Die Sportster ist die erfolgreichste Baureihe von Harley-Davidson und umfasst sieben verschiedene Modelle. Eine von ihnen: die Forty-Eight, ein auf das Wesentliche reduzierter, wunderschöner Bobber. Mit viel Liebe zum Detail, brachialem Durchzug, authentischem Auftritt und überraschender Agilität eroberte sie die Herzen unserer Redakteure. Sie ist zwar nicht perfekt, aber irgendwie muss sie das nicht sein.
Die Forty-Eight im Detail
Der kleine tränenförmige Tank gibt der Forty-Eight ihren Namen. Der sogenannte Peanut Tank wurde ursprünglich auf Harley-Davidsons 125 S - besser bekannt als der Hummer 1948 eingeführt und wurde zur Ikone auf der XLCH Sportster - DEM Hot-Rod-Roadster, der die 50er und 60er Jahre regierte. Die Kraftstoff-Füllmenge beträgt 7,9 Liter, Pi mal Daumen kommt man auf eine Reichweite von ca. 150 Kilometern. Als ich eine längere Tour auf der Amerikanerin unternahm, war der stündlich-notwendige Tankstopp schon etwas nervig, dafür kam es dabei eigentlich immer zu netten Plauscherln mit anderen Harley-Fahrern oder -Fans.
Schlank, minimalistisch, elegant und sportlich. Das breite Vorderrad spiegelt durch die bullige Frontpartie, mit einem großen und breiten MT-90-16 Dunlop Reifen, die Bobber Kultur der 50er-Jahre perfekt wieder. Die Kirsche auf der Torte sind dazu die schwarzen 9-Speichen-Leichtmetallgussfelgen mit gefrästen Elementen.
Serienmäßig und standesgemäß ist der Bobber mit einem Solo-Sitz ausgestattet - im Vergleich zur Triumph Bobber Black beispielsweise, kann jedoch ein Soziussitz als Ausstattung geordert werden. Die 48 ist in fünf verschiedenen Lackierungen erhältlich - entweder dezent in Schwarz oder Dunkelrot, oder etwas ausgefallener und auffälliger im sogenannten Red Iron Denim, einem metallic-Blau Legend Blue Denim mit Harley Logo verziert und einem sog. Hard Candy Shattered Flake. Unser Tester hatte letztere Lackierung, die gold-silbern im Sonnenlicht glitzert.
Die 252 kg (fahrbereit) der 48 sind sehr gut handzuhaben. Der Bobber ist mit 710 mm sehr niedrig ist und fühlt sich außerdem sehr schmal an. Auch kleinere Fahrer werden kein Problem haben, ihn zu manövrieren. Besonders positiv ist uns das gutmütige Fahrverhalten aufgefallen. Die 16-Zöller lassen sich wirklich leiwand um die Kurven bewegen. Auch die Felgen, die aus leichtem Aluminiumguss gefertigt sind, gestalten das Fahren, trotz schwerem schwarzen Gummi außen herum, leichtfüßig und wendig.
Der Motor ist, typisch-Harley-V2, etwas ruppig, das Getriebe eher eigenwillig und schwergängig. Allerdings hat uns das nicht weiter gestört - irgendwie verzeihen wir das der Harley und finden sogar, dass es authentischen Charme hat.
Die Harley-Davidson 48 ist roh, kompromisslos und einfach oldschool - und cool. Bei anderen Herstellern undenkbar, bei Harley-Davidson normal - dank cleverem Marketing! Trotzdem fährt sich die Forty-Eight wie ein relativ modernes Motorrad.
Gebrauchtkauf Harley-Davidson Forty-Eight
Für die muskulös-drahtig-schlanke Retromaschine schlagen sich auch gestandene Machotypen die Köpfe ein. Die Harley-Davidson Forty-Eight ist kein Motorrad für Zartbesaitete, denn mit kaum einer Daumenlänge Federweg hinten kann einem selbst die kleinste Unebenheit im Asphalt schon mächtig in den Rücken fahren. Ach ja, und schon bei lächerlichen Schräglagen setzt sie auf, droht, einen auszuhebeln.
Das Design dieser 1200er-Sportster greift zurück auf das Jahr 1948 und das damalige Harley-Modell S 125. Besonders das Mini-Spritfass, der recht breite Vorderreifen im Kontrast zur insgesamt eher schlanken Form sowie die anstrengende Klappmesser-Fahrhaltung (schmaler, flacher Lenker, Fußrasten weit vorn) wurden bei Markteinführung 2010, als das Wort "Bobber" nur Szene-Menschen ein Begriff war, von manchen als "unproportioniert" kritisiert.
Die Forty-Eight wurde zum Bestseller, eben weil sie so unvollkommen ist. Machos mögen das. Motorrad-Amazonen übrigens auch.
Marktsituation
Interessenten müssen tapfer bleiben, um bei den Preisforderungen nicht aus den Latschen zu kippen. Selbst zehn Jahre alte Forty-Eights liegen manchmal nur knapp unter Neupreis. Sprich: Unter 10.000 Euro geht kaum was, es sei denn, man ist selbst Vielfahrer und hat nichts gegen Laufleistungen jenseits von 30.000 Kilometern. Neufahrzeuge vom letzten Modelljahr 2020 waren schnell ausverkauft, momentan hetzt die Käufer-Meute daher verbliebene Vorführer und Neuwert-Bikes.
Besichtigung
Bei Gebrauchten von Harley-Händlern wurde der technisch korrekte Zustand meist überprüft; angesichts überwiegend geringer Laufleistungen von unter 30.000 Kilometern kann man dort also fast blind zugreifen. Obacht indes bei wilden Umbauten und mäßig gepflegten Privatofferten!
Beliebtes Zubehör
- Sattel mit Federn
- Zwei-Personen-Kit (Soziussitz und -rasten)
- LED-Blinker
- Seitlicher Kennzeichenhalter
- Dragbars bzw. Z-Lenker
- Auspuffanlagen von KessTech oder Jekill & Hyde
Modellpflege
- 2010: Markteinführung der Sportster XL 1200 X (Typ XL2). Modellname: Forty- Eight.
- 2013: Erstmals ist das Modell auch in auffälligen"Hard Candy Custom"-Metallic-Lackierungen erhältlich.
- 2014: Serienmäßiges ABS, größere Bremsscheiben, neuer, analoger Tacho, Keyless-Go-System.
- 2016: Größere Modellpflege. Neue Telegabel (Standrohrdurchmesser nun 49 statt 39 mm) und schwarz pulverbeschichtete Emulsions-Federbeine. Neu gestaltet: Sitz und Auspuffanlage. Zudem nun Gussspeichen- statt Drahtspeichenräder und runder statt ovaler Luftfilter inklusive Deckel.
- 2018: Modellvariante Forty-Eight Special (XL 1200 XS) mit 7,25 Zoll hohem"Tallboy"-Lenker. Außerdem in sehr begrenzter Stückzahl (unter 500 Stück für Europa-Markt): Jubliäumsmodell "115th Anniversary" in Mattlackierung Legend Blue Denim.
- 2020: Letztes Modelljahr in Deutschland.
MILLER Exhaust Auspuffanlagen für Harley-Davidson®
Wohl kaum eine Motorradmarke verkörpert das Freiheitsgefühl auf zwei Rädern so sehr wie Harley-Davidson®. So feiern wir bei MILLER Exhaust die Legende aus Milwaukee, Wisconsin in USA: legendär donnernd, aber legal. Hochwertig, aber preiswert. Komplett mit umfangreichem Montagematerial geliefert, sind unsere Slip-On-Auspuffe für die unterschiedlichen Harley-Davidson® Modelle fix angebaut und stets in allen Details an das jeweilige Bike-Design angepasst.
Customizing leicht & legal
Die MILLER Exhaust Auspuffanlagen sind leicht montierbar - sie docken perfekt an den Serien-Auspuffkrümmer deiner Harley-Davidson® an. Die MILLER Exhaust Auspuffanlagen sind so konzipiert, dass sie den Geräuschpegel deiner Harley-Davidson® innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte halten. Sie entsprechen allen Vorschriften in den EU-Ländern sowie der Schweiz.
MILLER Exhaust Racing dB-Absorber
Unser Schalldämpfer mit integriertem Racing dB-Absorber sorgt für einen satten Sound und eine verbesserte Leistung - ca. 5-7 dB (A) lauter im Vergleich zur Standard EG/BE-Version. Bitte beachtet: Der Einsatz des Schalldämpfers ohne den dB-Absorber oder mit dem Racing dB-Absorber ist auf öffentlichen Straßen nicht erlaubt.
Die Miller Auspuffanlage Silverado III: eine hochwertige Slip-On Anlage aus Edelstahl für Ihre Sportster. Erleben Sie mit ihr den unverwechselbaren Harley V2 Klang, der hiermit voll zur Geltung kommt. Diese Auspuffanlage ist EURO 4 homologiert und damit für die Harley Davidson Sportster Modelle ab 2017 zugelassen. Unsere Miller Silverado III Schalldämpfer sind in verschiedensten Variationen erhältlich, ganz nach ihrem individuellen Geschmack. Die originalen Auspuffkrümmer bleiben bestehen. Einfach die Serienschalldämpfer mit den Miller Silverado III Slip-On Schalldämpfern tauschen und legal losfahren.
In einem Vergleichstest für Schalldämpfer für die Harley-Davidson Sportster-Familie hat unsere Silverado III in allen Bereichen Bestnoten eingefahren und ist Sieger im Test.
Die Streckensperrung im Lechtal ist für Motorräder mit einem eingetragenen Standgeräusch von mehr als 95 dB(A) festgelegt. Sollte Ihr Wert dort höher sein, so dürfen Sie diese Strecken nicht befahren. Relevant ist daher das eingetragene Standgeräusch in Ihrem Fahrzeugschein. Eine nach den EG-Richtlinien zugelassene Zubehöranlage verändert nicht den Wert Ihres eingetragenen Standgeräuschs.
Sollten Sie also in Ihrem Fahrzeugschein einen Standgeräuschwert von 95 dB(A) oder niedriger eingetragen haben, so dürfen Sie natürlich eine nach den EG-Richtlinien zugelassene Auspuffanlage verbauen und die oben genannten Strecken weiterhin befahren. Sollten Sie einen Wert von über 95 dB(A) eingetragen haben, dürfen Sie diese Strecken im Zeitraum 15. April - 31. Oktober nicht befahren.
Für die unsere MILLER Auspuffanlagen sind extra leise dB-Absorber erhältlich. Sie haben auf das eingetragene Standgeräusch eine gesetzliche Toleranz von +5 dB(A). Werden diese Vorgaben bei der Messung nicht eingehalten, kommt es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu einem falschen Messergebnis.
Unsere MILLER Auspuffanlagen sind doppelwandig ausgeführt um eine Verfärbung durch die Hitzeentwicklung zu vermeiden. Am Anschluss und Konus des Schalldämpfers kann es dennoch zu Verfärbungen kommen.
Vergleich: Harley-Davidson Sportster S und Forty-Eight
Die Harley-Davidson Sportster S kann der Forty-Eight trotz doppelt so viel Leistung nicht davonfahren. Wir besorgten uns eine Forty-Eight für den direkten Vergleich.
Gemeinsamkeiten: V2-Motor und Riemenantrieb, that‘s it. Was anstelle des bekannten unrunden Potatoe-Sounds der mächtigen Edelstahl-Auspuffanlage entweicht, muss der altgediente Harleyaner erst einmal verkraften.
Trotz 30 Grad Hubzapfenversatz, der den Twin charakterlich und akustisch zum 90-Grad-V2 machen soll, ist der Klang der Harley-Davidson Sportster S gewöhnungsbedürftig. Zwischen 2.000 und 3.500/min klingt die Maschine keinesfalls nach mächtigem Motorrad, sondern wie ein Kleinwagen mit Dreizylinder-Sparmotor.
Immerhin wird der Sound der Sportster S ab 4.000/min fülliger, aber akustisch kann sie mit der Forty-Eight nicht mithalten. Dafür ist die S mit 93 dB Standgeräusch auf der sicheren Seite, die alte tönt (mit Serienauspuff) mit 98 dB deutlich vernehmlicher.
Typische, unverrückbare Cruiserhaltung und dann das bekannte Prozedere: Das "Katschump", wenn der Anlasser eingreift, das Gezappel und Geschüttel des Twins im Leerlauf, die schwergängige Kupplung, das durch Mark und Bein gehende "Kalonk" beim Einlegen des ersten Gangs, die kaum vorhandene Schräglagenfreiheit und die mäßige Bremse. So kennt man das, mag es oder hasst es.
Die Sitzposition ist so anders nicht, nur der Tank erscheint mindestens dreimal mächtiger, obwohl er nur mickrige 11,8 Liter fasst. Und damit knapp vier mehr als die Forty-Eight.
Wo man mit der Harley-Davidson Sportster S gemütlich, stressfrei und ohne Ambitionen einfach nur so dahinrollt und das Dasein genießt, hat der Kollege auf der Forty-Eight schon alle Hände voll zu tun, um wenigstens ansatzweise dranzubleiben. Am ehesten gelingt das noch auf der Verbrauchsfahrt, wo die Forty-Eight mit 4,7 zu 5,4 Litern als Siegerin hervorgeht. Theoretisch schafft sie mit einer Tankfüllung 168 Kilometer, die "S" immerhin immer noch übersichtliche 218.
Schalldämpfer für Harley-Davidson Sportster: Ein Test
Wenn anstelle eines kernigen Potatopotatopotato nur ein müdes Pffftpfffftpffft dem Auspuff entweicht, besteht Handlungsbedarf. Bei keinem anderen Fabrikat so sehr wie beim US-Schwermetall.
Nun kann man kaum behaupten, dass sich ab Werk die großen Schwestern der Sportster soundmäßig wesentlich besser aus der Affäre ziehen, doch bei denen fällt das leidige Thema dank serienmäßiger Klappensysteme im Auspufftrakt nicht ganz so auf. Dyna, Softail und Touring-Modelle klingen serienmäßig immerhin langweilig, doch eine Sporty im Serientrimm klingt einfach nur scheiße. Um es mal ganz vorsichtig zu formulieren.
Das Thema ist längst kein Minderheitenproblem mehr, denn wer sich vergegenwärtigt, dass Harley mittlerweile Platz drei der Zulassungshitparade belegt und die besagte Forty-Eight in schöner Regelmäßigkeit zu den 20 am besten verkauften Motorradmodellen in Deutschland gehört, ahnt vielleicht, über welche Stückzahlen man sich unterhält. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die aktuelle Sportster - zumindest in Auspuffdingen - nur unwesentlich von einer Sportster des Modelljahrs 2004 unterscheidet.
Ein erster Versuch von MOTORRAD, ein interessantes Testfeld zusammenzubekommen, scheiterte im Sommer 2012.
Umso erfreulicher war es, dass beim zweiten Versuch auch Anbieter zusagten, deren Anlagen vor ein paar Monaten noch nicht serienreif waren: Die Test-Teilnahme von Miller und Dr. Jekill & Mr. Hyde stellte sich als Glücksfall heraus, bewiesen doch die beiden brandneuen Anlagen im Test recht eindrucksvoll, zu was gut gemachte Auspuffanlagen an einer Harley fähig sind. Die beiden Anlagen stellen auch die beiden Extreme in diesem Test dar. Zum einen die günstige, auch von ambitionierten Hobbyschraubern zu bewältigende Slip-on-Anlage von Miller. Zum anderen die nur von Profis zu montierende Jekill & Hyde-Anlage mit ihrem elektronisch gesteuerten Klappensystem, die inklusive Einbau auf über 2000 Euro kommt.
Für den professionellen An- und Umbau der Auspuffanlagen an der Forty-Eight holte sich MOTORRAD tatkräftige Unterstützung ins Team: Lucas Schmidt von der Harley-Factory in Frankfurt. Das 57-jährige Schraubergenie sorgte vor vielen Jahren dafür, dass Toni Mangs Fahrwerke WM-tauglich wurden, kümmerte sich später beim MotoGP-Projekt von BMW um die streng geheime Technik der Dreizylinder und restauriert seit jeher Harleys. In der Factory ist er ein Mann für Spezialaufgaben, zurzeit bringt er unter anderem einer XR 1000 das Laufen bei. Und er ist der Herr über den Dynojet-Prüfstand, auf dem alle Anlagen beweisen mussten, ob sie neben dem Schalldruck auch noch anderweitig Druck machen können.
Testergebnisse im Überblick
Hier eine Zusammenfassung der getesteten Auspuffanlagen:
| Auspuffanlage | Hersteller | Preis (ca.) | Plus | Minus | MOTORRAD-Urteil |
|---|---|---|---|---|---|
| Original | Harley-Davidson | 954 Euro | Elegante Form, sauber verarbeitet, passgenau | Schwaches Sounderlebnis | Befriedigend |
| Slip-on | Akrapovic | 1448,23 Euro | Aufwendig verarbeitet, toller Sound, bulliges Leistungsplus, passgenau und schnell montiert | Kratzempfindliche Oberflächen (in matter Ausführung), hält Fahrgeräusch-Grenzwert nicht ein | Befriedigend |
| Shorty Big Shot | Jekill & Hyde | ab 1639 Euro | Erstklassig verarbeitet, saubere Passform, irre Soundkulisse bei Einhaltung der Grenzwerte, tolle Leistungsentfaltung | Montage sehr aufwendig (Dauer in Fachwerkstatt nicht unter drei Stunden) | Sehr gut |
| Classic | Sebring | 1150 Euro | Bis ins Detail sauber und ansehnlich verarbeitet, schnell und spannungsfrei zu montieren, Fahrgeräusche knapp über Limit | Sounderlebnis etwas mager, Leistungsausbeute dürftig | Befriedigend |
| HD 05 | Termignoni | 929 Euro | Sattes Leistungsplus in der Drehzahlmitte | Anbau durch viele Kleinteile fummelig, Schrauben zum Teil zu kurz, dürftige Passform, nur unter Spannung zu montieren | Befriedigend |
| Z HD 527 SKO-CR | Zard | ab 879 Euro | Drehmomentstarke Landstraßenabstimmung, schön verarbeitete Oberflächen | Fahrgeräusche weit über dem Limit, Anbauteile z. T. ungenau gefertigt, Abstände z. T. knapp bemessen, verfärbt sich schnell | Gut |
Die Auspuffanlage von Miller liegt klar vorne. Jenseits des gefühlten Sounderlebnisses hier die Punktewertung des Schalldämpfertests für die Harley-Davidson Sportster-Reihe: Zum Tabellenführer schwingt sich die preiswerteste Anlage im Test auf. Millers Silverado-Dämpferpaar überzeugt mit einem guten Gesamtpaket aus Leistung, Drehmoment und noch moderatem Fahrgeräusch.
Interview mit Harley-Händler Thomas Trapp
Thomas Trapp ist Geschäftsführer der Harley-Factory Frankfurt, Europas größtem Harley-Händler. Der 55-Jährige fährt die Milwaukee-Twins seit 35 Jahren und ist ausgewiesener Oldtimer-Experte.
Wie viele Kunden kaufen bei Euch einen Zubehörauspuff?
Trapp: Jeder zweite Kunde ordert bereits beim Kauf der Neumaschine oder spätestens im Laufe der ersten Saison einen Zubehörauspuff. Es gibt keinen Kunden, der in den Laden kommt und nicht nach Sound fragt. Kein Wunder, klingen die Originalanlagen wegen der Emissionsgrenzwerte doch sehr dezent.
Was ist für die Kunden am wichtigsten: Sound, Leistung, Marke oder Preis?
Trapp: Ganz klar der Sound. In Sachen Leistung gehen zumindest die Laien sowieso davon aus, dass ein offener Auspuff immer mehr Leistung als das Original hat. Marke und Preis sind meistens zweitrangig. Wenn der Soundcheck überzeugt, ist die Anlage praktisch gekauft.
Welche Auspufftrends sind zu beobachten?
Trapp: Der Trend geht ganz klar zu elektronisch gesteuerten (Klappen-)Systemen. Die machen bei uns bereits zwei Drittel des Auspuffgeschäfts aus. Und auch Kunden, die schon eine „konventionelle“ Anlage haben, überlegen, ob sie nicht wechseln sollten. Der Grund dafür dürfte die immer höhere Kontrolldichte sein.
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