Fahrradtasche Mountainbike Test: Die besten Modelle im Vergleich

Ein freier Rücken beim Fahrradfahren ist angenehm, vor allem bei sommerlichen Temperaturen. Aber wohin mit Laptop, Wasserflasche und all den Dingen, die man unterwegs braucht, wenn nicht in einen Rucksack? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, für Stauraum am Fahrrad zu sorgen.

Low Rider am Vorderrad, Lenkertasche, Rahmentasche, Satteltasche und natürlich die Tasche fürs Hinterrad: allesamt fallen unter den recht dehnbaren Begriff »Fahrradtasche«. Wer regelmäßig viel auf dem Fahrrad transportieren möchte, der kommt um den Kauf einer Fahrradtasche für den Gepäckträger nicht herum. Vor dem Kauf einer Fahrradtasche sollte man sich fragen, für welchen Einsatzzweck die Tasche gedacht ist.

Bereits 50 Fahrradtaschen haben sich dem gründlichen Test unterzogen. Einige Taschen konnten überzeugen, andere haben ihre Versprechen nicht gehalten. Sechs Modelle haben sich einen Platz auf dem Siegertreppchen verdient - vom Klassiker bis zum Hybridmodell ist für jeden Radfahrer etwas dabei.

Die Testsieger im Überblick

Vaude Aqua Back Single

Die Vaude Aqua Back Single ist genau so, wie eine Fahrradtasche sein sollte: unkompliziert in der Handhabung, robust und wasserdicht, mit Reflektoren und einem Innenfach für Kleinigkeiten, nach denen man nicht lange suchen möchte. Auch dass sie klimaneutral produziert wird, gefällt uns sehr gut. Unser Favorit ist die Aqua Back Single von Vaude.

Zunächst mal die Optik: Unsere Test-Tasche ist grau und schwarz, mit einem orangefarbenen Regenschirm. Sie besteht aus einem PVC-freien Planenmaterial und ist außerdem klimaneutral hergestellt, da das Unternehmen seine Emissionen kompensiert. Das Material ist wasserdicht und pflegeleicht.

An den Seiten und vorn befinden sich Reflektoren. Die Nähte sind sehr ordentlich verarbeitet. Die Rückenplatte ist außen angebracht. Die Haken (zwei oben, einer unten) können ohne Werkzeug eingestellt werden. Die zwei oberen Haken können mittels Adapter für Rohrdurchmesser von 8,5 bis 16 Millimeter angepasst werden. Befestigt wird die Aqua Back, indem man sie am Gepäckträger anbringt und die Haken zuschnappen lässt. Zum Öffnen zieht man einfach an dem Tragegriff.

Neben dem Tragegriff verfügt die Tasche auch über einen Schultergurt. Über einen Rollverschluss kann man die Tasche zumachen. In der Tasche befindet sich ein offenes Fach sowie zweites kleineres Fach mit Reißverschluss, bei dem man auch bei gutem Licht sehen kann, was sich darin befindet. Die Vaude Aqua Back wurde in der Ausgabe 6/2019 von Stiftung Warentest getestet. Das Testergebnis lautet gut (1,7). »Sehr gut« haben die Haltbarkeit und die Wasserdichtigkeit abgeschlossen.

Ortlieb Back-Roller Core

Ein Klassiker unter den Fahrradtaschen ist der Ortlieb Back-Roller Core. Minimalistisch kommt die Ortlieb Back-Roller Core daher. Die 20-Liter-Fahrradtasche überzeugt mit ihrer Wasserdichtigkeit, dem klassischen Look und ihrer Robustheit und der einfachen Anwendung. Verschlossen wird die Fahrradtasche mit dem Rolltop. Einfach zusammenrollen, seitlich einhaken und schon ist man fertig.

Das Volumen reicht für den Alltag: Laptop, Regenkleidung, Snacks, Luftpumpe und Co. passen gut hinein. Auch ein kleiner Einkauf lässt sich damit erledigen. Einziges Manko: Es gibt keine Fächer an der Tasche. Abhilfe schafft das Commuter Insert, das als Zubehör separat erhältlich ist und uns beim Test zur Verfügung stand.

Die Aufhängung am Hinterrad funktioniert super: Das Quick-Lock-2.1-System des Ortlieb Back-Roller Core lässt sich schnell und ohne Werkzeug einstellen. Die Halterungen der oberen Schiene lassen sich positionieren, indem man die Klemmen öffnet, die richtige Position sucht und die Klemmen wieder schließt. Die Haken des Gepäckträgers haben einen Durchmesser von 16 Millimetern und können gegen kleinere ausgetauscht werden. Im Lieferumfang sind Haken mit acht, zehn und zwölf Millimeter Durchmesser enthalten.

Der Haken an der unteren Schiene kann auch richtig positioniert werden, indem man das Rädchen am Arretierhaken löst, die gewünschte Position und den gewünschten Winkel einstellt und das Rädchen wieder festzieht. Die Tasche wird einfach am Gepäckträger befestigt. Die Ortlieb Back-Roller Core hat keinen separaten Tragegriff und auch keinen Schultergurt, dieser ist jedoch als Zubehör erhältlich.

Vaude eBack Single

Für E-Biker, die Ordnung lieben: Die eBack Single von Vaude hat ein Extra-Fach für den Zusatzakku und noch viele weitere große und kleine Fächer. Ordnung muss sein! E-Bike-Fahrer mit dieser Einstellung werden mit der eBack Single von Vaude sicherlich glücklich. Die orangenfarbene Tasche sieht auf den ersten Blick aus wie ein Rucksack mit vielen Reißverschlüssen.

Zunächst einmal gibt es das Fach für den Ersatzakku links. Das kann man übrigens auch noch mit einem Klettverschluss fixieren. Rechts hat man Zugriff auf ein kleineres Fach. Das große Hauptfach kann mittels des Reißverschlusses weit geöffnet werden. Hier drin ist noch mal ein länglicher, herausnehmbarer Beutel, bei dem man auch von außen sieht, was drin ist. Auf dem Deckel des Hauptfachs hat man Zugriff auf ein kleineres Fach mit wiederum zwei kleinen Zusatzfächern. Auch am Rücken befindet sich ein weiteres Fach, das man zur Hälfte öffnen kann.

Die Rückenplatte ist innenliegend. Die Haken sitzen auf Schienen und lassen sich ohne Werkzeug individuell einstellen. Befestigt wird die Tasche, indem man sie am Gepäckträger anbringt und die Haken zuschnappen lässt. Zum Öffnen zieht man einfach an dem Tragegriff. Es liegen Adapter bei, mit denen die Tasche für Rohrdurchmesser beim Gepäckträger von 8,5 bis 16 Millimeter angepasst werden können. Vorn und an den Seiten sind Reflektoren angebracht.

Vaude Karakorum Pro

Radreisende aufgepasst: Viel Fassungsvermögen bietet die Karakorum Pro von Vaude, nämlich 68 Liter Volumen, verteilt auf drei Taschen. Da bekommt man so einiges unter, wenn man mit dem Rad in den Urlaub fahren möchte. Die Verarbeitung und die Qualität sind ausgesprochen gut.

Regen-Outfit, Wechselklamotten, Werkzeug, Bekleidung für Ausflüge und Restaurantbesuche, vielleicht auch Zelt und Isomatte - wer auf große Radtour geht, hat einiges an Ausrüstung, was er mitnehmen möchte. Die Karakorum Pro besteht aus drei Taschen, die per Reißverschluss miteinander verbunden werden.

Dabei sollten die Seitentaschen zuerst einzeln an den Gepäckträger angebracht werden, die obere Tasche wird dann per Reißverschluss an die Taschen rechts und links befestigt. Die seitlichen Taschen haben unten und oben eine Schiene. Hierüber können die Haken individuell an das Rad befestigt werden - und das auch ganz ohne Werkzeug. Um die Haken zu positionieren, drehen Sie einfach an dem orangenem kleinen Drehrad.

Um die Tasche am Gepäckträger zu befestigen, drückt man die Haken nach unten, sodass sie zusammenschnappen. Zum Öffnen zieht man einfach an dem Tragegriff. In den Karakorum-Pro-Taschen finden Sie Adapter für unterschiedliche Rohrdurchmesser beim Gepäckträger: für 8,5 Millimeter, 10,5 Millimeter und 13 Millimeter. Die seitlichen Taschen verfügen über mehrere Fächer in unterschiedlichen Größen, sodass man sich hier gut organisieren kann, auch schnell zugängliche Taschen sind vorhanden.

Das Material ist hochwertig verarbeitet und macht einen sehr robusten Eindruck. Ein Regencover liegt dem Ensemble ebenfalls bei. Drei unter einem Dach - denn das Cover deckt nur alle drei Taschen zusammen ab.

Ortlieb Vario

Ideal für Pendler ist die Hybridtasche Ortlieb Vario. Die Gepäcktasche kann auch als Rucksack verwendet werden - die Lösung, die Ortlieb hier entwickelt hat, ist clever und einfach zugleich. Die Idee: Auf einer Seite der Tasche befindet sich das Quick-Lock-Befestigungssystem und auf der anderen ein gepolstertes Tragesystem mit Brustgurt und ergonomischen Schulterträgern.

Die sogenannte Flap verdeckt jeweils die Seite, die nicht benötigt wird. Dabei wird die Flap einfach festgehakt. Die Verwandlung geht recht gut, und mit etwas Übung klappte es bei uns auch immer besser und schneller. Das Quick-Lock-Befestigungssystem kann ohne Werkzeug an das Fahrrad angepasst werden. Die Halterungen der oberen Schiene können positioniert werden, indem man die Klemmen öffnet, die richtige Position sucht und die Klemmen wieder schließt.

Um den Lack des Gepäckträgers zu schonen, sind die Haken mit einem Kratzschutz versehen. Wenn man am Rädchen des Arretierhaken auf der unteren Schiene dreht, können die gewünschte Position des Hakens und der gewünschte Winkel eingestellt werden. Als Rucksack lässt sich die Tasche gut und angenehm tragen: Die Gurte sind ergonomisch geformt und gepolstert. Auch ein Brustgurt ist vorhanden. Der Rücken ist verstärkt und mit Lüftungskanälen versehen.

In der Flap ist eine Tasche integriert, an die man jedoch nicht gut herankommt, wenn die Tasche als Gepäckträgertasche im Einsatz ist. Die Tasche ist wasserdicht, und das Material macht einen sehr robusten Eindruck. Sollten doch Schäden auftreten, hat man die Möglichkeit, die Tasche reparieren zu lassen.

Vatum Bikes Fahrrad Hinterradtasche High End

Wer bereit ist, für einen günstigen Preis Kompromisse einzugehen, sollte sich die Vatum Bikes Fahrrad Hinterradtasche High End ansehen. Die Rolltop-Tasche ist ein guter City-Begleiter für den Fahrradalltag, das Innenfach kann hier herausgenommen werden. Im lässigen Kurierlook mit Rolltop und in Schwarz kommt die Vatum Fahrrad Hinterradtasche daher.

Wir haben die Vatum Fahrrad Hinterradtasche High End auf dem Weg ins Büro und beim Einkauf getestet. Gestört hat uns jedoch, dass die Fahrradtasche nicht so toll ist, wenn es darum geht, sie irgendwohin zu tragen: Die zwei Verschlüsse am Rolltop können nicht ineinander gesteckt werden, wie man es von vielen Rolltop-Taschen kennt, um einen stabilen Tragegriff zu erhalten.

Der Trageriemen an der Tasche selbst ist recht dünn und drückt unangenehm, sobald die Tasche schwer beladen ist. Ein Schultergurt ist zwar auch noch vorhanden, aber die Polsterung fällt hier auch eher dünn aus und ist zudem recht steif. Eine Polsterung haben wir auch im Innenfach fürs Laptop vermisst.

Gut gefallen hat uns jedoch die Fronttasche mit dem verschweißten Reißverschluss - unsere Utensilien blieben hier wie im Hauptfach trocken. Die Vatum Bikes Fahrrad Hinterradtasche High End lässt sich einfach am Gepäckträger monierten. Die Einstellungen erfolgen ganz ohne Werkzeug. Adapter gibt es für die unterschiedlichen Breiten der Gepäckträger leider nicht.

Worauf Sie beim Kauf einer Fahrradtasche achten sollten

Viele Taschen fürs Rad haben keine weitere Unterteilung. Für den Alltag ist das unpraktisch - wer möchte schon beim Einkaufen jedesmal in den Tiefen der Tasche nach seinem Portemonnaie kramen? Unsere Hybridmodelle sind Fahrradtaschen, die auch als Rucksack getragen werden können. Das ist für diejenigen interessant, die nicht nur Fahrrad fahren, sondern auch zu Fuß oder mit Bus und Bahn unterwegs sind, und ihre Tasche bequem transportieren möchten. Dabei bieten die Hersteller viele unterschiedlichen Lösungen, wie aus der Gepäckträgertasche ein Rucksack wird.

Befestigt werden die von uns getesteten Fahrradtaschen am Gepäckträger. Die meisten Taschen verfügen auf ihrer Rückseite über ein oder besser zwei Schienen. Die obere Schiene dient der Aufhängung, die untere Schiene sorgt dafür, dass die Tasche nicht zur Seite ausschlägt. Fahrradtaschen lassen sich komfortabel befestigen, wenn Ihr Rad einen Seitenständer hat. So müssen Sie das Rad nicht zusätzlich festhalten oder es irgendwo anlehnen. Der Ständer ist in der Regel links, daher sollten Sie Ihre Fahrradtasche am besten auch auf der linken Seite befestigen, sonst kann Ihr Rad umkippen.

Transportiert werden darf, was gefällt? Nicht ganz. Das Rad und auch der Gepäckträger sollten das Gewicht ebenfalls aushalten. Normale Gepäckträger schaffen 25 Kilo, Gepäckträger für Reiseräder können hingegen mehr Gepäck aushalten. Die Fahrradtasche sollte Ihnen natürlich gefallen und zu Ihren Bedürfnissen passen.

Wichtige Aspekte im Überblick:

  • Wasserdichtigkeit: Ein Regenschutz ist ganz wichtig! Ein Regenschauer kann Sie immer überraschen, daher sollte die Tasche wasserdicht sein oder ihr sollte eine Regenhülle beiliegen.
  • Tragekomfort: Auch einen Griff zum Tragen sollten jede Fahrradtasche haben.
  • Stauraum und Fächer: Eine weitere wichtige Frage lautet: Was wollen Sie transportieren? Für den Bürokram sollten Sie auf verschiedene Fächer im Hauptfach achten, ein gepolstertes Laptop-Fach ist hier Pflicht. Nutzen Sie die Tasche hauptsächlich für den Einkauf und die Radtour, sind unterteilte Fächer weniger wichtig. Doch was ist mit Schlüssel, Handy & Co.? Möchten Sie das auch in der Tasche verstauen oder tragen Sie diese Sachen lieber nah am Körper?
  • Befestigung: Damit die Tasche schließlich stabil sitzt und nicht vom Rad runterfällt, sobald Sie über Bordsteine, Schlaglöcher, Geröll oder Ähnliches fahren, sollte sich die Tasche unkompliziert und fest am Fahrrad befestigen lassen. Am besten sind zwei Klemmen am Gepäckträger, die sich horizontal anpassen lassen. Idealerweise ohne zusätzliches Werkzeug. Stabilität gibt ein weiterer Haken an den Streben des Gepäckträgers.

Weitere Optionen für Stauraum am Mountainbike

Wer sich mit keiner der drei Alternativen bei Mountainbike Taschen so richtig anfreunden kann, findet inzwischen bei zahlreichen Herstellern clevere Lösungen, mit denen sich Werkzeug und Zubehör auch am Rahmen des Bikes unterbringen lassen. Auch hier haben wir die unterschiedlichsten Systeme ausprobiert und waren erstaunt, wie praktisch doch so eine kleine Tasche im Rahmendreieck sein kann. Und zum Glück sehen die heute auch bedeutend stylischer aus, als die knallbunten Rahmentäschchen, die in den 90er-Jahren zum Weltspartag bei den Genossenschaftsbanken verteilt wurden.

Es gibt auch viele andere Taschen für Mountainbikes, wie zum Beispiel:

  • Lenkertaschen: Besonders praktisch für längere Touren.
  • Rahmentaschen: Ideal für Werkzeug und andere Kleinigkeiten.
  • Satteltaschen: Gut geeignet für Ersatzteile wie Schläuche.

Rahmentaschen halten Bikerinnen und Bikern - kleines Wortspiel - den Rücken frei.

Beispiele für Rahmentaschen:

  • Apidura Backcountry Frame Pack: Die hochwertige und besonders leichte Rahmentasche von Apidura besteht aus wasserdichtem, robustem Nylon. Mit zwei Litern Volumen eignet sie sich bestens zum Transport der mobilen Werkstattausrüstung.
  • Backcountry Research Mütherload Strap: Mit diesem praktischen Klett-Strap wird quasi jeder Winkel des Rahmens in Stauraum verwandelt. Kleinteile, wie Schläuche, Reifenheber, CO²-Kartusche oder Minipumpe, lassen sich so klapperfrei ans Bike strapsen.
  • Relevate Designs Mag Tank: Wenn der Hungerast beim Mountainbiken naht, greift man am besten einfach in die kleine Oberrohrtasche der Bikepacking-Spezialisten. Der Magnetverschluss der Deckelklappe lässt sich mit einer Hand öffnen und gibt den Blick auf den gesamten Inhalt frei.
  • Wolf Tooth B-Rad-System: Das B-Rad-System ist eine ziemlich clevere Erweiterung der Flaschenhalteraufnahme. Alu-Schienen in unterschiedlichen Längen und Halteplatten schaffen zusätzlichen Platz für Rolltaschen, Werkzeug- oder Zubehör-Straps im Rahmen.

Satteltaschen im Praxis-Check

Wir sind drei Alternativen zu Rucksack und Co. Probe gefahren. Tolles Gefühl, so ganz ohne nerviges Gepäck am Rücken durchs Gelände zu heizen. Irgendwie frei und unbeschwert. Gerade Langstreckenliebhaber könnten Gefallen daran finden.

Beispiele für Satteltaschen:

  • Apidura Backcountry Saddle Pack: Die Bikepacking-Spezialisten aus London haben mit der Backcountry eine für Teleskopstützen optimierte Satteltasche im Programm. Ihre Bauweise lässt viel Raum, um den Sattel noch absenken zu können.
  • Ortlieb Seat-Pack QR: Dass auch Ortliebs neueste Satteltasche absolut wasserdicht ist, versteht sich quasi von selbst. Doch ebenso an vielen anderen Stellen wirkt die robuste, etwas schwere Tasche ziemlich clever.
  • Vaude Trailsaddle II: Vaudes Trailsaddle besteht aus einem stabilen Holster und einem wasserdicht verschweißten Packsack. Über ein System aus zwei Gurten und zwei Schnallen ist das Holster schnell und sicher fixiert.

Die ADFC-Radreiseanalyse 2022

Die Zahlen sind beeindruckend. Laut aktueller ADFC-Radreisenalayse haben 2022 4,6 Millionen Deutsche eine Radreise gemacht, 38 Millionen zumindest einen Tagesausflug mit dem Rad. Ganz ohne Gepäck geht das natürlich nicht. Und trotz des Hypes um Bikepacking sind Gepäckträgertaschen ein Klassiker und eine sichere Bank.

In diesem Punkt können alle Taschen überzeugen. Einem mehrstündigen Regen hielten alle Gepäckstücke stand, ebenso hatten wir auf den Testfahrten keine Probleme mit Wassereintritt. Auf extreme und praxisferne Belastungen, wie etwa mit einem Hochdruckreiniger, haben wir allerdings verzichtet.

Elementar für trockenes Gepäck und die klassische Schwachstelle ist der Verschluss der Taschen. Bis auf eine Ausnahme werden alle Test-Taschen per Rollverschluss verschlossen. Alle haben eine Verstärkung am Rand, die ein Einrollen erleichtert. Wichtig ist, dass der Rand dreimal umgeschlagen und dann fixiert wird. Nur dann entsteht ein Labyrinth, durch das das Wasser keinen Weg findet.

Bikepacking Taschen im Test

In Bikepacking-Taschen findet auf Reisen alles Notwendige Platz. Welche Modelle es gibt, was sie können und worauf du achten solltest, zeigt unser Test. Plus: Tipps zum richtigen Packen.

Bikepacking-Taschen bieten sich als praktische Lösung an. Musste man noch vor wenigen Jahren nach passenden Taschen suchen, gibt es heute für jeden Anspruch und Geldbeutel die passenden Modelle. Und das Angebot wächst, die Hersteller überraschen mit immer pfiffigeren und praktischen Details. Gut für alle Bikepacker.

Genau diese Vielfalt spiegelt sich in unserem Test wider. Wer eine kleine Tasche für den kurzen Tagestrip sucht, wird genauso fündig wie der Fernreisende, der mit großem Gepäck unterwegs ist. Von der 2,5-l-Rolle à la Evoc Handlebar Pack bis zur voluminösen Restrap Saddle Bag mit 14 Litern Volumen reicht die Bandbreite.

Praktisch ist es gerade bei größeren Taschen, wenn sich der Packsack einfach aus dem Holster nehmen lässt, die Halterung dagegen fest an Sattelstütze und Sattel verbleibt. Das oft etwas fummelige Anbringen der Riemen und Schnallen erübrigt sich dann. Diese "Harness-System" genannte Lösung bieten neben Restrap auch andere Hersteller an - für Sattel- und Lenkertasche.

Test der Oberrohrtaschen

Oberrohrtaschen mausern sich zur praktischen Grundausstattung für Marathon-Biker und Gravelradlerinnen. Schlank gebaut, gut 100 Gramm leicht, mit etwa einem Liter Volumen, bieten sie Platz für die nötigsten Unterwegs-Utensilien wie Werkzeug, Energieriegel oder Smartphones. Passende Schraubgewinde im Oberrohr vieler Endurance- oder Gravelrenner erlauben die unkomplizierte und sichere Montage der Taschen.

Die wichtigsten Infos zu den 8 Oberrohrtaschen im Test:

Modell VK-Preis Gewicht Volumen Gesamtnote
Apidura Bolt-on Top Tube Bag 1L 64,90 Euro 106 Gramm 1 Liter 1,9
Cyclite Oberrohrtasche 89,90 Euro 130 Gramm 1,1 Liter 1,3 (Testsieger)
Decathlon ADVT 900 wasserdicht 1L 34,99 Euro 184 Gramm 1 Liter 1,9
Ortlieb Fuel Back 65 Euro 168 Gramm 1 Liter 1,8
Restrap Bolt-on Top Tube Bag 1L 52 Euro 118 Gramm 1 Liter 2,3
Revelate Designs Mag Tank Bolt-on 85 Euro 135 Gramm 1 Liter 2,8
Tailfin Top Tube Bag - Zip 65 Euro ... ... ...

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0