Die Französischen Alpen sind ein Paradies für Motorradfahrer. Mit über 500 Passstraßen und Alpenpässen bieten sie eine unvergleichliche Vielfalt an Strecken für jedes Fahrniveau. Atemberaubende Landschaften und Panoramen machen jede Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die legendäre "Route des Grandes Alpes"
Die legendäre "Route des Grandes Alpes" verbindet die Höhepunkte der französischen Seealpen miteinander. 1910 hatte der Touring Club de France die Idee zu dieser vielleicht schönsten Hochalpen-Panoramastraße Europas, 1937 war feierliche Eröffnung. Heutzutage führt sie von Thonon-les-Bains am Genfer See gute 700 oftmals anspruchsvolle Kilometer hinunter nach Menton bei Nizza. 16000 Höhenmeter sind insgesamt zu bewältigen, von 16 Pässen liegen immerhin 6 über 2000 Meter.
Highlights der Route
- Col de l'Iseran: Er ist der höchste befahrbare Gebirgspass der Alpen, zentraler Bestandteil der legendären "Route des Grandes Alpes" und dementsprechend anspruchsvoll. Mit atemberaubenden Ausblicken auf das Isère-Tal geht es hinauf zur Passhöhe, die klimatisch bedingt viele Tage im Jahr in Wolken liegt. Eine kleine Kirche, ein Hospiz sowie unendliche Weiten bilden die Passhöhe.
- Col du Galibier: Der Col du Galibier ist mit 2.645 Metern der fünfthöchste asphaltierte Alpenpass und mit seinem grandiosen Panorama landschaftlich ein absolutes Highlight und einer der schönsten Pässe der Route. Bei klarer Sicht kann man von der Passhöhe sogar das Mont-Blanc-Massiv sehen.
- Col d'Izoard: Im unteren Teil ist er bewaldet, im oberen Teil eröffnet sich jedoch eine grandiose Serpentinenstrecke in zerklüfteter und wilder Felslandschaft. Auf der Passhöhe befindet sich nur ein Obelisk und ein kleiner Laden, ansonsten wirkt alles eher wie eine Wüstenlandschaft. Die »Casse déserte« ist absolut beeindruckend und landschaftlich gesehen ist der Col d’Izoard einer der abwechslungsreichsten Pässe der Route.
- Col de la Bonette: Der Col de la Bonette wird oft als der höchste Straßenpass der Alpen bezeichnet, eigentlich zu Unrecht, denn erst mit der Umrundung der Cime de la Bonette erreicht man die Höhe, um den Col de l’Isèran oder das Stilfser Joch zu übertrumpfen. Allerdings wird wohl kaum jemand, der diese Strecke befährt und es nicht eilig hat, den Umweg über die Schleife auslassen und den kurzen Weg über den eigentlichen Pass wählen - er würde sich das spektakuläre Panorama entgehen lassen, das sich von der kurzen Ringstraße aus bietet.
Weitere bemerkenswerte Alpenpässe
Neben den bekannten Pässen der "Route des Grandes Alpes" gibt es zahlreiche weitere lohnenswerte Strecken in den Französischen Alpen:
- Col de la Madeleine (2.000 m): Der Col de la Madeleine war in den letzten Jahren immer wieder Teil der Tour de France und ist daher in einem sehr guten Zustand. Auf der Passhöhe gibt es einen großen Parkplatz und ein uriges Bistro. Bei gutem Wetter reicht die Fernsicht bis zum Mont Blanc.
- Col de la Croix de Fer (2.067 m): Der Pass liegt in einer herrlichen alpinen Landschaft und bietet ein fantastisches Panorama mit Blick auf die Chaîne de Belledonne und die Aiguilles d’Arves. Das Eiserne Kreuz, das dem Pass seinen Namen gegeben hat, gibt es übrigens tatsächlich.
- Col du Mont Cenis (2.117 m): Die Straße über den Col du Mont Cenis verbindet Lanslebourg-Mont-Cenis in Frankreich mit Susa in Italien. Der Stausee bietet vor allem bei Sonnenschein ein fantastisches Panorama und lädt zu Fotostopps ein.
- Col d’Agnel (2.744 m): Der Col d’Agnel zählt nach dem Stilfser Joch und dem Col de l’Iseran zu den höchsten Alpenpässen und ist die höchste grenzüberschreitende Passstraße der Alpen.
Motorradtour durch die französischen Alpen: Ein Beispiel
Als langjährige Frankreich-Spezialisten nehmen wir euch mit auf diese anspruchsvolle und erlebnisreiche Reise in die Französische Alpen. Unsere Anreise führt uns durch die Vogesen, dem Jura, den Savoyer Hochalpen, den Rhone Alpen in die Region der Seealpen. Von unserem Basishotel nahe Barcelonnette unternehmen wir ausgewählte Tagestouren, die neben maximalem Fahrspaß die Schönheit dieser Alpen-Region zeigen. Unsere Ausfahrten in den Parc National Du Mercantour und den Parc National des Ecrins mit einigen der höchsten Pässe Europas und dem Grand Canyon du Verdon sind spektakulär und hinterlassen mit ihren einzigartigen Panoramen sicherlich unvergessliche Eindrücke.
Reiseverlauf:
- Tag 1: Anreise durch die Vogesen, Lutzelbourg, Schiffshebewerk, Dabo, Col de Valsberg, Mont Sain-Odile, Col du Kreuzweg, Col des Bagenelles, Col de la Schlucht, Route de Cretes, Grand Ballon nach Bad Säckingen. Von hier geht es auf auf kleinen Nebenstraßen durch Lothringen und über die Route des Crêtes bis in die Südvogesen.
- Tag 2: Anfahrt Genfer See, Martigny, Col de Grand Saint-Bernard, Aostatal, Col Du Petit Saint-Bernard nach La Rosiere. Unsere Anfahrt geht über Bern (Teilstrecke Autobahn), um an Montreux vorbei zum großen St. Bernhard zu gelangen. Wir überqueren die Grenze nach Italien mit Kurs ins Aosta Tal. Geschickt umfahren wir die große Stadt Aosta über einen kleinen anspruchsvollen Höhenweg in Richtung Mont Blanc Tunnel. Frankreich erreichen wir wieder über die Pass Straße die zum Col de Petit Bernard führt. Die Passhöhe ist sogleich auch die Grenze zwischen Italien und Frankreich. Oberhalb der Serpentinen der Südrampe des kleinen St.
- Tag 3: Col de L'Iseran - Mont Centis - Lac Du Mont-Centis - Susa (Italien) - Briancon, Col de Izoard , Schlucht Guillestre, Lac de Serre Poncon nach Uvernet-Fours. Wir verlassen unser schönes Hotel, fahren den Kleinen St. Bernhard runter und beginnen unsere Tour mit Europas höchstem Straßenpass, dem Col de L'Iseran (2800m). Südlich geht es anschließend Richtung Italien. Vorbei am Lac Du Mont-Cenis erreichen wir den Col du Mont-Cenis, gelegen in einer traumhaften unberührten Landschaft. Ein kleines Stück weiter passieren wir die Grenze nach Italien. Vorbei an Susa in westlicher Richtung ist Briancon unser Ziel. Jetzt sind wir bereits mitten im Aufstieg zu einem der schönsten Alpenpässe, dem Col de Izoard. Nicht nur landschaftlich ein Hochgenuss sondern auch fahrerisch absolute Spitzenklasse. Über die Stadt Guillestre die uns noch mit einer tollen Schlucht erwartet geht es zum Lac de Serre Poncon.
- Tag 4: Über den Col de la Bonette, Col de la Couillole, Gorges du Cians, Col de Saint-Raphael, Col de Felines, Entrevaux, Gorges de Daluis, Col de la Cayolle. Heute stehen wieder einige Highlights auf unserer Route an. Europas. Weiter über den Col de la Couillole, durch die Schlucht "Gorges du Cians" geht es in südlicher Richtung. Ein Fotostop bei einem "Café au Lait" in Entrevaux mit Blick auf die Zitadelle darf nicht fehlen. Gestärkt und voller Freude tauchen wir in die Gorges de Daluis ein, eine weitere atemberaubende und spektakuläre Schlucht. Die Fahrtrichtung haben wir dabei so gewählt, dass uns kein Hindernis den Blick in die Tiefe versperrt. hundert Meter tiefe Schlucht entstehen lassen. Noch sind wir nicht am Ende mit unserer Tour. Auf einer kleinen Straße geht es in unzähligen Serpentinen Richtung Norden.
- Tag 5: Col D'Alos, Col de la Saint-Michel, Lac de Castillon, Grand Canyon du Verdon, Castellane, Col des Leques, Clue de Taulanne, Col de Corobin, Col de Pierre Basse, Col du Labouret, Col de Maure. Die südlichste und längste Tour unser Reise führt uns über den Col d'Allos nach Castellane. Der Grand Canyon du Verdon gehört sicher zu einem Höhepunkt unser Reise in die französischen Alpen. Wir lassen uns Zeit um die atemberaubenden Aussichten mit zahlreichen Fotos festzuhalten oder einfach nur zum Genießen.
- Tag 6: RUHETAG -- Relaxen am Pool oder Bummel in Barcelonnette. Heute legen wir nach so vielen Eindrücken und anstrengenden Kurventagen einen Ruhetag ein. Hier bleibt Zeit für eigene kleine Ausflüge, einen Stadtbummel durch das nahegelegene Barcelonnette (ca. 11 km) oder einfach nur am Hotel-Pool relaxen und die Seele baumeln lassen.
- Tag 7: Lac de Serre-Poncon über Col Lebraut, Col de Izoard, Briancon, Col du Lautaret, Col du Galibier, Col de Telegraphe, Kuven von Montvernier, Col Madelaine nach Aime-la-Plagne. Heute verlassen wir unser Basishotel und starten mit einer Runde um den Lac de Serre Poncon nach Guillestre. Die schönsten Klassiker der ' Tour de France ' bestimmen nun den weiteren Verlauf unserer Route. Begonnen wird mit dem Col d'Izoard, danach folgen wie an einer Perlenschnur aufgezogen, der Col du Lautaret, der Col du Galibier, der Col du Telegraphe, die berühmten Kurven von Montvernier und der Col Madelaine.
- Tag 8: Atemberaubend schöne Landschaften genießen wir im ersten Teil unserer heutigen Tour. engen Serpentinen hinauf zum Comet de Roselend. Roselend hinauf geht zum Col des Saisies, bei Skifahrern bestens bekannt. Verkehrs gerne umfahren.
- Tag 9: Durch den Naturpark Jura, Source de la Loue, Vogesen, Ballon d'Alsace, Col de Bussang, Le Markstein, zur Elsässischen Weinstraße nach Riquewihr. Heute starten wir zur vorletzten Etappe, es geht durch den Nationalpark "Haute-Jura" den südlichen Vogesen entgegen. Über den Ballon d’Alcace wedeln wir hinunter zur elsässischen Weinstraße. Der beschauliche Ort Riquewihr ist unser Ziel. Das Abendessen nehmen wir in einem Restaurant ein, welches sich hinter der Stadtmauer im historischen Ortskern befindet. So haben wir noch die Gelegenheit dem bunten Treiben der Weintouristen zuzuschauen und uns an der französischen Lebensart zu erfreuen.
- Tag 10: Heimreise durch die Vogesen, Col du Ribeauville, Col de la Fouchy, Col de Steige, Col Du Donon, Felsenhäuser Graufthal, Col de Puberg nach St. Ingbert. Nach dem Frühstück müssen wir uns leider nach einer langen, erlebnisreichen Reise schweren Herzens verabschieden, denn wir treten die Heimreise an. In der Gruppe durch die Vogesen bis Raum Saarbrücken (ggf. zurück zum Starthotel nach St. Ingbert) oder individuell.
Tipps für die Motorradtour in den Französischen Alpen
Um Ihre Motorradtour in den Französischen Alpen optimal zu gestalten, beachten Sie folgende Tipps:
- Planung: Planen Sie Ihre Route im Voraus und berücksichtigen Sie die Öffnungszeiten der Pässe. Viele Pässe sind im Winter gesperrt.
- Ausrüstung: Achten Sie auf eine angemessene Motorradbekleidung, da das Wetter in den Alpen schnell wechseln kann.
- Fahrkönnen: Die Alpenpässe sind anspruchsvoll und erfordern ein gutes Fahrkönnen.
- Pausen: Legen Sie regelmäßige Pausen ein, um die Landschaft zu genießen und sich zu erholen.
Alpenpässe nach Regionen sortiert
Wer zum ersten Mal einen französischen Alpenpass hinaufgekurvt ist, wird in der Regel von einer gewissen Ahnung befallen. Von der Ahnung, dass hier im Westen des Alpenhauptkammes etwas ganz Besonderes auf ihn wartet. Der Blick schweift über eine ausgesprochen rauhe und einsame Natur. Man hat das Gefühl, auf einem anderen Planeten zu sein. Die Abgeschiedenheit ist groß, die Zivilsation scheint ganz weit weg zu sein. Ganz klar - Motorrad fahren in den Französischen Alpen ist eine einzigartige Angelegenheit.
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