Die Bayerischen Alpen bieten mit ihren zahlreichen Gipfeln unzählige Mountainbike-Touren in allen Schwierigkeitsgraden. Hier findet man sowohl gemütliche Forstweg-Runden mit zünftiger Hütteneinkehr als auch anspruchsvolle Trail-Touren.
Tutzinger Hütte und Beni-Trail bei Benediktbeuern
Eine perfekte Tour für den Feierabend oder einen Nachmittag ist die kurze, landschaftlich schöne Tour zum Beni-Trail bei Benediktbeuern. Los ging es am Parkplatz des Alpenwarmbades in Benediktbeuern. Von hier folgten wir stetig dem Forstweg (Nr. Über einen flach ansteigenden Forstweg geht es gemütlich ca. 550 Höhenmeter bis zur Materialseilbahn der Tutzinger Hütte hinauf.
Nach ca. 1,5 Stunden Fahrzeit (gemütlich) und etwa 600 Höhenmetern kamen wir an der Talstation der Lastenseilbahn der Tutzinger Hütte an. Hier sperrten wir die Fahrräder an einen der wenigen noch freien Bäume und stiegen die letzten ca. 170 Höhenmeter zu Fuß weiter hinauf zur Tutzinger Hütte wo wir ca. 20 min später ankamen. Hans der Hüttenwirt und seine Frau Elke erkannten Ali und Michael gleich wieder und sogleich machte sich Elke daran vier Portionen Kaiserschmarrn „Neuseeländer Art“ zuzubereiten :-).
Wer mehr Zeit hat, nimmt ein Schloss mit und lässt das Rad an der Seilbahn stehen und wandert noch etwa 200 Höhenmeter bis zur Tutzinger Hütte oder sogar weitere 500 Höhenmeter direkt auf die Benediktenwand weiter. Die Tutzinger Hütte zählt zu den Klassikern im Alpenvorland und ist ein beliebtes Ausflugsziel zahlreicher Wanderer und Mountainbiker, die den Weg hinauf zur Hütte am Fuße der eindrucksvollen Benediktenwand (1801m) teilweise in Scharen auf sich nehmen. Unterhalb der steilen und schroffen Felswand, die zugleich von manch einem als das Wahrzeichen des Tölzer Landes bezeichnet wird, liegt die Alpenvereinshütte der Sektion Tutzing auf einem begrasten Almgebiet zwischen Bergwald und Geröll.
Die Tutzinger Hütte, erstmals erbaut bereits Anfang des zwanzigsten Jahrhunderst, im Jahre 1908, zählt seit deren Abriss und Neubau im Jahr 2000 zu den ökologischsten Berghütten in Deutschland. Einem ausgeklügelten Energiekonzept haben es die Hüttenwirte zu verdanken, dass die Tutzinger Hütte 2006 für die besonders umweltfreundliche Führung mit dem Umweltgütesiegel des Deutschen Alpenvereins ausgezeichnet wurde.
Nach einer ausgedehnten Mittagspause und einem Schnaps ging es schließlich zu Fuß wieder hinunter zu den Bikes und wir fuhren auf den bekannten „Beni-Trails“ wieder hinunter ins Tal. Auf dem gleichen Weg geht es zu Fuß zur Materialseilbahn zurück. Nach wenigen Metern auf dem Forstweg zweigt links ein schmaler Pfad über die Almwiesen ab und wird nach kurzer Zeit zu einem flowigen, einfach zu fahrenden Wald-und Wiesen-Trail. Aber dann ging es zunächst auf wunderschönen, später auf ziemlich verschlammten Trails, immer wieder die Auffahrt kreuzend hinunter zum Ausgangspunkt der Tour. (Abfahrt ca.
Erst kurz bevor der Trail bei Benediktbeuern wieder auf den Forstweg mündet, wird die Abfahrt etwas anspruchsvoller, was aber schnell überwunden ist.
Details zur Tour:
- ca. 550 hm und 16 km zzgl.
- Parkplätze: Mariabrunn und Alpenwarmbad Benediktbeuern.
Wegbeschreibung:
Auf der Schwimmbadstraße fahren wir einige Meter nach Osten und biegen dort in den Weg ein, der am rechten Ufer des Lainbaches entlang verläuft. Nach 500 m queren wir den Bach und biegen gleich danach rechts in den Weg ein, der uns nun entlang der Laine (Lainbach) führt. Ein ökologischer Lehrpfad zeigt uns auf zehn Tafeln, mit welchen Maßnahmen das Bachbett verbaut wurde, um die Natur in diesem Tal nach heftigen Unwettern zu zähmen. Auf angenehmen Forstweg fahren wir leicht ansteigend am schönen Lainbach entlang und passieren dabei die Söldneralm (809 m). Kurz nach der Söldneralm queren wir den Lainbach über eine schmale Brücke und verlassen das Leinbachtal nach links (Osten). Hier folgt der eingangs genannte, steile Wegabschnitt „Am Elend“, von dessen Befahrung derzeit abgeraten wird. Dieser Abschnitt kann aber auch in wenigen Minuten schiebend bewältigt werden. Oben angekommen folgen wir der hier beginnenden, breiten Forststraße und orientieren uns an den Beschilderungen Richtung Tutzinger Hütte. An der ersten Kreuzung halten wir uns rechts, nach einem etwas längeren, geraden, leicht ansteigendem Abschnitt halten wir uns an der nachfolgenden Kehre scharf links. Hier ist der Punkt, an dem wir bei der Abfahrt die Möglichkeit zur Rundtour haben.
Nach kurzer Zeit lichtet sich der Wald rechts von uns und wir sehen dort etwas unterhalb auf einer Almwiese die private Eibelsfleck-Alm liegen. Hier parken wir unser Radl, es gibt sogar einen Bügel zum Festketten. Anschließend geht es in etwa 20 Minuten zu Fuß auf einem schmalen Pfad über Serpentinen durch den Bergwald hinauf, über eine Lichtung. Kurz darauf stehen wir vor der Tutzinger Hütte und unterhalb der imposanten Nordwand.
Neureuth Alm oberhalb von Tegernsee
Mit nur knappen 10 km und 550 Höhenmetern ist die Tour auf die Neureuth Alm oberhalb von Tegernsee eine perfekte Feierabendrunde. Von Tegernsee geht es über eine Forststraße durch den Wald hinauf. Während die Steigung anfangs angenehm und gut zu treten ist, wird der Weg auf den letzten 100 Höhenmetern steil und anspruchsvoll. Die Abfahrt erfolgt zunächst auf dem gleichen Weg, dann biegt man nach rechts in den sogenannten Sommerweg ab. Schmal, erdig und wurzelig führt er in engen Kurven wieder hinab zum See.
Details zur Tour:
- ca.
Altlacher Hochkopf am Walchensee
Der Altlacher Hochkopf ist ein 1.328 m hoher Gipfel zwischen Walchensee und Isartal. Trotz seiner geringen Höhe bietet er eine tolle Aussicht in Richtung Karwendel und hinab ins Isartal. Vom Südende des Walchensees führt ein Forstweg über 650 Höhenmeter hinauf zum Gipfel. Der Weg ist bis auf die letzten knapp 100 Höhenmeter nie zu steil und lässt sich sehr gut hinauftreten. Da sich sowohl die Auf- als auch die Abfahrt primär im Wald abspielt, eignet sich die Tour perfekt für heiße Tage.
Den Tourstart erreicht man entweder über die kostenpflichtige Mautstraße, die am Südufer des Sees vorbeiführt oder man parkt in Urfeld oder Walchensee und kombiniert die Tour mit einer gemütlichen Umrundung des Sees. Die Strecke rund um den See hat ca. 25 km und, da man zwei Mal vom Seeufer weggeführt wird, 400 zusätzliche Höhenmeter. Auf 1.299 m Höhe erreicht man die unbewirtschaftete Hochkopfhütte, von deren Terrasse man über den See hinüber zu Herzogstand und Jochberg blickt.
Die Hütte wurde übrigens bereits 1850 von König Max II. als Jagdhütte gebaut und auch Ludwig II. Die letzten 30 Meter zum Gipfel werden schiebend zurückgelegt und zwischen den Bäumen tut sich schließlich der Panoramablick in Richtung Karwendel auf. Nach der wohlverdienten Pause geht es zunächst auf dem gleichen Weg zurück zur Hochkopfhütte. Dann folgt ein schöner S1-Trail, der immer wieder eine Forststraße kreuzt und zurück zum Walchensee führt. Leider wurde der untere Teil im vergangenen Jahr für Forstarbeiten verbreitert und ist jetzt eher eine Forststraße als ein Trail, was die Abfahrtsfreude ein wenig mindert.
Anfahrt: mit dem PKW nach Urfeld, Walchensee oder Altlach. Die Straße am Südufer des Walchensees ist eine gebührenpflichtige Mautstraße.
Details zur Tour:
- ca. 650 hm und 16 km, mit Umrundung des Walchensees ca.
Mountainbike Tour in Krün
Am Rand des Karwendels und nur 8 km von der österreichischen Grenze entfernt liegt das kleine Örtchen Krün. Der größte Teil der ca. 850 Höhenmeter wird auf einem gut fahrbaren Forstweg zurückgelegt. Lediglich auf etwa 100 Höhenmetern am Ende der Tour ist das Radfahren verboten. Allerdings ist der Pfad hier auch relativ schmal und steil, so dass ohnehin nicht alles fahrbar wäre. Die Abfahrt führt dann zunächst ein Stück über den Forstweg und schließlich über einen schönen Steig durch den Wald zurück ins Tal, wo sich ein Abstecher zum Barmsee lohnt.
Anfahrt: mit dem PKW nach Krün oder mit dem Zug nach Klais. Von dort ca.
Details zur Tour:
- ca.
Rauheck über Ohlstadt
Das 1.590 m hohe Rauheck ist ein wenig bekannter Gipfel im Schatten des Heimgartens über Ohlstadt. Von Ohlstadt geht es zunächst über den Radweg entlang der Loisach bis nach Eschenlohe. Nach einem ersten Anstieg auf einer Asphaltstraße radelt man ein Stück durch das malerische Eschenlainetal, bis die Beschilderung nach links zum Heimgarten weist. Nun tritt man auf einem steilen Forstweg einsam bergauf - nur selten trifft man andere Mountainbiker oder Wanderer.
Auf ca. 1.330 m Höhe erreicht man mehrere kleine Almen. Hier verlässt man den Forstweg und folgt einem schmalen Pfad in Richtung Heimgarten und Rauheck. Nach einigen hundert Metern wird es zum Fahren zu steil und die letzten 150 m Höhenmeter zum Gipfel werden schiebend überwunden.
Die anstrengende Auffahrt lohnt sich: Hinter dem Gipfelkreuz fällt der Berg steil ab und der Blick reicht über das komplette Alpenvorland mit Ammer-, Staffel- und Starnberger See. Nach Osten blickt man hinauf zum Heimgarten und in Richtung Süden zum Alpenhauptkamm inklusive Zugspitze und Mieminger Kette. Nach einer ausgiebigen Rast folgt man einem schmalen Pfad unterhalb des Gipfelgrads über einen namenlosen Gipfel bis zum 1.456 m hohen Buchrain. Hier genießt man ein letztes Mal die Aussicht über das Blaue Land, bevor es über einen steilen Steig hinab ins Tal geht.
Für Wanderer ist dies der direkte Aufstieg aufs Rauheck, trotzdem ist man meist allein unterwegs und trifft nur wenige Fußgänger. Der Steig ist steil und schottrig und nur versierte Fahrer haben hier wirklich Spaß.
Details zur Tour:
- ca. 27.
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