Pünktlich zum Frühling bringt Sushi die überarbeitete Version seines City-Pedelecs raus: das Sushi Bike 3.0+. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr euch für das von mir getestete Maki-Modell oder die Tiefeneinsteigervariante namens California Roll entscheidet. Wie gewohnt steht Minimalismus im Fokus: keine App, kein Schnickschnack, einfach fahren. Falls euch der Name Sushi Bikes noch nichts sagt: Hinter der Marke steckt ein Münchner Unternehmen, das 2019 gegründet wurde. Die Mission? Statt auf smarte Hightech-Spielereien zu setzen, verfolgt Sushi einen klaren Ansatz: Minimalismus trifft urbanen Lifestyle.
Design und erster Eindruck
Aufgrund der filigranen Bauweise war ich erst skeptisch, was die Qualität anbelangt, wurde aber positiv beim Auspacken überrascht. Lasst euch übrigens nicht von meinen Fotos verunsichern, wo das vordere Schutzblech fehlt - beide sind im Lieferumfang enthalten. Die Schutzbleche sind aus Aluminium. Trotz des günstigen Preises wirkt das 3.0+ nicht billig. Besonders gut gefallen mir die lackierten Alu-Schutzbleche mit integriertem Rücklicht. Kleine Details, die das Rad deutlich hochwertiger wirken lassen, als ich erwartet habe.
Ausstattung und Technik
Beim Sushi Bike 3.0+ ist für den Alltag in der Stadt konzipiert und beschränkt sich somit auf das Nötigste. Das heißt: Keine Federung, keine Gänge - die würden ohnehin nur das Gewicht erhöhen. Mit knapp 17 Kilo zählt das Bike zu den Fliegengewichten der Pedelecs. Für den Antrieb sorgt nämlich ein mit 200 Watt und 36 Newtonmetern (Nm) vergleichweise schwacher Motor. Nahezu balle mir bekannten City-Pedelecs bieten einen Hinterradmotor mit 40 Nm. Erfreulich dagegen: Das Fahrrad ist dank Katzenaugen, Reflektoren und ausreichend hellen Lampen StZVO-konform. Die Lichter sind fest verbaut, der hintere Reflektor liegt zum Anstecken bei. Dazu gibt's Katzenaugen an den Speichen. Neben den erwähnten Schutzblechen gibt’s noch eine Gepäckträgerhalterung sowie einen per Knopfdruck ausfahrbaren Ständer.
Technische Daten im Überblick
| Komponente | Details |
|---|---|
| Motor | 24 V / 200 W |
| Akku | 24 V / 9,6 Ah, 230,4 Wh |
| Reichweite | bis zu 75 Kilometer |
| Maximale Geschwindigkeit | 25 km/h |
| Ladezeit | 5,5 Stunden |
| Display | LCD mit 5 Unterstützungsmodi |
| Rahmen | Aluminium, Rahmenhöhen 50cm, 55cm, 60cm |
| Gabel | Aluminium |
| Bremsen | Hydraulische Scheibenbremse, Tektro HD-M275 |
| Felgen | 28 Zoll, 40 mm, 36 H |
| Reifen | 37-622, SUSHI Logo, Pannenschutz |
| Antrieb | 46 Zähne x 170 mm, hinten: 18 Zähne |
| Gesamtgewicht | 17 kg inkl. Pedale |
| Maximales Gesamtgewicht | 120 kg inkl. |
Das neue Sushi Bike 3.0+ kann ab sofort für 1.399 Euro bei Sushi vorbestellt werden. Es soll im Zeitraum zwischen April-Mai zum Preis von 1.499 Euro erscheinen.
Fahrgefühl und Leistung
Ich bin das Sushi Bike 3.0+ zwei Wochen lang gefahren. Dabei war ich auf Asphalt sowie abseits der Straße auf Schotterwegen und Wiesen unterwegs. Wie fährt es sich? Kurz gesagt: Leicht, wendig und mit E-Schub - aber nicht ohne Eigenleistung. Habt ihr also beispielsweise Stufe 2 aktiv, schiebt euch der Motor bis ungefähr 15 km/h sanft an und schaltet sich dann wieder ab. Der Punkt, an dem der Motor abschaltet, ist aber stets spürbar. Es fühlt sich wie ein kleiner Widerstand an. Auch wenn ich erst skeptisch war: Der vergleichsweise schwachbrüstige Motor macht trotzdem jede Menge Spaß. Der Anschub ist zwar nicht so spritzig wie beim MOUGG Star oder Tenways, aber je nach Umgebung dank des geringen Bike-Gewichts ausreichend. Trotzdem merkt man gerade bei Steigungen, dass der Motor nicht viele Reserven hat. Bereits bei einer leichten Steigung kam ich auf Stufe 5 nur noch auf 22 km/h. Die sind zwar auch mit dem Sushi möglich, allerdings nur unter hohem Krafteinsatz. Immerhin: Das Bike schiebt mich sogar auf den steilsten Berg in meiner Kleinstadt hinauf - zumindest, wenn ich nicht zwischendrin stehen bleibe. Bedenkt aber, dass ich mit 58 Kilo fast so leicht bin wie das Bike (ähem). Mit mehr Gepäck oder mehr Körpergewicht könnte dem Motor (und dem Akku) schnell die Puste ausgehen. Zusammengefasst: Die 36 Nm werdet ihr im Vergleich zu 40 Nm anderer Bikes im Alltag höchstens bei starken Steigungen, hohem Gewicht oder starken Gegenwind spüren. Abseits der Straße eignet sich das Sushi-Bike nur bedingt. Auch wenn kleinere Hügel kein Problem sind, mag’s das Sushi Bike 3.0+ eher flach.
Doch selbst auf ebener Strecke macht sich der fehlende Drehmomentsensor bemerkbar. Aus dem Stand heraus braucht der Motor nämlich eine halbe Kurbelumdrehung, bis er erwacht. Dennoch: Ich habe bereits E-Bikes mit Tretsensor getestet, wo der Motor weitaus ruppiger auf meine Strampeleinlagen reagierte. Was richtig Spaß macht: die Wendigkeit. Durch das geringe Gewicht und die schmale Bauweise flitze ich regelrecht durch den Stadtverkehr. Komfort ist nämlich nicht die Stärke: Keine Federung, harte Griffe, dünne Reifen - Kopfsteinpflaster wird zur Rüttelparty. Auf Asphalt fühlt sich das Bike super an und auch unebene Wege sind machbar, aber kein Genuss. Für längere Touren abseits der Stadt ist es ohnehin nicht gedacht, aber selbst in der Stadt gibt’s Schlaglöcher und Bordsteinkanten.
Reichweite und Features
Ein Wort zur Reichweite: Sushi gibt bis zu 75 Kilometer an; im Alltag läuft es bei mir eher auf 50 bis 60 Kilometer heraus. Damit liegt es ungefähr gleichauf mit dem deutlich teureren und klobigeren Cowboy Cruiser. Für die Stadt ist das auf alle Fälle ausreichend, für Pendler zwischen zwei Städten dürfte der Akku aber zu knapp bemessen sein. Hier hat Sushi einen kleineren Akku zugunsten des niedrigeren Gesamtgewichts verbaut. Apropos Akku: Der ist herausnehmbarer und kann als Powerbank verwendet werden. Eine LED zeigt euch den ungefähren Ladestand des Akkus. Das Problem: Davon abgesehen bietet das Sushi 3.0+ keine Features: Keine App, keine Wegfahrsperre, keinen verbauten GPS-Tracker. Das Bike wirkt in jeder Hinsicht reduziert und das ist okay.
Alternativen
Das Tenways CGO 600 Pro kostet nur 300 Euro mehr, bietet dafür aber einen Drehmomentsensor, einen wartungsarmen Carbon-Riemen statt einer Kette, einen größeren Akku, einen stärkeren Motor sowie eine App mit Navigation. Pendler sollten sich je nach Strecke eher nach Alternativen mit größerem Akku umschauen. Hier sind einige Alternativen zum Sushi Bike 3.0+:
- Tenways CGO 600 (Pro): Der wohl größte Konkurrent zum Sushi-Bike. Für ca. 300 Euro mehr bietet es ebenfalls ein minimalistisches Design, hat aber einen stärkeren Motor, Riemenantrieb sowie einen Drehmomentsensor für ein geschmeidiges Fahrgefühl. Die Pro-Variante bietet unter anderem einen herausnehmbaren (größeren) Akku.
- Fiido C21: Ebenfalls ein leichtes E-Bike für die Stadt mit Drehmomentsensor, 250-Watt-Motor und neun Gängen.
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