E-Bike im Winter: Tipps für sicheres und müheloses Fahren

E-Bikes sind nicht nur im Sommer eine großartige Möglichkeit, um von A nach B zu kommen. Auch im Winter bieten sie eine umweltfreundliche und praktische Alternative zum Auto. Zweiräder, vor allem E-Bikes, sind auch bei niedrigen Temperaturen im Herbst und Winter weiter angesagt, wenn es um die Fortbewegung auf dem Arbeitsweg und im ganz alltäglichen Leben geht. Egal ob bei Regen, Schnee oder Kälte. E-Bikes sind auch bei niedrigen Temperaturen praktische Fortbewegungsmittel.

E-Bike-Nutzung im Herbst und Winter

Solange die Witterungsbedingungen nicht zu extrem sind und du dich selbst sicher und wohl auf deinem E-Bike fühlst, spricht nichts gegen eine Nutzung des E-Bikes - selbst bei nasskaltem Wetter. Vielmehr kann eine Tour über die laubbedeckten Wege des Herbstwaldes oder durch die vitalisierende Kälte klarer Wintertage ein ganz neues Fahrgefühl vermitteln. Natürlich solltest du aber gerade bei ungewohnten Straßen- und Untergrundverhältnissen immer Wert auf einen angemessenen und vorsichtigen Fahrstil legen.

Voraussetzungen für die Nutzung im Winter

Generell können E-Bikes wie Fahrräder ohne elektrischen Antrieb im Winter verwendet werden. Der Antrieb ist für das Fahren bei Kälte, Regen und ähnlichen Witterungen ausgelegt. Trotzdem gibt es einige wichtige Punkte, die beachtet werden sollten, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

E-Bike Winterfest Machen

Um auch in der kalten Jahreszeit mühelos voranzukommen, solltest du dein E-Bike winterfest machen und die Herbstzeit nutzen, einen professionellen Service in Anspruch zu nehmen. Gerade in der nasskalten Herbstzeit kannst du die Chance gut nutzen, um dein E-Bike winterfest zu machen und es einer Generalüberholung zu unterziehen.

Materialprüfung und Pflege

Das Material sollte auf seine Funktion geprüft werden, denn es gibt nichts Schlimmeres, wenn dies schlecht oder gar nicht funktioniert.Außerdem empfehlen wir eine regelmäßige Pflege des Materials:

Prüfung folgender Rad-Teile:

  • Bremsen: Aufgrund von Salz, Dreck und anderen Faktoren ist der Verschleiß der Beläge höher. Achte daher darauf, dass noch genügend Bremsbelag vorhanden ist. Generell sind Scheibenbremsen etwas besser als Felgenbremsen, da diese technisch bedingt einen kürzeren Bremsweg bei widrigen Bedingungen haben.
  • Beleuchtungssysteme: In der kalten Jahreszeit ist es extrem wichtig, eine einwandfreie Fahrradbeleuchtung zu haben. Hier kann es sogar empfehlenswert sein, auf neuwertige LED-Technik umzurüsten.
  • Antrieb: Ähnlich wie bei der Bremse ist auch der gesamte Antriebsstrang von Kettenblätter, Kassette und Kette durch die entsprechende Witterung stärker beansprucht. Der Verschleiß lässt sich mittels einer Messlehre prüfen.
  • Reifen, Griffe und Pedale: Sind starke Abnutzungen wie Risse oder Materialbrüche zu erkennen? Dann ist es ratsam, die Teile auszutauschen.

Regelmäßige Pflege:

  • Eine regelmäßige Pflege ist sehr wichtig; vor allem die Kette regelmäßig reinigen und ölen. Sie leidet am meisten unter Nässe und Schmutz.
  • Generell gilt: keine Reinigung mit dem Hochdruckreiniger. Eine unsachgemäße Nutzung damit kann sowohl die Elektronik als auch die Lager zerstören.

Verschleiß vermeiden

Aufgrund schlechter Wetterverhältnisse bedarf es der regelmäßigen Kontrolle und Pflege technischer E-Bike Komponenten. Besonders die Bremsbeläge und die Kette des E-Bikes sind im Winter aufgrund von Dreck, Schmutz und Streusalz oftmals einem größeren Verschleiß ausgesetzt. Um Verschleiß auch selbstständig vorzubeugen, solltest du dein E-Bike stetig von Schmutz und Dreck befreien.

Reinigungsmittel: Dafür eignen sich die Reinigungsmittel von Muc-Off, da diese besonders schnell und effektiv wirken. Nachdem du dein Bike eingesprüht und das Mittel hast einwirken lassen, kannst du es einfach mit Wasser abwaschen und über wenige Stunden trocknen lassen oder selbst abtrocknen.

Kettenpflege: Zum Einölen eignen sich spezielle Kettenöle und Kettenschmiere, wie das Muc-Off Wet Lube, die besonders bei feuchten Wetterbedingungen förderlich sind. Nachdem du die Kette eingeölt hast, kannst du sie durch einen Lappen mit Autopolitur ziehen. Die in der Autopolitur enthaltenen Wachse sorgen dafür, dass das Kettenöl länger an der Kette haften bleibt. Auf trockene Öle oder Fette, wie Kettensprays aus dem Motorradbereich, solltest du hingegen verzichten.

Der E-Bike Akku im Winter

Moderne E-Bike-Akkus können niedrige Temperaturen gut wegstecken. Aber wie im Sommer bei heißen Temperaturen solltest du hier auf extreme Temperaturen achten. Den Akkus fühlen sich zwischen 0 und 20 Grad am wohlsten und bei Minusgraden kann die Leistungsfähigkeiten erheblich abnehmen.

Wie verhält sich der E-Bike-Akku bei Kälte?

Moderne Lithium-Ionen-Akkus sind robust und können auch bei kalten Temperaturen betrieben werden. Allerdings fühlen sie sich bei Temperaturen zwischen 5 und 30 Grad Celsius am wohlsten. Bei Kälte erhöht sich der elektrische Widerstand im Akku, was zu einer geringeren Leistungsfähigkeit führt. Dies bedeutet, dass sich die Reichweite deines E-Bikes verringern kann.

Die richtige Lagerung des Akkus

Die ideale Lagertemperatur für einen E-Bike-Akku liegt zwischen 0 und 20 Grad Celsius, wobei 10 Grad optimal sind. Lagere den Akku an einem trockenen, geschützten Ort. Es ist besser, den Akku ins Warme zu nehmen, wenn du dein E-Bike draußen lässt. Richtig und sinnvoll ist es, dass der E-Bike-Akku nach dem Fahren geschützt und trocken gelagert wird - am besten bei Raumtemperatur.

Akkupflege im Winter

An sich ist ein Akku sehr pflegeleicht und benötigt kaum Pflege. Im Winter benötigt er aber etwas mehr Aufmerksamkeit, damit er keinen Schaden nimmt.

  • Wohlfühltemperatur: Ähnlich wie bei uns Menschen hat der Akku auch eine Wohlfühltemperatur. Diese liegt zwischen 10°C und 25°C. In diesem Temperaturbereich arbeitet er am effizientesten. Im Umkehrschluss heißt das, dass er bei Temperaturen unter 10°C an Kapazität einbüßt und die Reichweite sinkt. Bei wärmeren Temperaturen erhält der Akku seine ursprünglich Kapazität wieder zurück.
  • Lagerung: Lagere den Akku nicht draußen, sondern nehme ihn mit in das Haus oder Büro, damit er vor den Witterungen geschützt ist.
  • Ladevorgang: Lade den Akku erst, wenn er Raumtemperatur angenommen hat. Im Extremfall kann sonst der Seperator zu Schaden kommen und einen Kurzschluss verursachen. Der Akku kann ohne Bedenken zwischen geladen werden. Er muss weder komplett leer sein, noch muss er vollständig geladen werden.
  • Nutzung während der Fahrt: Aus diesen Gründen empfiehlt es sich, den Akku erst kurz vor Antritt der Fahrt an das Rad zu montieren und von Beginn an mit einer leichten Unterstützung zu fahren. So kühlt der Akku nicht aus, da er bei der Verwendung Eigenwärme produziert.

Weitere Tipps zur Akkupflege

  • Lade den Akku bei Bedarf und halte ihn zwischen 20 und 80 Prozent geladen.
  • Lass den Akku auf Raumtemperatur kommen, bevor du ihn wieder auflädst.
  • Während deiner Fahrt machen winterliche Minusgrade deinem E-Bike Akku nicht viel aus. Durch die aktive Stromentnahme ist der Akku in der Lage, sich warmzuhalten. Um diesen Effekt zu unterstützen, können Akkuhüllen aus Neopren angebracht werden. Neoprenhüllen helfen dem E-Bike Akku dabei, die Wärme beizubehalten. Da sich der Akku bei niedrigen Temperaturen dennoch schneller entladen kann, ist es sinnvoll, das Ladegerät stets dabei zu haben.

Schutzhülle für den E-Bike-Akku

Da stellt sich die Frage: Ist eine Akku-Schutzhülle überhaupt sinnvoll? Messungen haben gezeigt, dass eine Akku-Schutzhülle die Temperatur tatsächlich erhöht. Vor allem bei günstigeren Akkus rentiert sich laut einem Test der DEKRA der Einsatz einer Neoprenhülle. Der Grund: Die Thermoschutzhülle hält die Wärme länger im Akku und die Reichweite kann so - im Vergleich zum Einsatz ohne Hülle - gesteigert werden.

Die richtige Ausrüstung

Auch im Herbst und Winter kann man problemlos mit dem E-Bike unterwegs sein. Doch Aufmerksamkeit ist geboten, denn es gibt einige, mitunter tückische Fallen - besonders bei Regen und Dämmerung.

Geeignete Kleidung

Die Kleidung für unterwegs sollte nicht zu warm, dafür aber atmungsaktiv, wind- und wasserdicht sein, damit man schön trocken bleibt. Auffällige Farben und Reflektoren an Jacke und Hose sorgen für Sichtbarkeit und Sicherheit beim Fahren. Warm und dennoch atmungsaktiv - das ist die perfekte E-Bike-Bekleidung im Winter. Bist du mit deinem E-Bike oder E-Mountainbike sportlich in der Natur unterwegs, dann ist es wichtig, dass du in der kalten Jahreszeit warm bleibst, aber gleichzeitig nicht zu stark ins Schwitzen gerätst und dadurch schneller auskühlst. Verzichte auf Kleidung aus Baumwolle, da sich hier die Wärme staut und du stärker schwitzt. Besser ist Funktionswäsche, die atmungsaktiv ist. Trage Kleidung nach dem Zwiebelprinzip, das aus mehreren Schichten besteht.

Weitere Tipps zur Kleidung

  • Kopfbedeckung: Über den Kopf verlieren wir extrem viel Wärme. Daher ist eine winddichte Helmmütze oder ein Stirnband eine sehr gute Lösung. Sie passen sehr gut unter den Helm. Auch Helmcover schützen etwas vor dem kalten Fahrtwind, sind aber bei weitem nicht so effektiv wie die genannten Schutz-Utensilien aus Stoff.
  • Gesichtsschutz: Das Gesicht ist besonder kälteempfinglich. Hier empfiehlt sich ein Schlauchtuch oder eine Gesichtsmaske. In Extremfällen kann auf freie Hautstellen eine schützende bzw. wärmende Creme aufgetragen werden.
  • Handschuhe: Gute Handschuhe sind im Winter unverzichtbar. Besonders interessant sind die “Hummer-Fäustlinge”, bei denen zwei Finger zusammen im Handschuh stecken. Diese halten die Hände besser warm als gewöhnliche Handschuhe und die Handfunktion ist kaum eingeschränkt.
  • Fußschutz: Auch die Füße benötigen einen besonderen Schutz. Spezielle Winterschuhe mit höherem Schaft und Fütterung sind eine gute Option. Außerdem halten Thermo Überschuhe aus Neopren oder einem ähnlichen Material die Füße gut warm und sind etwas kostengünstiger. Bei Bedarf können zusätzlich beheizbare Einlegesohlen die Füße wie eine Sitzheizung im Auto wärmen.

Helm tragen

Der Fahrradhelm ist zu jeder Jahreszeit ein unverzichtbares Accessoire. Die Risiken eines Sturzes werden durch die typischen „Herbstfallen“ allerdings erhöht.

Beleuchtung

Kurze Tage, lange Nächte. Auch schon tagsüber, spätestens in der Dämmerung muss mit dem Rad in der kalten Jahreszeit mit Licht gefahren werden. Vorder- und Rücklicht sowie Reflektoren müssen richtig funktionieren und vorschriftsmäßig angebracht sein - auch beim E-Bike oder Pedelec. Im Winter mit dem E-Bike pendeln bedeutet auch: in der Dunkelheit zur und von der Arbeit zurückfahren. Außerdem wird es im Winter tagsüber gerne schnell trüb und diesig, was die Sicht beeinträchtigt. Umso wichtiger ist es, dass dein E-Bike über die passende Beleuchtung verfügt. Gerade bei Nebel und Dämmerung werden E-Bikes und Radfahrer leicht übersehen. Zusätzlich zur richtigen Beleuchtung ist reflektierendes Material an deiner Bekleidung ein enormes Sicherheits-Plus.

Winterreifen

Wie auch für das Auto gibt es für das E-Bike passende Winterreifen. Denn niedrige Temperaturen können die Reifen porös machen und benötigen andere Gummimischungen.

  • Für die Stadt: Ganzjahresreifen mit einer Gummimischung, die auch für niedrige Temperaturen geeignet ist, oder Winterreifen, die mit einem Granulat in der Lauffläche mehr Gripp bieten, besonders bei frostigen Temperaturen mehr Sicherheit.
  • Für das Gelände: Spike-Reifen, die für bessere Haftung bei Eis und Schnee sorgen. Doch aufgepasst: Spike-Reifen bieten einen höheren Rollwiderstand und müssen vor der Nutzung erst eingefahren werden.

Egal ob du mit speziellen Winterreifen oder „normalen“ Pneus unterwegs bist - lass bei niedrigen Außentemperaturen mit Schnee und Eis etwas Luft aus den Reifen.

Weitere Ausrüstung

  • Zusätzlich können zum Beispiel All-Terrain Reifen die Fahrsicherheit erhöhen, da sie über ein gröberes Profil als normale Reifen verfügen und somit mehr Traktion und Halt bieten.
  • Wenn du ein Fahrrad oder ein E-Bike besitzt, dann sollte zu deiner Ausstattung auch eine Fahrradpumpe gehören. Sie hilft dir immer den richtigen Luftdruck im Reifen zu haben.

Sicherheits-Tipps für das Fahren im Winter

Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit stellt sich für viele Radfahrer und E-Bike-Nutzer die Frage, wie sie auch bei winterlichen Bedingungen überhaupt sicher unterwegs sein können.

Allgemeine Vorsichtsmassnahmen

  • Nicht zuletzt Neueinsteiger auf Pedelces oder E-Bikes sollten diese Tipps beachten.
  • Rücksichtsvolles und vorausschauendes Fahren ist besonders im Winter wichtig.
  • Radfahrer sollten immer den Straßenzustand im Auge behalten und auf plötzliche Veränderungen wie Glatteis oder Schneeverwehungen gefasst sein.
  • Im Winter ist es ratsam, die Geschwindigkeit generell zu reduzieren.
  • Nässe und Glätte erhöhen die Rutschgefahr, weshalb längere Bremswege einkalkuliert werden müssen.
  • Die Risiken eines Sturzes werden durch die typischen „Herbstfallen“ allerdings erhöht.
  • Liegt fester Schnee oder ist es glatt, dann solltest du in der Kurve weder treten noch bremsen.
  • Fahr bei Hindernissen, die sich an Radwegen oder auf der Straße befinden und von Schnee bedeckt sein können, wie Längsrillen oder Längskanten, besonders vorsichtig.
  • Vermeide bei Schnee und Eis starke Lenkbewegungen und versuche, statt zu bremsen, das E-Bike ausrollen zu lassen.
  • Fahre bei Glatteis oder Schnee lieber mit weniger Unterstützung, um sicher auf Hindernisse reagieren und rechtzeitig bremsen zu können.
  • Gerade bei der Zufahrt an eine Kreuzung kann das Probleme bei nicht angemessenem Tempo bereiten. Der Bremsweg ist in solch einem Fall definitiv länger.
  • Doch auch beim Beschleunigen und unmittelbar einsetzender Motorunterstützung des E-Bikes zeigt sich Laub auf dem Asphalt als mindestens gewöhnungsbedürftig und sollte achtsam befahren werden.
  • Bei Glatteis ist es hier meistens glatter, da Brücken und Co.
  • Generell sollte man bei extremen Wetterbedingungen sowohl das Rad als auch das Auto stehen lassen. Nur wenn es die Wetterbedingungen und die eigenen Fähigkeiten zulassen, kann man sich mit dem Rad bewegen.
  • Fahre immer mit Helm. Es geht um den eigenen Schutz!

Bremsen und Beschleunigen

  • Vorausschauend fahren und auf richtige Dosierung achten.
  • Scheibenbremsen sind nicht sehr anfällig für Kälte und Nässe. Sie packen aber sehr kräftig zu und der Reibungswiderstand zwischen Rad und Fahrbahn ist dann meist nicht so hoch wie im Sommer.
  • Sturzgefahr besteht für Pedelec und E-Bike-Fahrer außerdem beim Bremsen auf einem Fahrbahnstück mit nassem oder überfrierendem Laub.
  • Das Bremsen in Kurven sollte vermieden werden, da dies die Stabilität des Fahrrads beeinträchtigen und zu Stürzen führen kann.
  • Ideal ist es, die Geschwindigkeit schon vor der Kurve zu reduzieren und diese möglichst gleichmäßig zu durchfahren.
  • Beim Anfahren sollte nicht die höchste Unterstützungsstufe gewählt werden. Fahre in einer geringen Fahrstufe los, um das Durchdrehen des Hinterrades bzw ein Ausrutschen zu verhindern.
  • Ähnlich wie beim Anfahren solltest du auch starkes oder ruckartiges Bremsen vermeiden. So verhinderst du das plötzliche Blockieren der Räder und einen daraus resultierenden Sturz.

Weitere Gefahrenquellen

  • Straßenbahnschienen: Wenn die meist parallel zur Fahrtrichtung verlaufenden Straßenbahnschienen gequert werden müssen, gilt aller höchste Vorsicht, denn der Stahl ist bereits bei Nässe eisglatt. Besonders die tief eingekerbte Fahrrille entlang der Bahntrasse kann der Vorderreifen eines Rads „fangen“, und ein Sturz ist unvermeidbar. Deshalb ist es wichtig, die Schienen immer in einem annähernd rechten Winkel - idealerweise 90 Grad - zu queren.
  • Straßenmarkierungen: Wer mit dem Rad unterwegs ist, sollte auf Sanierungsarbeiten am Straßenbelag und frische Fahrbahnmarkierungen achten. Diese weisen erheblich weniger Reibung auf als bereits vielbefahrene Mittelstreifen, Randmarkierungen oder Abbiegepfeile. Wird auf diesem weiß markierten Untergrund gebremst oder eine Kurve befahren, ist die Haftung deutlich geringer als auf dem reinen Teerbelag der Straße oder des Weges. Behutsam muss man hier auch beimBeschleunigen auf dem E-Bike vorgehen, gerade weil die Unterstützung des E-Bike-Motors oft unerwartet abrupt einsetzt.
  • Gullydeckel: Stahl, zumal nass vom Regen und bei niedrigen Temperaturen, ist so ziemlich der größte Feind von gummierten Reifen. Auf zwei Rädern unterwegs bleibt im Fall eines Falles viel weniger Spielraum, um einen Sturz oder Crash abzuwenden. Deshalb Augen auf, vor allem in der Stadt, wo an jeder Ecke ein Gullydeckel, eine Schachtabdeckung oder ein Abflussgitter am Straßenrand lauern können. Selbst ein kurzer Kontakt damit kann einen E-Bike-Fahrer bereits aus der Bahn werfen.
  • Kopfsteinpflaster: Fast nostalgisch anmutend und eher auf die Innenstadtlagen beschränkt ist das Kopfsteinpflaster eine gewisse Herausforderung an die Fahrkünste aller Fahrradfahrer - mit und ohne Motor. Unebenheiten und eine geringere Haftung sollten stets bedacht werden.

Weitere Tipps für sicheres Fahren

  • Auch Winter- bzw. Spike Reifen schützen nicht immer vor einer Rutschpartie. Daher fahre immer aufmerksam und vorausschauend. Vermeide ruckartige Lenkbewegungen und Schneewälle, da du sonst stürzen kannst.
  • Sollte es doch einmal rutschig werden, dann vermeide das Bremsen und halte die Spur gerade. Lass das Rad ausrollen, bis du wieder auf sicherem Untergrund bist
  • Ein tiefer eingestellter Sattel kann in den Wintermonaten von Vorteil sein. Er ermöglicht einen tieferen Schwerpunkt, was das Fahrrad stabiler macht.

E-Bike Einlagern / E-Bike Überwintern

Möchtest du dein E-Bike im Winter nicht nutzen, es dafür aber einlagern, haben wir folgende Empfehlungen:

  • Reinigung: Das E-Bike nach der Radsaison einfach in den Keller oder die Garage zu stellen ist keine gute Idee. Das liegt daran, dass Verschmutzungen Feuchtigkeit aufnehmen können - das wiederum unterstützt die Rostbildung. Auch an den E-Bike-Akku-Kontakten sollten Dreck oder Spritzwasser vermieden werden.
  • Optimaler Akkuladezustand: Der optimale Akkuladezustand zum Einlagern ist zwischen 30% und 90%. Da der Akku eine leichte Selbstentladung hat, sollte darauf geachtet werden, dass sich dieser nicht tiefenentlädt, da er sonst Schaden nehmen kann. Auch wenn der Akku vollständig aufgeladen ist, belastet dies unnötig die Zellen. Dementsprechend sollte auch ein Ladezustand bei der Einlagerung von 100% vermieden werden.
  • Gründliche Reinigung: Eine gründliche Reinigung ist sehr empfehlenswert. Damit das Rad in einem sauberen Zustand eingelagert wird und über die Dauer keine Korrosionsschäden entstehen. So kann es im Frühjahr mit wenigen Handgriffen wieder startklar gemacht werden.
  • Trockene Lagerung: Das E-Bike sollte möglichst trocken gelagert werden. Stelle das Rad daher nicht vor der Haustüre.
  • Luftdruck der Reifen: Auch im Winter, wenn das Rad ungenutzt bleibt, sollte der Reifendruck nicht außer Acht gelassen werden. Ist der Druck zu niedrig, so kann dies dazu führen, dass die Seitenwand aufgrund des platten Reifens langfristig beschädigt wird und der Reifen vor Beginn der neuen Radsaison ersetzt werden muss.
  • Kette und Schaltung ölen: Nachdem das Elektrorad von Schmutz entfernt wurde, sollte die Kette geölt werden. Schalten Sie nach diesem Vorgang alle Gänge einmal durch, damit sich das Öl bestmöglich verteilen kann.

Der richtige Unterstellplatz

Bei der Wahl des richtigen Unterstellplatzes für dein E-Bike solltest du vor allem zwei Dinge berücksichtigen: Zum einen sollte es an einem Ort gelagert werden, der vor Regen und Schnee geschützt ist. Zum anderen solltest du darauf achten, dass die Luft hinreichend um das Rad zirkulieren kann, da ansonsten die Gefahr besteht, dass das E-Bike durch die Bildung von Stauwasser stetiger Feuchtigkeit ausgesetzt ist.

Keller oder Garagen sind die besten Orte, um ein E-Bike gut über den Winter zu bringen. Mithilfe einer Abdeckplane kann zudem gewährleistet werden, dass das Bike über die Wintermonate vor Staub und Schmutz geschützt wird. Sofern es nicht möglich ist, das Rad trocken einzulagern, sollte man die Schutzhülle regelmäßig entfernen, da sich darunter Kondenswasser bilden kann.

Was tun bei Rost?

Während Sie putzen, können Sie gleichzeitig Ihr E-Bike auf schon vorhandene Roststellen untersuchen. Bei Oberflächenrost werden die betroffenen Stellen mit Kriechöl (z.B. WD-40) eingesprüht. Dieses muss etwa 24 Stunden einwirken. Danach sollte der Rost aufgeweicht und mit einem Lappen einfach zu entfernen sein. Im Anschluss und in Zukunft in regelmäßigen Abständen kann noch ein Rostschutz aufgetragen werden. Ist der Rost bereits tiefer eingedrungen, kann man es auch mit Schleifvlies versuchen und mit Schleifpapier nacharbeiten. Im Anschluss daran wird auf die behandelten Stellen Rostumwandler aufgetragen. Als nächstes wird das E-Bike mit Rostschutzgrundierung behandelt, um zukünftigen Schäden vorzubeugen. Wenn alles ausreichend getrocknet ist, können die Betroffenen Steffen glattgeschliffen werden. Mittels Sprühdose nun zum Schluss den gewünschten Lack auftragen. Wer möchte kann im Anschluss noch Klarlack verwenden.

Die richtige Lagerung des Akkus

Experten empfehlen, den Akku bei Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad im Keller, der Garage oder in der Wohnung zu lagern. Wird der Akku längere Zeit nicht genutzt, sollte er mit einem Ladestand zwischen 30 und 80 Prozent aufbewahrt werden. Ihn völlig zu entleeren, tut dem Akku nämlich nicht gut.

Zusammenfassung der wichtigsten Tipps

Mit der richtigen Pflege und Handhabung ist dein E-Bike-Akku auch im Winter zuverlässig und langlebig. Achte auf die richtige Nutzung und Lagerung, um die Leistung deines Akkus zu maximieren und lange Freude an deinem E-Bike zu haben.

Checkliste für die E-Bike-Nutzung im Winter:

Thema Tipps
Akku Bei Raumtemperatur lagern und laden, zwischen 20-80% geladen halten, vor Kälte schützen
Reifen Winterreifen oder Ganzjahresreifen verwenden, Luftdruck anpassen
Beleuchtung Funktionierende Beleuchtung und Reflektoren verwenden, reflektierende Kleidung tragen
Kleidung Atmungsaktive, wind- und wasserdichte Kleidung, Zwiebelprinzip
Fahrweise Vorausschauend und angepasst fahren, plötzliche Brems- und Lenkbewegungen vermeiden
Pflege Regelmäßig reinigen und ölen, vor allem Kette und Bremsen

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