Marc Marquez wird ab der MotoGP-Saison 2025 für das Ducati-Werksteam antreten. Die Bestätigung des italienischen Motorradherstellers folgte, nachdem Jorge Martin überraschend zu Aprilia wechselte.
Marquez' Weg zu Ducati
Im vergangenen Jahr einigte sich Marquez mit Honda auf die vorzeitige Beendigung seines MotoGP-Vertrags. Der Spanier wollte herausfinden, ob er nach vier Operationen am Oberarm noch das Zeug hat, um in der MotoGP an der Spitze mitzukämpfen. Der Wechsel zu Ducati bot dem mittlerweile 31-Jährigen die Chance, seine Form besser beurteilen zu können. Bei den zurückliegenden Grand-Prix-Wochenenden zeigte der achtmalige Weltmeister starke Leistungen und fuhr auf Augenhöhe zu seinen Markenkollegen mit 2024er-Material.
"Ich möchte der gesamten Gresini-Racing-Familie dafür danken, dass sie mir in einer heiklen Phase meiner Karriere die Tür zu ihrem Team geöffnet haben", so Marquez.
Die Entscheidung für Marquez
Ducati-Corse-Chef Luigi Dall'Igna blickt auf herausfordernde Wochen zurück. "Die Entscheidung über Bagnaias neuen Teamkollegen im Ducati-Werksteam war nicht einfach, denn wir hatten eine Liste mit sehr starken Fahrern zur Auswahl", bemerkt Dall'Igna. "In der Box werden wir zwei Fahrer haben, die zusammen elf Weltmeister-Titel gesammet haben.
"Ich bin sehr glücklich, dass ich in der nächsten Saison die roten Farben des Ducati-Werksteams in der MotoGP tragen darf", kommentiert Marquez. "Von diesem Moment an wusste ich, dass es mein Ziel war, diesen Weg fortzusetzen, weiter zu wachsen und in das Team zu wechseln, mit dem Francesco Bagnaia zwei Jahre in Folge Weltmeister war", erklärt Marquez.
Teamkonstellation und Verträge
Bei Ducati wird Marc Marquez der neue Teamkollege von Francesco Bagnaia. Der Vertrag von Bagnaia wurde bereits bis Ende 2026 verlängert. Marquez ist nach Jack Miller und Enea Bastianini der dritte Teamkollege von Bagnaia im Ducati-Werksteam. Marquez' neuer Vertrag ist auf zwei Jahre ausgelegt und läuft somit ebenfalls bis Ende 2026.
Bagnaias Erwartungen
Márquez‘ zukünftiger Teamkollege, Pecco Bagnaia, hat in der laufenden Saison sechs Siege und acht Podiumsplätze eingefahren. Nach einem Sturz im Sprint und einem dritten Platz in Silverstone liegt der Italiener derzeit nur drei Punkte hinter dem Führenden Jorge Martín auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung.
Bagnaia äußerte sich zur aktuellen Saison und zur Ankunft von Márquez im Ducati Lenovo Team: „Ich glaube, es wird entweder supergut oder ein Desaster. Wir werden es nächstes Jahr sehen, wenn es losgeht. Sie haben an junge Fahrer geglaubt und ihnen die Möglichkeit gegeben, ins Werksteam zu kommen und mit Top-Material zu kämpfen. Und dann haben sie Marc geholt, der die meisten Meisterschaften hat. Sicherlich wird er superkompetitiv sein, denn er ist jetzt schon sehr schnell.“
Bagnaia ist überzeugt, dass „das Zusammensein mit ihm sicher mehr Motivation geben wird, an der Spitze zu bleiben.“
Marquez' Perspektive
"Ich bin natürlich sehr glücklich und bin Ducati Corse sehr dankbar, dass sie mich als Teamkollege von 'Pecco' ausgewählt haben", sagt Marquez und erklärt: "Das gilt ganz besonders, weil ich vor einem Jahr ganz dicht davor stand, zu sagen: Okay, das ist das Ende meiner Karriere."
In eben diesem Ducati-Kundenteam, das einst von Fausto Gresini gegründet und geleitet wurde und das seit dessen Tod von Nadia Padovani, Gresinis Witwe, geleitet wird, da hat Marquez eigener Aussage zufolge zwei Dinge sofort verstanden: "Im Gresini-Team wurde mir sofort klar, dass dieses Motorrad dasjenige ist, mit dem ich mein Selbstvertrauen wiederfinden kann.
"Von diesem Punkt an", erinnert Marquez an seine ersten Einsätze als Ducati-Fahrer im Gresini-Team, "habe ich versucht, mein Bestes zu geben und so kam es, dass ich einer der Kandidaten für das Motorrad im Ducati-Werksteam wurde.
Die Crew und das Team
Ein Detail, das rund um Marc Marquez derzeit noch offen ist, betrifft die Zusammensetzung der Crew. Wird der sechsmalige MotoGP-Weltmeister seinen aktuellen Crewchief im Gresini-Team - Francesco "Frankie" Carchedi - ins Werksteam mitnehmen?
"Das ist etwas, was ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht weiß", sagt Marquez. "Das wird die Entscheidung von Ducati. Warum? Weil ich in das beste Team mit dem besten Motorrad komme.
Eine Personalie wird Marquez auf jeden Fall aus dem Gresini-Team ins Werksteam folgen. Es handelt sich um seinen Reifeningenieur Javi Ortiz, der ihm schon von Honda ins Gresini-Team gefolgt ist. "Der einzige, um den ich gebeten habe, das ist Javi.
Ducatis Dominanz und mögliche Vereinheitlichung
Die Diskussion um eine Vereinheitlichung aller Ducati-Bikes in der MotoGP ab 2026 nimmt weiter Fahrt auf. Gerüchten zufolge könnte der italienische Hersteller allen sechs Fahrern identische Maschinen zur Verfügung stellen.
In dieser Saison steht nur den beiden Ducati-Werksfahrern Marc Marquez und Francesco Bagnaia sowie Di Giannantonio im Gresini-Team die aktuelle Desmosedici GP25 zur Verfügung. Aldeguer, Alex Marquez und Franco Morbidelli fahren das Vorjahresmodell, mit dem seinerzeit Jorge Martin Weltmeister wurde.
VR46 und Gresini
Für das VR46-Team wird sich wohl auch in Zukunft nichts an der aktuellen Konstellation ändern. Auf die Frage, ob Gresini künftig vollwertige Werksmaschinen für beide Fahrer einsetzen könnte, erklärte Salucci: "Was die anderen machen, ist nicht meine Sache. Wir würden ihnen nie Steine in den Weg legen. Alex Marquez fährt eine fantastische Saison, also ist es nur normal, dass auch er die gleiche Maschine bekommt."
Mauro Grassilli, Sportdirektor von Ducati Corse, bestätigte gegenüber Sky, dass die Option geprüft werde. "Wie jedes Jahr führen wir eine Evaluation durch, um die Strategie für die nächste Saison festzulegen. Die Hypothese, dass Gresini eine Werksmaschine bekommt, steht auf dem Tisch", verriet der Italiener.
Einheitliche Motorräder ab 2026?
Für 2026 könnte sich aufgrund mehrerer Umstände ein Szenario abzeichnen, dass alle sechs Fahrer das gleiche Motorrad erhalten. Wie Motorsport.com Spanien, eine Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, in Erfahrung gebracht hat.
Fünf Monate später stellt sich die Lage ganz anders dar. Marc Marquez dominiert mit überwältigender Überlegenheit - zehn Siege bei zwölf Rennen, dazu elf Sprint-Siege. Einzig sein Bruder konnte ihm mit der älteren 2024er-Version phasenweise Paroli bieten. Bagnaia hingegen sucht weiter nach Antworten für das fehlende Gefühl. Di Giannantonio kämpft nach Verletzungen um Konstanz, Aldeguer hat mit einem Podium und starken Schlussphasen in den Rennen auf sich aufmerksam gemacht. Morbidelli startete stark, baute aber zuletzt ab.
Angesichts der Leistungen hat sich Alex Marquez zweifellos ein aktuelles Modell verdient, auch wenn sein Vertrag das nicht vorsieht. Alex hat eindrucksvoll bewiesen, dass er auch ohne seinen Bruder überzeugt - durch Tempo und Konstanz. Das spricht dafür, dass beide Gresini-Fahrer im nächsten Jahr das aktuelle Modell erhalten. Nur Morbidelli mit einer anderen Spezifikation auszustatten, ergäbe wenig Sinn. Deshalb könnten alle sechs im nächsten Jahr mit dem gleichen Motorrad fahren.
Insta360 als neuer Sponsor
Neben dem sportlichen Wechsel setzt Márquez auch auf einen neuen persönlichen Sponsor: Insta360.
Durch den Einsatz der Action-Kameras von Insta360 erhalten Zuschauer eine neue Perspektive auf Márquez’ Fahrstil. Die kompakten Kameras sollen einzigartige Aufnahmen ermöglichen, die herkömmliche Kamerateams nicht einfangen können. Marc betont, dass dies eine vollkommen neue Sichtweise auf die MotoGP bieten wird.
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