht muss die komplette Feder ausgetauscht werden.
Druckstufe (Compression)
Die Druckstufe (Dämpfung) ist nicht zu verwechseln mit der Federhärte. Die Druckstufe bestimmt die Einfedergeschwindigkeit des Federelements und wird über einen separaten Ölkreislauf reguliert. Bei voller Druckstufe federt die Gabel bzw. der Dämpfer sehr langsam ein, das Fahrwerk wirkt dadurch straff, sportlich und gibt dem Fahrer deutliche Rückmeldung über den Untergrund.
Günstige Federgabeln und Dämpfer haben eine voreingestellte Druckstufe. Teure Modelle geben dem Kunden die Möglichkeit, die Druckstufe meist über blaue Drehknöpfe selbst einzustellen. Bei Enduro- und Downhill-Gabeln besteht zudem eine Unterteilung in High- und Lowspeed-Druckstufe.
Lowspeed Druckstufe
Beim Durchfahren von größeren Bodenwellen, Kompressionen oder Anlieger-Kurven ist die Lowspeed-Druckstufe gefragt. Sie regelt die langsamen, weichen Beanspruchungen auf das Fahrwerk des Mountainbikes. Je härter sie eingestellt ist (Drehknopf auf Plus), desto straffer bleibt das MTB-Fahrwerk in den beschriebenen Situationen.
Highspeed Druckstufe
Bei schnellen, schlagartigen Beanspruchungen des Fahrwerks wie z.B. bei Landungen nach Sprüngen, schnellen Wurzelpassagen oder beim Überrollen von Geländekanten wird die Highspeed-Druckstufe beansprucht. Dreht man den Einstellknopf für die Highspeed-Druckstufe in Richtung „plus“, verhärtet die MTB-Federgabel in den angesprochenen Situationen.
Rennfahrer bevorzugen eine hohe Druckstufe, um möglichst viel Druck zwischen Reifen und Untergrund herzustellen. Jedoch wirkt sich bei langen Abfahrten eine zu hohe Highspeed-Druckstufe in der Federgabel ermüdend für den Oberkörper aus.
Zugstufe (Rebound)
Die Zugstufe wird wie die Druckstufe über einen Ölkreislauf geregelt, bestimmt die Ausfedergeschwindigkeit des MTB-Fahrwerks und ist wie die Druckstufe ein Teil der Dämpfung. Grundsätzlich gilt: Bei höherem Fahrergewicht und damit einhergehender höheren Federhärte muss auch die Zugstufe der MTB-Federelemente erhöht werden.
Wenn Sie die Federgabel im Stand drücken und im komprimierten Zustand die Hände vom Lenker nehmen, sollte das Vorderrad beim Ausfedern der Gabel den Kontakt zum Boden nicht verlieren. Verspringt das Vorderrad dennoch leicht, sollte die Zugstufe erhöht werden (meist über einen roten Drehknopf an der Unterseite der Federgabel). Gleiches gilt bei MTB-Fullys für das Hinterrad.
Ist zu wenig Zugstufe im Fahrwerk eingestellt, springt das Bike auf dem Trail nervös hin und her und ist deutlich schwerer zu kontrollieren.
Plattform an Federgabel/Dämpfer
Beim Zuschalten der Plattform wird die Druckstufe im Dämpfer oder der Gabel deutlich erhöht, um Antriebseinflüsse oder ein Wippen des Fahrwerks beim Bergauffahren mit dem MTB zu unterbinden. Nicht alle Federelemente verfügen über einen solchen Plattform-Modus.
Remote / Lenkerfernbedienung
Als Remote wird die Lenkerfernbedienung von Federelementen - aber auch von absenkbaren Sattelstützen - bezeichnet. Über einen am Lenker montierten Hebel kann das Fahrwerk über einen Seilzug oder eine Hydraulikleitung blockiert - oder auch eine Sattelstütze abgesenkt - werden.
Hinterbau-Systeme am Mountainbike
Eingelenker (abgestützter Eingelenker) Hinterbau beim MTB
Fullys (= vollgefederte Mountainbikes), welche im Wesentlichen nur ein Gelenk haben, um das sich der Hinterbau dreht, werden als Eingelenker bezeichnet. Sind weitere Hebel oder Lager verbaut, die dabei nur zur Abstützung des Hinterbaus dienen, dessen Raderhebungskurve aber nicht verändern, spricht man von einem abgestützten Eingelenker.
Viergelenker-Hinterbau beim MTB
Ein klassischer Viergelenker-Hinterbau am Mountainbike zeichnet sich neben der Anzahl von vier Gelenken vor allem durch den Horst Link aus. Der Horst Link ist ein Gelenk, das in der Kettenstrebe unterhalb der Radachse sitzt und durch seine Bewegung eine Nach-oben-Rotation des Hinterbaus beim Einfedern ermöglicht.
Neben klassischen Viergelenkern und Eingelenkern gibt es noch zahlreiche andere Hinterbau Systeme wie beispielsweise den VPP- oder den DW-Link-Hinterbau. Grundsätzlich gilt: Die Zahl der Gelenke lässt keine Aussage über die Funktion des Hinterbaus treffen.
VPP-Hinterbau / virtueller Drehpunkt
Auch bei Fullys mit einem virtuellem Drehpunkt (auch Viergelenker mit Horst-Link) gibt es zwar einen Bezugspunkt, um den sich die Hinterradachse (A im Bild) bewegt, allerdings wandert dieser im Verlauf des Einfederns. Verlängert man die Hebel, die den Hinterbau mit dem Hauptrahmen verbinden, in einer gedachten Linie, lässt sich am Schnittpunkt der virtuelle Drehpunkt (IC im Bild) bestimmen.
Federt der Hinterbau weiter ein, wandert der Drehpunkt auf einer Kreisbahn nach hinten unten. Bei solchen VPP-Systemen ist die Lage im SAG-Bereich besonders wichtig.
Standards am Mountainbike
Kettenlinie
Die Kettenlinie beschreibt den Abstand vom Kettenblatt zur Mitte des Tretlagers. Bei Dreifach-Antrieben bezieht man sich dabei auf das mittlere, bei Zweifach-Antrieben auf das große Kettenblatt. Bei einer geringen Kettenlinie um die 47 mm hat die Kette vor allem in den kleineren Berggängen weniger Schräglauf, der Antrieb wird dadurch effizienter. Die normale Kettenlinie liegt bei 49 mm. Der 2015 eingeführte Boost-Standard hat eine Kettenlinie von 52 mm, einhergehend mit der breiteren Hinterradnabe (nach außen versetzte Kassette).
Steckachsen
Steckachsen lösen am Mountainbike die lange bewährten Schnellspanner zum Einbau der Laufräder ab. Der exakte Sitz und die erhöhte Steifigkeit gegenüber dem Schnellspanner sind deren größte Vorteile. Einen einheitlichen Achsstandard gibt es allerdings nicht. Am Vorderrad gibt es Stechachsen in den Dimensionen 110x20 mm, 100x15 mm und 110x15 mm (Boost Maß). Am MTB-Hinterrad überwiegt die X12-Achse mit 142x12 mm oder der im Jahr 2015 neu eingeführte Boost-Standard mit 148x12 Millimeter.
Direct Mount (Umwerfer Standard)
Der Direct Mount Standard ist der mittlerweile am häufigsten verbaute Umwerfer-Standard an modernen Mountainbikes. Hier wird der Umwerfer auf einem speziellen Sockel am Sitzrohr mit einer Inbus-Schraube montiert. Durch den Sockel ist der Umwerfer verdrehsicher. Andere Standards für Umwerfer am Mountainbike sind E-Type oder die herkömmliche Montage über eine Umwerferschelle, welche um das Sitzrohr geschraubt wird.
ISCG (Standard für Kettenführung)
ISCG ist die Abkürzung für „International Standard Chain Guide“ und beschreibt eine Montagemöglichkeit von Kettenführungen am Rahmen. Der aktuellste Standard (Stand 2015) ist dabei die ISCG 05-Version. Kettenführungen können hier mit drei Schrauben rund um das Tretlager am Rahmen befestigt werden.
Q-Faktor bei Fahrradkurbeln
Der Q-Faktor beschreibt die Baubreite der Kurbel. An Fatbikes müssen aufgrund der breiten Reifen auch breitere Kurbeln verbaut werden, um Platz für den Hinterbau zu schaffen. Deshalb haben sie einen erhöhten Q-Faktor. Normale Werte für den Q-Faktor an modernen Mountainbikes liegen zwischen 156-173 Millimeter.
MTB-Reifen Lexikon: Diese Begriffe sollten Sie kennen!
Karkasse
Der generelle Aufbau des MTB-Reifens - unbeachtet von Profil und Gummimischung - wird als Karkasse bezeichnet. Die Karkasse variiert stark je nach Einsatzbereich. Bei schweren Enduro-Reifen steht die Pannensicherheit und somit eine besonders stabile Karkasse im Vordergrund. Bei Cross Country-Reifen versucht man mit deutlich leichteren Karkassen hohe Komfortwerte und bessere Rolleigenschaften zu generieren.
Gummimischung
Sie ist ausschlaggebend für den Rollwiderstand und die Eigenschaften eines MTB-Reifens. Weichere Gummimischungen rollen schlechter und verschleißen schneller, weisen dafür aber eine höhere Dämpfung und vor allem besseren Nassgrip auf. Generell werden Vorderreifen an Mountainbike in einer weicheren Mischung gefahren, um Grip aufzubauen. Für den Reifen am MTB-Hinterrad wählt man oft eine härtere Mischung, um den Rollwiderstand und den Verschleiß gering zu halten. Manche Hersteller verwenden in einem Reifen unterschiedliche Gimmimischungen in verschieden Bereichen. Mehr dazu siehe “Compound”.
EPI / TPI
Die Abkürzung für End per Inch oder Threads per Inch (Fäden pro Zoll) gibt an, wie fein und engmaschig eine Reifenkarkasse gewebt ist. Je höher der Wert, desto feiner sind die Fäden und desto geringer das Gewicht. Üblich sind 60 bis 127 TPI. Enduro- und Downhill-Reifen haben in der Regel grobe 60 TPI, Cross-Country-Reifen feinere und flexiblere Karkassen bis 127 TPI.
PSI / BAR
Pound per Square Inch (Pfund pro Quadrat-Inch) ist eine Druckangabe. Im deutschsprachigen Raum ist die Angabe in bar geläufiger. 14,5 PSI entsprechen einem Druck von einem bar.
Schutzgürtel / Apex
Ein Schutzgürtel soll Pannen verhindern und besteht meist aus einer zusätzlichen Gewebe- oder Gummilage unter der Lauffläche oder in der Seitenwand. Die verstärkte Seitenwand soll den Reifen unempfindlich gegenüber scharfkantigen Steinen machen, während der Gummischutz in der Flanke (Apex genannt) Durchschläge auf das Felgenhorn minimieren soll.
Tubeless-Ready bzw. Easy
Neben dem klassischen Tubeless- oder auch UST-Reifen gibt es immer mehr sogenannte Tubeless-ready-Reifen. Diese Mountainbike-Reifen können mit Schlauch oder in Verbindung mit einer dichtenden Latexmilch gefahren werden. Neben einer speziellen Ausformung des Wulstes soll ein kleinerer Innendurchmesser die Montage erleichtern.
Reifengröße
Üblicherweise befinden sich auf den Reifen eine Zollangabe für Durchmesser und Breite (z. B. 27,5 x 2,4) und ein Wert nach Europäischer Norm ETRTO (62-584). Der erste Wert steht für die Breite, der zweite für den Innendurchmesser des MTB-Reifens in Millimeter.
Gummihärte / Shore
Die Einheit Shore beschreibt die Härte einer Gummimischung. Je niedriger der Wert (z. B. 40 A) desto weicher ist die Mischung.
Compound
Compound bedeutet Mischung oder Verbund. Manche Fahrradreifen besitzen eine Mehrfachgummimischung innerhalb eines Reifens, um verschiedene Anforderungen wie leichtes Rollen, gute Traktion und Pannenschutz besser in Einklang zu bringen. So sollen härtere Gummimischungen im zentralen Bereich der Lauffläche Rollwiderstand sowie Verschleiß senken und weichere Mischungen auf den Außenflanken den Kurvengrip erhöhen. Während Schwalbe und Maxxis beispielsweise Mountainbike-Reifen mit drei unterschiedlichen Gummimischungen anbieten, gibt es bereits erste Reifenmodelle mit vier Mischungen (Vittoria). Im Gegensatz dazu setzt Continental auf Single-Compound-Reifen.
Speichenwinkel und Laufradsymmetrie
Ein steifes und dauerhaft haltbares Laufrad ist immer das Ergebnis mehrerer Faktoren: Speichenspannung, Speichenwinkel und die Symmetrie sind neben den Einzelkomponenten wie Naben, Speichen und Felgen nur die wichtigsten. Die Winkel aus den Nabenflanschen und den Nippellöchern spannen quasi ein Dreieck auf. Die beiden Basiswinkel, an denen sich das Laufrad "abstützt", sind dabei sehr groß, während der Winkel an der Felge sehr klein ist.
Je größer der Flanschabstand bei der Nabe, desto "breitbeiniger" und damit stabiler ist das Laufrad. Und genau das macht Boost, indem es den Platz schafft, um die Nabenflansche weiter auseinanderzustellen - vorne um 10, hinten um 6 Millimeter.
Weil die Kassette auf der Antriebsseite aber mehr Platz braucht, wie die Bremsscheibensockel, ist das Laufrad auch mit Boost weiterhin asymmetrisch aufgebaut. Das Symmetrieproblem und die damit ungleiche Abstützung versucht man üblicherweise dadurch auszugleichen, dass man hinten die Speichen der Antriebsseite und vorne die Speichen der Bremsseite deutlich stärker spannt. Ungleiche Spannungen wirken sich aber immer negativ auf die Dauerhaltbarkeit des Gesamtsystems Laufrad aus.
Was ist der Boost-Standard am MTB?
Aus dem offenen Standard Boost 148/110, den ursprünglich Trek zusammen mit Sram für die Saison 2015 präsentiert hatte, ist ein neuer Trend bei Mountainbikes geworden und im Jahr 2023 nicht mehr wegzudenken bei modernen Bikes. Es handelt sich hierbei um breitere Achsabstände - 148 statt 142 Millimeter hinten und 110 statt 100 Millimeter vorne.
Die Idee ist, dass dadurch die Steifigkeit von (29 Zoll) Laufrädern erhöht wird, weil die Nabenflansche auf jeder Seite um ein paar Millimeter nach außen wandern und sich die Speichen breiter abstützen. Die Entwickler erwarten sich von Boost ein präziseres Fahrverhalten, außerdem ermöglicht...
MTB: Die Abkürzung für Mountainbike
Für die Frage nach "Abkürzung: Mountainbike" gibt es die Antwort MTB. Mit nur 3 Buchstaben ist diese Lösung viel kürzer als die meisten zum Thema Abkürzungen.
Mountainbike: Mehr als nur ein Fahrrad
Das Mountainbike ist das perfekte Sportgerät für alle, die Spaß an schnellem, actionreichem Radsport haben und gerne in der Natur unterwegs sind. Die ersten Mountainbiker waren Downhiller in Kalifornien, die die Räder immer weiter verbesserten und robustere Sportgeräte bauten.
Obwohl der Mountainbike Sport verglichen mit dem Straßenradsport rund um das Rennrad noch relativ jung ist, haben sich bereits zahlreiche verschiedene Disziplinen und Verwendungszwecke für Mountainbikes entwickelt. Mountainbikes selbst unterscheiden sich je nach Einsatzbereich deutlich voneinander. Ob Cross-Country, Trail, Enduro, Downhill, Dirtjump oder E-MTB - die Bandbreite ist riesig und es gibt MTBs für unterschiedlichste Disziplinen. Dabei sind die Einsatzzwecke ebenso vielseitig wie das Material.
Hardtail oder Fully Mountainbike?
Die wichtigste Unterscheidung im Mountainbike-Bereich liegt zwischen dem Hardtail- und Fully-MTB. Beide Fahrräder besitzen an der Front eine gefederte Gabel. Damit geht es sicher und komfortabel durch jedes Gelände und Schlaglöcher verlieren gerade bei anstrengenden Trailrides oder auf Feld- und Waldwegen ihren Schrecken.
Im Vergleich zum Fully-MTB wird beim Hardtail-Mountainbike darüber hinaus jedoch keine weitere Federung verbaut. Während die gefederte Gabel am Vorderrad mittlerweile nicht nur am Mountainbike, sondern auch an Trekkingbikes, Crossbikes und Citybikes zur Standardausstattung gehört, haben einige Bikes noch eine zusätzliche Federung am Hinterrad verbaut - Fully-MTB genannt. Ein Fully ist also ein voll gefedertes Bike. Zusätzlich zu der Federgabel vorne kommt ein spezieller Hinterbau mit Federelement im Heck zum Einsatz.
Beide Fahrradtypen sind für unterschiedliche Einsatzzwecke im Mountainbike-Segment gebaut. Während das Hardtail-MTB eher für ausdauernde Fahrten und längere Touren auf Trails ausgelegt ist, glänzt das Fully vor allem im Downhill auf anspruchsvollen Trails.
Mountainbikes kaufen: Welche Radgrößen gibt es?
Ursprünglich wurde eine kleine 26-Zoll-Bereifung an den MTBs verbaut. Mittlerweile werden jedoch hauptsächlich größere Reifen in den Größen 27,5 Zoll und 29 Zoll genutzt. Die große 29-Zoll-Bereifung bietet ein komfortables und sicheres Fahrgefühl. Unebenheiten im Untergrund lassen sich damit leicht überrollen. Diese Reifengröße ist vor allem für Mountainbike-EinsteigerInnen perfekt. 29-Zoll-Reifen stehen gleichzeitig auch für Geschwindigkeit und eine gute Traktion.
Wenn du mehr Wendigkeit und Spritzigkeit suchst, bist du mit einem MTB besser beraten, an dem 27,5-Zoll-Reifen verbaut sind. Die kleineren Reifen sorgen für eine höhere Agilität und Wendigkeit. Das macht sich vor allem bei engen Kurven und Sprüngen bemerkbar. Die Auswahl an MTBs mit verschiedenen Reifengrößen ist so groß, dass du jederzeit flexibel entscheiden kannst, mit welchem Bike du die Trails rocken willst.
Dieses Rad ist besonders für den Einsatz abseits befestigter Straßen ausgerichtet. Als sportlicher Begleiter im Gelände hat das Mountainbike einen leichten Rahmen mit entsprechender Ergonomie und robuste Reifen. Deshalb verfügt es i. d. R. nicht über die von der in Deutschland geltenden StVZO geforderten Komponenten wie Beleuchtung, Klingel oder Rückstrahler.
Je nach sportlicher Aktivität bieten wir Ihnen verschiedene Ausführungen an Mountainbikes: Das sgn. "Hardtail" (mit einer vorderen Federgabel) oder das sgn.
Eine Mischung aus Mountainbike und Fitnessbike ist das Crossbike (Cross-Fahrrad). Es hat überwiegend die Komponenten des Mountainbikes, jedoch größere Laufräder, die ein schnelleres Fahren auf z. B. asphaltierten Radwegen erlauben.
Aktuell haben wir 3 Lösungen für die Kreuzworträtselfrage (geländegängiges Fahrrad). Eine davon wäre BMXRAD. Mit 6 Buchstaben ist die Rätselantwort BMXRAD länger als viele Rätselantworten der Fragen in der Kategorie.
Zusammenfassung der wichtigsten Abkürzungen
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| MTB | Mountainbike |
| SAG | Negativfederweg am MTB |
| ISCG | International Standard Chain Guide |
| PSI | Pound per Square Inch |
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