Sushi Bikes: Joko Winterscheidt und die Revolution der urbanen E-Mobilität

Ein sonniger Tag in München Mitte Juni nahm eine unerwartete Wendung, als Moderator und Unternehmer Joko Winterscheidt zusammen mit seinem Geschäftspartner Andy Weinzierl, dem Gründer von Sushi Bikes, vor der Tür standen.

Die beiden waren gekommen, um die neuesten Sushi Bike-Modelle vorzustellen. Natürlich ließen es sich die Redakteure nicht nehmen, die E-Bikes gleich selbst auszuprobieren und den Gründern einige Fragen zu ihrer gemeinsamen Geschichte auf zwei Rädern und der Zusammenarbeit bei Sushi Bikes zu stellen.

Die neuen Modelle: Maki 3.0 und California Roll 3.0

Das Sushi Bike Modell California Roll 3.0 fällt sofort durch seine stylische Farbe (Berry) und den tiefen Einstieg auf. Die Handhabung ist denkbar einfach: Über das funktionale kleine LCD-Display wählt man mit Plus-Minus-Tasten eine von fünf Unterstützungsstufen aus, eine Gangschaltung gibt es nicht.

Das Sushi Bike ist jedoch nicht zu unterschätzen: Schon in der ersten Stufe nimmt man ordentlich Fahrt auf, und mehr als die dritte Stufe war auf der Probefahrt nicht nötig. Besonders positiv fällt die durchdachte und reduzierte Gestaltung der Ausstattung auf.

Das E-Bike ist leicht, einfach zu bedienen und absolut stadttauglich, mit ordentlich Schubkraft - ideal für alle, die es unkompliziert und solide mögen und Wert auf eine nachhaltige Produktion legen. Die neuen Sushi Bikes-Modelle Maki 3.0 (in drei Größen) und California Roll 3.0 (Einheitsgröße) zeichnen sich durch ihr geringes Gewicht, den kleinen herausnehmbaren Akku (der auch als Powerbank verwendet werden kann), neue hochwertige Komponenten wie hydraulische Scheibenbremsen, erstmals fest verbaute Lichter, pannensichere Reifen und ihr cleanes Design aus.

Sushi Bikes: Nachhaltigkeit und Produktion in Europa

Die Münchner E-Bike-Marke der Gründer Andy Weinzierl und Joko Winterscheidt gibt es seit 2019. Sushi Bikes werden zu großen Teilen in Europa hergestellt: Rahmen und Schutzbleche werden in der EU gebaut, und die gesamten Fahrräder werden in Portugal montiert.

Seit 2022 ist die Marke als erste E-Bike-Marke Mitglied der Fair Cobalt Alliance. Die neuen Modelle sind in den Farben Schwarz, Stone und Berry erhältlich und kosten 1.399 Euro.

Elf Fragen an Joko Winterscheidt und Andy Weinzierl

Nach der Probefahrt standen Joko Winterscheidt und Andy Weinzierl noch für einige Fragen bereit, um persönliche Fahrradanekdoten, ihre Zukunftsvisionen zur Mobilitätswende und ihr E-Bike-Know-how zu teilen.

Wie alles begann: Andy Weinzierl entwickelte einen E-Bike-Prototypen, der über Umwege bei Joko Winterscheidt landete. Dieser fand die einfache Optik des Bikes direkt cool, und gemeinsam starteten sie das Projekt Sushi Bikes. Besonders ist, dass Andys Familie seit Generationen im Fahrrad-Business tätig ist, was eine solide Basis für die Marke bildet.

Die Vision: Sushi Bikes sollen für jeden zugänglich sein, wenn der Preis stimmt. Daher ist es nicht nötig, marketingtechnisch Zielgruppen zu definieren, da die Fahrräder einfach überzeugen.

Die wichtigsten Punkte von Sushi Bikes

  • Reduzierung auf das Wesentliche
  • Optimierung der Logistik
  • Fokus auf gute Komponenten
  • Faire Preisgestaltung

Sushi Bikes im Test: Was macht sie besonders?

Sushi Bikes positionieren sich als unkomplizierte und zuverlässige City-E-Bikes. Doch was macht sie so günstig? Sushi Bikes setzen auf Reduktion auf das Wesentliche. Keine Gangschaltung, keine Federung und weniger Motorleistung und Akkukapazität sind die Kompromisse, die eingegangen werden.

Dennoch bieten die Bikes eine ausreichende Leistung für die Stadt und moderate Steigungen. Die entnehmbare Akku der aktuellen Plus-Modelle liefert etwa 250 Wh Energie.

Zusatzbauteile wie Gepäckträger, Schutzbleche und Fahrradständer sind als Zubehör erhältlich. Ein Pluspunkt ist die StVZO-Kompatibilität der Bikes.

Die Hauptzielgruppe von Sushi Bikes sind jüngere, urbane Pendler. Für das Radfahren in der Stadt, das Pendeln und als Fitnesspartner eignen sich die Sushi Bikes durchaus.

Kritik und Kompromisse

Unter E-Bike-Testern kommen die Sushi-Bikes manchmal nicht so gut weg, da die Leistungen des Motors als zu schwach, der Akku als zu klein und das Fahrwerk als zu unkomfortabel empfunden werden. Allerdings muss man die Bikes im Kontext ihres Preises und ihrer Zielgruppe betrachten. Im Vergleich zu City-E-Bikes in dieser Preisklasse sind die Sushi-Bikes durchaus wettbewerbsfähig.

Die Vorteile von Sushi Bikes:

  • Günstiger Preis
  • Leichtgewicht
  • StVZO-Konformität

Die Nachteile von Sushi Bikes:

  • Montage erforderlich
  • Günstige Komponenten
  • Kein Händlernetz

Vom Prototyp zum Erfolg: Die Geschichte von Sushi Bikes

Die Idee zu Sushi Bikes entstand, als Andy Weinzierl von einem E-Bike seines Vaters begeistert war, aber ein günstigeres und stilvolleres Modell suchte. Mit seinem Vater baute er einen ersten Prototypen, der prompt gestohlen wurde.

Anfang 2019 wurde in einem Sushi-Lokal der Markenname erfunden, und noch im März wurde Sushi Bikes gegründet. Schon im Februar 2020 rollten die ersten Sushi Bikes über die Straßen. Das Konzept des preiswerten Elektrofahrrades mit der richtigen Ausstattung für die Stadt kam von Anfang an sehr gut an.

Inzwischen werden die Modelle Maki+ und California Roll+ von ihren Nachfolgern abgelöst. Die Fertigung erfolgt jetzt in Portugal, was den logistischen Aufwand und den transportbedingten CO₂-Fußabdruck jedes einzelnen Pedelecs deutlich verkleinert.

Die neuen Modelle verfügen über Features wie eine am Akku angeschlossene Beleuchtungsanlage, hydraulische Scheibenbremsen vorne und hinten, einen 230,4 Wattstunden (Wh) fassenden Akku für bis zu 75 Kilometer Reichweite und frische Farben. Dazu gibt es das passende Package fürs elektrifizierte Stadtradeln: Einen Heckmotor mit einer Leistung von 200 Watt, dessen Unterstützung bis maximal 25 km/h in fünf Stufen zugeschaltet werden kann und einen Single-Speed-Antrieb ohne störungsanfällige Schaltkomponenten.

Sushi Bikes: Ein Startup mit Humor und Nachhaltigkeit

Cool, nachhaltig und vor allem günstig sollten sie sein: Als TV-Moderator Joko Winterscheidt und Andy Weinzierl Sushi Bikes starteten, wollten sie Hipstern und Millenials eine Alternative zum traditionellen E-Bike anbieten. Mit einem Startpreis von 999 Euro kostete ihr erstes Modell weniger als die Hälfte der Konkurrenz.

Auf die Frage nach der Herkunft des Namens antwortete Joko Winterscheidt: „Wer denkt bei E-Bikes nicht sofort an Sushi? Das eine rollt, das andere sind Rolls. Deshalb kam uns der perfekte wenn auch etwas skurrile Name beim Asiaten."

Das Team von Sushi Bikes legt großen Wert auf eine gute Arbeitsatmosphäre und innovative Entscheidungen. Alle im Team haben Zugriff auf die Verkaufszahlen und bekommen von allen Kooperationen mit.

Sushi Bikes ist nicht nur ein E-Bike-Hersteller, sondern auch ein Unternehmen mit einer klaren Vision für die Zukunft der urbanen Mobilität. Mit ihren erschwinglichen, stilvollen und nachhaltigen E-Bikes wollen Joko Winterscheidt und Andy Weinzierl einen Beitrag zu einer fahrradfreundlicheren und lebenswerteren Stadt leisten.

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