Auspuffanlagen für Harley Davidson Softail: Test und Vergleich

Der Sound der serienmäßigen Auspuffanlagen lässt oft zu wünschen übrig, was viele Harley Davidson Softail Besitzer dazu bewegt, eine andere Anlage in Betracht zu ziehen. Jekill & Hyde Anlagen sind bekannt für ihren guten Sound, auch im leisen Modus, aber sie sind nicht gerade günstig.

Alternativen und Überlegungen beim Kauf

Alternativ gibt es Penzel oder Kess Tech, die per Klappe geöffnet oder geschlossen werden können. Das Ganze gibt es dann noch manuell oder elektronisch.

Beim Kauf einer verstellbaren Anlage sollte man bedenken, ob es das alles wert ist. Aufgrund der Lärmbelästigung werden immer mehr Strecken am Wochenende geschlossen. Außerdem fährt man immer wie in der Mofazeit mit einem ängstlichen Blick in den Rückspiegel. Es gibt nichts Geileres, als mit 90 km/h im 5. Gang auf der Landstraße zu fahren.

Es ist wichtig, sich der Verantwortung bewusst zu sein, da lauter Sound nicht alles ist. Alternativ gibt es da noch Penzel oder Kess Tech, die per Klappe geöffnet oder geschlossen werden können. Das Ganze gibt es dann noch manuell oder elektronisch.

Remus Auspuffanlagen als Option

Remus Endtöpfe bieten eine weitere Möglichkeit, den Sound zu verbessern. Bei der Anlage waren die DB eater Straßenzulassung und Racing mit dabei. Nach dem Einbau der Racing Einsätze war der Sound klasse, wurde aber leider immer lauter. Der Tausch gegen die erlaubten Einsätze brachte den idealen Klang. Die Endtöpfe sind von alleine um einiges lauter geworden.

Remus hat das Lager abverkauft, da sie diese für die FLSTC aus dem Programm nehmen möchten. Die beiden Töpfe konnten so günstiger erworben werden.

Dyna vs. Softail: Ein Vergleich

Ein Vergleich zwischen Dyna Wide Glide und Softail Slim zeigt, dass beide Modelle ihre Vorzüge haben. Beide Modelle waren in den Europa-Versionen mit dem bekannten aktiven Ansaug- und Auspuffsystem und einem ungeregelten Katalysator ausgerüstet.

Die Wide Glide hat ein Fahrwerk mit konventioneller Schwinge, die sich ebenso konventionell über zwei sichtbare, hinten stehend angeschraubte Federbeine gegen das Rahmenheck abstützt. Bei der Softail Slim ist das völlig anders.

Die Wide Glide lenkt bei langsamer Fahrt etwas unwillig ein, verhält sich um den gereckten Lenkkopf herum viel steifer als die Konkurrentin Slim. Langsame Serpentinen fahren macht aber auf der Slim viel mehr Spaß. In solchen Gefilden können die recht schmalen 16-Zöller ihre ganze Überlegenheit hinsichtlich quicken Handlings ausspielen. Etwas mehr Bodenfreiheit hätten wir uns bei der Twin-Cam-Slim trotzdem gewünscht.

Beide fahren mit je einer Scheibe vorne und hinten, wobei die Dyna vorne eine schwimmend gelagerte Bremsscheibe mit 300 Millimetern Durchmesser hat, bei der Softail beißt der Vierkolben-Festsattel in eine starre Scheibe mit 292 Millimetern Durchmesser. Wirkliche Unterschiede konnten wir dabei nicht erfahren, beide Beißerchen sind so lala.

Die Wide Glide bietet den besseren Federungskomfort, der Fahrer sitzt auf der Slim dafür relaxter. Ihr breiter Lenker im lässigen „Hollywood“-Stil passt ergonomisch perfekt zur Lage der Trittbretter; sowohl klein- wie großgewachsene Fahrer fühlen sich sofort auf ihr wohl.

Fazit zum Vergleich

Ausstattungsmäßig geben sich beide Bikes fast nichts. Beide haben das Security-System mit Wegfahrsperre und eine Alarmanlage mit Keyless-Fernbedienung. Auch ABS, ein Mini-LCD-Drehzahlmesser und eine sehr genau anzeigende Restreichweitenanzeige ist bei beiden Modellen serienmäßig.

Die Dyna Wide Glide gewinnt die Motorenwertung, weil sie im Stand mit ihrem ausgleichswellenlosen V2 einfach viel geiler vibriert und - viel wichtiger - bei Fahrt spürbar kräftiger und souveräner zur Sache geht. Die Fahrspaßwertung kann die Softail Slim für sich entscheiden, obwohl sie recht früh aufsetzt. Sie ist überragend handlich, benimmt sich neutral um den Lenkkopf herum und bietet eine locker relaxte Sitzhaltung.

Beides sind ausgereifte, charismatische Motorräder mit hohem Kultpotenzial. Was sich auch an den satten Gebrauchtpreisen zeigt. Und da stellt sich schon die Frage, ob man nicht besser gleich zu einer gebrauchten Slim mit Milwaukee-Eight greifen soll.

Auspuffanlagen im Test: Harley-Davidson Sportster

Sieben Anlagen für die Sporty im Test. Die beiden Anlagen stellen auch die beiden Extreme in diesem Test dar. Zum einen die günstige, auch von ambitionierten Hobbyschraubern zu bewältigende Slip-on-Anlage von Miller. Zum anderen die nur von Profis zu montierende Jekill & Hyde-Anlage mit ihrem elektronisch gesteuerten Klappensystem, die inklusive Einbau auf über 2000 Euro kommt.

Für den professionellen An- und Umbau der Auspuffanlagen an der Forty-Eight holte sich MOTORRAD tatkräftige Unterstützung ins Team: Lucas Schmidt von der Harley-Factory in Frankfurt. Und er ist der Herr über den Dynojet-Prüfstand, auf dem alle Anlagen beweisen mussten, ob sie neben dem Schalldruck auch noch anderweitig Druck machen können.

Einzelne Anlagen im Überblick

  • Harley-Davidson Original: Die originale Auspuffanlage der Harley passt zwar optisch, allerdings lässt der Sound zu wünschen übrig.
  • Akrapovic Slip-on: Den Kantenlook mag nicht jeder. Keine Diskussion gibt es beim Finish und den ausgefeilten Details. Die Fahrgeräusche sind viel zu laut.
  • Jekill & Hyde Shorty Big Shot: Das klappengesteuerte System überzeugt mit brachialem Sound - und hält dazu die Grenzwerte ein! Presst dazu eine fette Drehmomentwelle aus dem V-Twin.
  • Sebring Classic: Sieht aus wie die Serie, klingt fast wie die Serie und kitzelt auch nicht das wahre Potenzial aus der 1200er-Sporty heraus. Das Finish überzeugt.
  • Termignoni HD 05: Mehr fühlen als hören. Termignoni punktet durch die fette Drehmomentausbeute, weniger durch einen packenden Sound. Die Passform ist mies.
  • Zard Z HD 527 SKO-CR: Mit der Komplettanlage gewinnt die Sportster an Schub und Schräglage. In Sachen Sound sehr schrill und zu laut. Kleine Mankos beim Finish.

Millers Silverado-Dämpferpaar überzeugt mit einem guten Gesamtpaket aus Leistung, Drehmoment und noch moderatem Fahrgeräusch. Jekill & Hyde meistern die Geräuschhürde mit einem ausgefeilten Klappensystem und schöpfen noch einmal richtig Leistung aus dem V-Twin. Doch das kostet auch entsprechend: mit Montage über 2000 Euro!

Interview mit Harley-Händler Thomas Trapp

Jeder zweite Kunde ordert bereits beim Kauf der Neumaschine oder spätestens im Laufe der ersten Saison einen Zubehörauspuff. Es gibt keinen Kunden, der in den Laden kommt und nicht nach Sound fragt. Kein Wunder, klingen die Originalanlagen wegen der Emissionsgrenzwerte doch sehr dezent.

Ganz klar der Sound. In Sachen Leistung gehen zumindest die Laien sowieso davon aus, dass ein offener Auspuff immer mehr Leistung als das Original hat. Marke und Preis sind meistens zweitrangig. Wenn der Soundcheck überzeugt, ist die Anlage praktisch gekauft.

Wir halten bei uns in der Factory mindestens ein Vorführfahrzeug aus jeder der fünf Harley-Baureihen mit einer Zubehör-Auspuffanlage zur Probefahrt bereit. Mindestens fünf Anlagen von fünf verschiedenen Herstellern - das ist schon ein sehr guter Querschnitt.

Bestens. Durch den regen Informationsaustausch in den verschiedenen Internet-Foren ist der Markt für die Kunden mittlerweile sehr überschaubar. Die Anbieter können sich kaum noch erlauben, irgendetwas zu tricksen, und sind in Sachen Garantie- und Kulanzabwicklung besonders in der Zusammenarbeit mit großen Händlern sehr bemüht, kundenfreundlich zu reagieren. Die Harley-Community ist extrem gut vernetzt.

Bei uns gehen nur Systeme raus, die legal sind. Aber man muss sich natürlich keine Illusionen machen: Wer es darauf anlegt, wird immer Mittel und Wege finden, um mit mehr „Sound“ unterwegs zu sein. Und diese Kundschaft ist sich über die rechtlichen Konsequenzen sehr wohl bewusst.

Zu über 90 Prozent unsere Werkstatt. Der Großteil der Harley-Kundschaft besteht längst nicht mehr aus Selbstschraubern, und mit „mal eben ranstecken“ ist es bei den meisten Anlagen auch nicht getan. Wenn dann noch Abstimmungsarbeiten dazukommen, ist der Hobbyschrauber schnell überfordert.

Der Trend geht ganz klar zu elektronisch gesteuerten (Klappen-)Systemen. Die machen bei uns bereits zwei Drittel des Auspuffgeschäfts aus. Und auch Kunden, die schon eine „konventionelle“ Anlage haben, überlegen, ob sie nicht wechseln sollten. Der Grund dafür dürfte die immer höhere Kontrolldichte sein.

Behaltet unbedingt auch die Originalanlage; denn je älter eine Harley wird, desto mehr ist wieder ihr Originalzustand gefragt. Im Sattel einer Harley-Davidson geht es um Eines: Emotion.

Zard Auspuffanlagen

Da der amerikanische Hersteller aber aufgrund von Euro-Normen gezwungen wurde, seine Bikes in Sachen Sound zu zähmen, kommt nun der Zubehörmarkt zum Zug. Die Modellreihe der Softails verkörpern den klassischen Harley-Spirit. Hier geht es um gemütliches Cruisen mit ganz viel Stil und Emotion. Typisch für Zard bringen die Auspuffanlagen nicht nur eine elegante Optik mit, sie erhöhen auch die Leistung geringfügig und sparen massiv an Gewicht.

Die Touring Modelle von Harley-Davidson stehen für Komfort auf der Langstrecke. Zwar stattet sie der amerikanische Hersteller mit erstklassigen Soundsystemen aus, müssen die Auspuffsysteme leider zahlreichen Regularien für die Euro-Normen folgen. Auch hier kann Zard nachhelfen. Für sechs Harley-Touring Modelle bietet der Auspuffhersteller Komplettanlagen, sowie Slip-On Systeme an. Diese sind als Euro4 und Euro5 Versionen erhältlich und folgen ebenso dem Zard-Credo: Weniger Gewicht, mehr Leistung und Sound.

KessTech Auspuffanlagen für Softail Modelle

Die neuen Softail Modelle sorgen für Furore und sind das Gesprächsthema der letzten Wochen. Alles ist komplett neu. Neben dem neuen Chassis haben die Softails vor allem mit dem Milwaukee-Eight einen Motor mit viel Power verpasst bekommen. Die Testberichte fallen eindeutig aus - ein ganz neues und extrem verbessertes Fahrerlebnis.

Den Softails fehlt nur noch der echte Harley-Sound für den perfekten Ride. Die Softails sind technisch komplett überarbeitet worden und dies hat einen großen Einfluss auf den Sound. Der neue Milwaukee-Eight Motor, den wir zwar schon aus den Touring Modellen kennen, bildet zusammen mit neuem Mapping, den neuen Luftfiltern und Krümmern eine ganz neue Basis für den Sound.

Wir alle wissen, wie der Sound sein soll - möglichst dumpf, tiefbassig und angenehm warm. Und wir wissen auch, dass mit dem großen Motor das nur mit ganz, ganz viel Volumen möglich ist. Das macht die neuen Softails einzigartig. Und das passt einfach nicht zu dem, was wir heute für andere Modelle anbieten oder es bisher am Markt zu finden gab. Wir machen hier keine Kompromisse und haben deshalb einen komplett neuen Auspuff speziell für die neuen Softails entwickelt.

Wir geben uns nicht zufrieden mit dem, was einfach nur funktioniert, sondern mit dem, was das Beste für die neuen Modelle ist. Wir adaptieren keinen bestehenden Auspuff auf die neuen Softails, sondern haben einen ganz neuen Auspuff mit viel Volumen entwickelt. Schon der Originalauspuff hat nicht ohne Grund seine Länge, um viel Volumen zu erzeugen. Volumen bedeutet auch möglichst viel Auspuff mit möglichst wenig Hindernissen für Störungen innerhalb des Klangkörpers. Jegliche Teile im Klangkörper verursachen Störungen und führen zu hohen Frequenzen. Und seien wir mal ehrlich: das will keiner haben. Daher ist bei den Softails, wie bei jedem KessTech Auspuff, die Klappe auch wieder am Ende des Endschalldämpfers positioniert. Weiterhin sind die Maße so gewählt, dass sie sich perfekt in das Design des Bikes einfügen.

Entwicklung, Konstruktion und Design für Töpfe und Endkappen für alle Modelle (inklusive Fat Bob) sind abgeschlossen. Ebenso haben wir alle Messungen, die der Gesetzgeber vorschreibt, erfolgreich bestanden. Die finalen Tests im intensiven Dauerbetrieb laufen, so dass man es zum Start der neuen Saison mit einem ausgereiften Produkt an der Hand so richtig krachen lassen kann. Neben dem Sound wird auch wieder viel Wert auf Performance gelegt.

Preisübersicht ausgewählter Auspuffanlagen

Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die Preise verschiedener Auspuffanlagen für Harley-Davidson Modelle:

Modell Material Typ Preis
Sportster M.Y. 03-13 Stahl 2>1 Komplettanlage Racing 1.119,00 €
Sportster M.Y. 2014 Stahl 2>1 Komplettanlage Homologiert 1.179,00 €
PAN AMERICA 1250(Euro 5) STAINLESS BLACK + CARBONENDCAP SLIP/ON2-1 SILENCER 1.119,00 €
SOFTAIL M8 M.Y. 18-20 BLACK SS + BLACK ALU ENDCAPS SLIP/ON2-2 1.189,00 €

Verwandte Beiträge:

Kommentar schreiben

Kommentare: 0