Hund jagt Radfahrer: Verhaltenstipps und Hintergrundinformationen

Der Frühling ist da und mit den wärmeren Tagen zieht es viele von uns raus in die freie Landschaft. Ohne böse Absicht sind wir Menschen dabei aber oft eine Störquelle für wildlebende Tiere. Spaß und ist gesund.

Das Jagdverhalten von Hunden

Am Ende ist es Vieles, was mit reinspielt, beispielsweise die genetische Veranlagung (das kann unter anderem jagdliche Veranlagung sein), das Welpenalter (hier lernen Hunde besonders viel - oder auch nicht, je nachdem), die (Lern-)Erfahrungen - hierbei gilt es zu bedenken, dass Hunde immer lernen, nicht nur, wenn wir uns vornehmen, etwas zu üben. Der Mensch und die Stimmungsübertragung spielen außerdem eine entscheidende Rolle. Nicht umsonst sagt man „Der Mensch macht den Hund“. Möchte man etwas verändern, so heißt es, vor allem an sich selbst zu arbeiten, um Hunden die passenden Botschaften zu senden. Zudem kann man die Genetik nicht umkrempeln und aus einem Hund mit viel GO macht man keine Schlaftablette.

Was kann stumpfsinniges Ball werfen bewirken, was ist das Gefährliche daran, wenn Hunde stark auf Bewegungsreize reagieren, was, wenn fehlgeleitetes Beutefangverhalten daraus wird und Kinder und kleine Hunde etc. Sprachlos sind wir, wenn wir denken, das Thema ist geklärt, dann aber mehr oder weniger durch Zufall herauskommt, dass trotz allem ein Ball im Einsatz ist. Der Ball wird zwar nicht geworfen, denn das soll ja nicht der Fall sein - nein, er wird nun gekickt. Ihr Lieben, es ist gleich, ob geworfen oder gekickt wird.

Hunde machen auch keinen Unterschied, ob der Ball beim Spazierengehen oder im Garten eingesetzt wird - nach dem Motto im: Im eigenen Grundstück ist es erlaubt, draußen ist jagen verboten. Die Wahrscheinlichkeit ist riesengroß, dass diese Hunde schnell und schneller und stark und stärker gemacht werden… Der alltägliche Umgang wird dadurch nicht einfacher.

Tipps für Hundehalter

Es gibt ein paar spannende Phänomene im Umgang mit Hunden. Um eines davon soll es heute morgen gehen. Manchmal hören wir diese Themen in einer Regelmäßigkeit, die beeindruckend ist. Es ist zu merken, wie es den Halter beschäftigt. Dabei fehlt oftmals ein ganz entscheidender Punkt, nämlich der, etwas an der Situation zu verändern und nach Lösungen zu suchen.

So, wie sich manche Hunde an Mauselöchern regelrecht „festbeißen“, so beißen wir Menschen uns manchmal an dem fest, was uns ärgert. Das ist schade, denn es begrenzt unseren Blick und schränkt uns ein. Was bedeutet das nun konkret? Lösungen finden, Entscheidungen treffen, andere Wege gehen, Ideen haben, agieren, statt reagieren - das ist das, was Hunde überzeugt, was sie dazu bewegt, auf uns zu reagieren und sich an uns zu orientieren. Möchte ich verhindern, dass mein Hund im Garten buddelt, dann gibt es die Variante, den Hund gar nicht erst in den Garten zu lassen, zumindest nicht allein. Übrigens: Vielleicht ist genau heute der richtige Tag dafür, loszulegen und Lösungen zu finden. Genau heute. Im Grunde genommen ist jeder Tag der richtige.

  • Leinenpflicht beachten: In vielen Gebieten besteht Leinenpflicht, um Wildtiere und andere Menschen zu schützen. Halten Sie Ihren Hund an der Leine, besonders in der Nähe von Radwegen und in Naturschutzgebieten.
  • Trainieren Sie den Rückruf: Ein zuverlässiger Rückruf ist unerlässlich. Üben Sie regelmäßig in verschiedenen Umgebungen und unter Ablenkung.
  • Alternativverhalten anbieten: Bieten Sie Ihrem Hund alternative Beschäftigungen an, wie z.B. Suchspiele oder Apportieren, um sein Jagdverhalten in kontrollierte Bahnen zu lenken.
  • Achtsamkeit: Seien Sie aufmerksam und beobachten Sie das Verhalten Ihres Hundes genau. Erkennen Sie frühzeitig Anzeichen von Jagdverhalten (z.B. Fixieren, Anschleichen) und reagieren Sie rechtzeitig.
  • Grenzen setzen: Geben Sie Ihrem Hund klare Regeln und Grenzen vor. Konsequenz ist wichtig, um unerwünschtes Verhalten zu unterbinden.

Sicherheitshinweise für Radfahrer

Welcher Hundehalter kennt sie nicht, diese Aussage, die man bei Hundebegegnungen oft zu hören bekommt. Und in der Tat, das machen Hunde auch. Während das bei Xipoko und Nyoxi unproblematisch ist, wäre der Spaß mit Luca schnell vorbei. Wenn der Dogo Argentino rot sieht, dann sieht er rot und dann marschiert er und kennt kein Halten mehr. Gut, inzwischen ist er wesentlich gemäßigter unterwegs und kann sich in der Gruppe bewegen, ohne, dass er groß auffällt. Jede Begegnung macht etwas mit dem Vierbeiner. Mal bringt sie Freude und Spaß mit sich, mal macht es einen stärker und den anderen schwächer. Und das alles vor den Augen der Bezugspersonen.

Viele Menschen haben SinL-Hunde von uns übernommen - und wir wagen noch eine Unterteilung in SinL und semi SinL. Weh tuts allemale, wenn sie beißen. Obwohl … jeder unserer SinL-Hunde hat “Auslöser“, die sie massiv zubeißen lassen. Auch Dewulana. Sie bleiben in gewissem Maße gefährlich. Sie kommen mit ganz individuellen Geschichten im Gepäck.

Natürlich kennen wir unsere Hunde, machen ja eine Bestandsaufnahme bei Einzug (und sind täglich mit ihnen zusammen), dennoch ändern sie sich ja über die Zeit auch ein wenig, siehe beispielsweise Dr. Klar kann jeder Hund in irgendeiner Situation beißen. Wir wollen unsere Hunde auch nicht gefährlicher machen, als sie sind. Es geht um Ernsthaftigkeit. Was wir tun können und es gelingt oftmals, ist, Vertrauen zum Menschen an sich (wieder) herzustellen.

  • Vermeiden Sie es, zu fliehen: Dies kann den Jagdinstinkt des Hundes verstärken.
  • Bleiben Sie ruhig und selbstbewusst: Sprechen Sie den Hund ruhig an und machen Sie sich groß.
  • Nutzen Sie Ihr Fahrrad als Schutz: Stellen Sie das Fahrrad zwischen sich und den Hund.
  • Melden Sie den Vorfall: Informieren Sie die örtliche Polizei oder das Ordnungsamt über den Vorfall.

Wolfsbegegnungen

Im Naturpark De Hoge Veluwe kommt es vermehrt zu direkten Begegnungen von Wölfen und Menschen. Die Tiere verfolgen Radfahrer und nähern sich Familien. Um Wölfe abzuschrecken, sollen in der Provinz Gelderland jetzt auch Paintballwaffen zum Einsatz kommen. Mit der Ausnahmeregelung für die Region, zu der auch Nimwegen und Arnheim gehören, wollen die Niederländer verhindern, dass die Tiere dem Menschen näherkommen und ihn dann möglicherweise angreifen. Raubtiere, die eine Distanz von 30 Metern unterschreiten, sollen mit den Farbkugeln beschossen werden. Nur Parkwächter dürfen demnach Paintballs auf die Wölfe abfeuern. Die Maßnahme soll dazu führen, dass die Tiere „wieder Angst vor Menschen“ haben.

Grund für die jetzt getroffene Maßnahme sind unter anderem Begegnungen, die sich in dem beliebten Nationalpark De Hoge Veluwe bei Arnheim ereignet haben. Der Sportler konnte mit seiner Helmkamera filmen, wie plötzlich ein Wolf neben ihm aus dem Gebüsch auftaucht und ihn verfolgt. Dem Mann gelang es schließlich, das Tier abzuhängen. Ein weiteres Video, das in sozialen Medien die Runde macht, zeigt, wie ein Wolf auf eine Familie zuschlendert. Diese war ebenfalls mit dem Rad unterwegs und hatte am Wegesrand eine Pause eingelegt. Passiert ist in beiden Fällen nichts, die Annäherungen der Tiere sorgen jedoch für heftige Diskussionen.

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