Der Emscher Park Radweg ist ein faszinierender Radfernweg, der auf einer Länge von 230 km die Projekte des Emscher Landschaftsparks und die Kulturlandschaft der Metropole Ruhr verbindet.
Streckenverlauf und Besonderheiten
Auf dem „Emscher Park Radweg“ entdecken Sie die regionalen Grünzüge von Duisburg bis Hamm.
Der Emscher-Weg von Holzwickede nach Dinslaken ist einer der wohl ungewöhnlichsten Flussradwege in Deutschland. Hier wird der Strukturwandel hautnah erlebbar. Während die erste Hälfte der Emscher schon aufwändig renaturiert wurde und Radfahrer:innen vorbei an grünen Oasen radeln, gleicht der Unterlauf der Emscher noch immer eher einem Abwasserkanal.
Knapp über 100 Kilometer lang ist dieser Radfernweg, der komplett ausgeschildert ist und durch das nördliche Ruhrgebiet führt. Während die Ruhr im Süden schon immer ein Freizeitparadies war, übernahm die Emscher die harte Rolle des Arbeitstiers. Sie musste die Abwässer einer ganzen Region abführen, denn durch den Bergbau und die damit einhergehenden Bergsenkungen war eine unterirdische Führung lange Zeit nicht möglich.
Heute werden die Abwässer aufwändig unterirdisch verlegt und die Emscher selber renaturiert - eines der größten Renaturierungsprojekte in Europa.
Der Emscher Weg startet am Emscher Quellhof in Holzwickede. Die Anreise dorthin ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Dortmund aus gut möglich. Zunächst bleibt die Emscher unauffällig klein, erst ab dem Phoenix See in Dortmund verläuft der Radweg neben dem Fluss.
Von Dortmund aus führt der Emscher Weg nach Norden an Castrop-Rauxel vorbei nach Henrichenburg. Ab hier radelt Ihr wieder nach Westen, überquert den Rhein-Herne-Kanal und gelangt schließlich nach Herne, wo die Emscher noch zunehmend einem Abwasserkanal gleicht - mittlerweile aber mit sauberem Wasser. Früher war die Emscher als Köttelbecken bekannt, gerade im Essener Norden.
In Bottrop führt der Emscher Weg durch den Berne Park, einer ehemaligen Kläranlage, die im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 zu einem kleinen Kulturpark umgestaltet wurde.
Von Oberhausen aus führte die Emscher ursprünglich weiter nach Duisburg zum Rhein. Aufgrund der Bergsenkung wurde jedoch zwei Mal der Verlauf künstlich nach Norden verlegt. Es gibt die „Alte Emscher“, die u.a. durch den Landschaftspark Duisburg-Nord führt, und die „Kleine Emscher“, die durch Duisburg-Marxloh verläuft. Heute mündet die eigentliche Emscher in den Rhein bei Dinslaken und seit 2022 sogar in einem neu gestaltetem kleinen Mündungsdelta. Hier endet auch der Emscher Weg für Radfahrer:innen.
Der Emscher Weg ist Bestandteil der RevierRouten „Grubenfahrt“, „Probierstück“, „Stahlküche“ und „RevierWasser“.
Regionale Grünzüge und Industriekultur
Auf einer Strecke von 230 km verbindet der „Emscher Park Radweg“ die Projekte des Emscher Landschaftsparks und die Kulturlandschaft der Metropole Ruhr.
Ein besonders schöner Abschnitt des Emscher Park Radweges ist der 10 km lange „Grüne Pfad“.
Vom Zentrum mitteleuropäischer Schwerindustrie zum Technologiepark und Naherholungsgebiet für über 2 Millionen Menschen - das IBA-Projekt zeigt Stationen der Verwandlung und bietet Einblicke in einen Prozess, der landschaftsgestalterische wie kulturgeschichtliche Aspekte in Hülle und Fülle birgt.
Ein Herzstück der IBA sind die Bauten aus der langen industriellen Erfolgsgeschichte des Wirtschaftsraums an Emscher und Ruhr. Erlebbar wird ein Stück Industriegeschichte und die Art und Weise, wie diese Geschichte ihren eigenständigen architektonischen Ausdruck fand.
Erlebbar aber wird auch der Wandel - das Land der rauchenden Schornsteine ist heute ein Zentrum innovativer Technologien und der Dienstleistungskultur mit einem entsprechenden gestalterischen Gepräge. Wo einst Industrie und Bergbau die Landschaft prägten, wo übel riechende Abwasserkanäle die Lebensqualität beeinträchtigen, finden Besucher heute eine Parklandschaft mit hohem Freizeit- und Erholungswert. Besonders anschaulich wird dieser Wandel an der Emscher.
Ab 2008 bieten die "Emscherfreunde" geführte Fahrradtouren in der Region an. Die letzte Emscheraue, das im Schatten von Deutschlands größtem Fußballtempel gelegene Naturschutzgebiet "Bolmke", der Dortmunder Hafen und viele weitere Stationen werden bei der Tour ins östliche Emschertal angesteuert. Die Tour "Das zentrale Emschertal" führt entlang des Emscherzuflusses Schwarzbach über die Urwaldlandschaft der Zeche Rheinelbe in die Siedlungslandschaft Zollverein.
Emscher Weg: Von der Quelle zur Mündung
Auf etwa 100 Kilometern Länge verläuft der Emscherweg von der Quelle bis zur Mündung der Emscher. Er macht dabei den Wandel von einer offenen Abwasser-Kloake zum lebendigen Fluss erlebbar und verbindet durch den Emscherkunstweg dabei geschickt Natur und Landschaft mit spannenden Kunstwerken am Wegesrand.
Über etwas mehr als 80 Kilometer fließt die Emscher von Osten nach Westen quer durch das Ruhrgebiet. Sie entspringt dabei in Holzwickede im Kreis Unna, ganz im Osten des Ruhrgebietes. Dann verläuft sie durch Dortmund und einige weitere Großstädte bis zur Mündung in den Rhein bei Dinslaken.
Durch die rasche Industrialisierung und die zahlreichen Kohlezechen stieg der Bedarf an Wasser im Ruhrgebiet zum Ende des 19. Jahrhunderts enorm an. Sauberes Trinkwasser wurde aus den beiden großen Flüssen Ruhr im Süden und Lippe im Norden gewonnen. Das Abwasser wurde dagegen in die Emscher geleitet, was auf den ersten Blick ein gutes System zu sein scheint, um die Hauptflüsse sauber zu halten. Fortan verlief jedoch ein offener Schmutzwasserkanal quer durchs Ruhrgebiet.
Zur Verhinderung von Hochwasser und für die rasche Ableitung der Fäkalien musste der Fluss sogar eingedeicht werden. Dies lag auch an Bodensenkungen durch den Bergbau. So erhielt das Flussbett eine Betonsohle sowie hohe Deiche. Schnurgerade durchschnitt der Fluss nun die Landschaft, stank zum Himmel und war eine ökologische Katastrophe - die Emscher war dabei der dreckigste Fluss Deutschlands, praktisch unbewohnt von Tieren und ein Sinnbild für das heruntergekommene Ruhrgebiet.
Nach Abklingen der Bergsenkungen konnte ein unterirdischer Abwasserkanal errichtet werden. Es war ein großer Kraftakt, der unter der Federführung der Emschergenossenschaft bewirkt wurde. Die Emscher ist jedoch heute frei von Abwasser und wird derzeit noch abschnittsweise natürlich gestaltet. Inzwischen hat sie in Voerde am Rhein ein neues Mündungsdelta erhalten.
Der Emscherweg ist durchgehend gut beschildert. An wichtigeren Punkten findet man große blaue Schilder mit dem Logo der Route, an den rot-weißen Verkehrsschildern des Radverkehrsnetzes NRW sind außerdem kleinere blaue Piktogramme angebracht. Stellenweise ist jedoch einfach nur dem roten Fahrrad-Piktogramm auf quadratischem weißen Grund mit einer Richtungsangabe in Form eines Pfeils zu folgen. Außerdem sind hin und wieder orangefarbene Elemente am Wegesrand zu finden, die sich entlang der nahezu deckungsgleichen Insel-Tour ziehen. Dies können beispielsweise orangefarben angestrichene Zaunpfähle oder Laternenringe an Straßenlaternen sein. Überwiegend hat der Weg eine wassergebundene Oberfläche. Einige Abschnitte sind auch asphaltiert. Für kurze Abschnitte sind überwiegend ruhige Nebenstraßen durch Wohngebiete zu befahren. Zwischen Essen und Bottrop ist eine Straße stärker von Autos befahren, die Radwegführung jedoch gut markiert.
Dritte Etappe des Emscherwegs
Die dritte Etappe vom Emscherweg führt nun von Recklinghausen und Herne bis nach Oberhausen. Immer entlang der Emscher oder dem Rhein-Herne-Kanal, die in ihrer Mitte die langgestreckte Emscherinsel bilden, fahren wir also durch Gelsenkirchen, Essen, Bottrop und Oberhausen. Wir sehen alte Zechen, beeindruckende Brückenbauwerke, Halden und viele Sehenswürdigkeiten, die entweder direkt oder durch einen kleinen Abstecher erreichbar sind. In dieser Etappe führt die Insel-Tour fast parallel zum Emscherweg.
In diesem dritten Teil ist die Emscher im Vergleich zur vorherigen Etappe deutlich breiter geworden. Es gibt entlang dem Emscherweg eine hohe Dichte an sehenswerten Orten wie Zechen, Halden und Kunstwerke, die die Radtour so abwechslungsreich machen.
Wir beginnen die Fortsetzung der letzten Etappe am Stadthafen Recklinghausen oder Umspannwerk Recklinghausen zwischen den Knotenpunkten 39 und 89 des Radreviers.Ruhr. Die Insel-Tour verläuft am Kanal entlang, der Emscherweg entfernt sich zunächst von der Emscher. Noch ist es nichts mit flussbegleitendem Radweg.
Wir passieren am Waldfriedhof die Dreiecksiedlung in Hochlarmark, eine vor allem aus der Luft gesehen markante Siedlung mit Straßenzügen und Häuserfluchten in der Form eines großen Dreiecks. An der Kreuzung mit der Wanner Straße kann man auf dem Emscher-Park-Radweg geradeaus weiter in den Stadtteilpark Hochlarmark mit den verbliebenen Anlagen der Zeche Recklinghausen fahren. Über die schöne Drachenbrücke gelangt man so auch zum Fuße der Halde Hoheward im Landschaftspark Hoheward. Die Halde gehört zu den höchsten im Ruhrgebiet und ist Teil der größten Haldenlandschaft auf dem Kontinent. Auf ihrem Gipfel findet man eine Sonnenuhr und das Horizontobservatorium.
Wir fahren aber weiter auf der Straße Im Emscherbruch und passieren die Halde Hoppenbruch, die ebenfalls Teil des Landschaftsparks Hoheward ist. Auf ihrem Gipfel befindet sich ein Windrad zur Stromerzeugung. An der Emscherbrücke der Wiedehopfstraße können wir, statt dem Weg zu folgen, einen kleinen Abstecher zur alten Zeche Unser Fritz machen. Am Fuße der Deponie Emscherbruch besteht die Möglichkeit, über einen Verbindungsweg zur Grimberger Sichel über den Rhein-Herne-Kanal zu gelangen. Dies ist eine sehr interessante Brückenkonstruktion unweit der ZOOM-Erlebniswelt. An der Brücke beginnt der Radweg auf der Erzbahntrasse Richtung Bochum. Sie ist eine von zahlreichen Bahntrassenradwegen im Ruhrgebiet, sehr beliebt und an schönen Wochenendtagen gut befahren.
Auf der anderen Seite der Emscher, am Kanal, befindet sich etwas verdeckt für uns der Hafen Bismarck. Hier ist in einem alten Zechenhafen ein Yachthafen entstanden und entwickelt sich zu einem kleinen Freizeitziel mit Cafés an der Hafenpromenade. Auch die kleine Brücke über die Hafeneinfahrt ist schön anzusehen und etwas Besonderes. Auf der linken Seite entdecken wir den Kugel-Gasspeicher mit seinem auffallenden Punktmuster wie auf einem Ball. Hinter der großen Straßenbrücke der Kurt-Schumacher-Straße müssen wir am Knotenpunkt 63 aufpassen. Geradeaus geht der Weg in den Radweg auf der Hugobahn über. Das ist zwar auch eine sehr schöne Radstrecke, führt aber leider in eine völlig falsche Richtung.
Auf einer Länge von fast 40 Kilometern verlaufen zwischen Castrop-Rauxel und Oberhausen Emscher und Rhein-Herne-Kanal mal mehr und mal weniger dicht parallel zueinander, teilweise nur wenige Meter auseinander. Dies bildet die schmale Zunge, die eigentlich keine Insel ist.
Die Nebenstraße, auf der wir nun fahren, führt auf der Emscherinsel am Kanalufer entlang. Auf der anderen Kanalseite ist der Stadthafen Gelsenkirchen zu sehen, der jedoch im Gegensatz zum Hafen Bismarck heute noch industriell und gewerblich genutzt wird und ein Verladehafen ist. Eine Bogenbrücke, die entfernt an die Fehmarnsundbrücke erinnert, überquert auch hier die Hafeneinfahrt. Dahinter quert eine besondere, blaue Hängebrücke den Kanal. Sie ist jedoch nicht befahr- oder begehbar, sondern trägt irgendwelche Rohrleitungen vom einen zum anderen Ufer. An den Sutumer Brücken.
Direkt neben der Schleuse bildet die Emscherinsel einen Hügel. Die sogenannte Wilde Insel erhebt sich unmittelbar an der Gelsenkirchener Schleuse auf eine Höhe von sagenhaften zwölf Metern über der Umgebung (Schleuse: 36 m ü. NN). Der höchste Punkt liegt auf 48,1 Metern über dem Meeresspiegel. Der Hügel ist keine Bergehalde, wie man denken könnte und wie manche Quelle im Internet vermuten lässt, sondern besteht aus Bodenaushub vom Bau des Rhein-Herne-Kanals und der Schleusenanlage. Er wird verziert durch ein äußerst ungewöhnliches Denkmal - den singenden Felsen: Das „Monument for a Forgotten Future“ (engl.: Denkmal für eine vergessene Zukunft) ist die originalgetreue Nachbildung einer im Joshua-Tree-Nationalpark befindlichen Stein-Formation. Der Nationalpark liegt im Süden Kaliforniens unweit von Los Angeles. Der Felsen ist ein besonders interessantes Werk und Teil des Emscherkunstweges. Anlässlich der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 wurde die Emscherinsel in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt.
Wir werden später noch auf weitere Werke der Emscherkunst treffen und haben in den vorherigen Etappen schon einige gesehen. Außerdem bietet die Wilde Insel in der Nähe der Freitreppe einen guten Einblick auf die angrenzende Raffinerie. Gegenüber dem Zugang zur Wilden Insel queren wir die Schleusenbecken der Gelsenkirchener Schleuse, dessen fehlender Erdboden ja auf dem benachbarten Hügel liegt. Es ist die mittlere von fünf Schleusen zwischen dem Duisburger Hafen und dem Übergang zum Dortmund-Ems- und Wesel-Datteln-Kanal bei Datteln.
Ein relativ kurzes Stück fahren wir nun am südlichen Ufer des Rhein-Herne-Kanals vorbei am Verladehafen der Ruhr-Oel und bis zum Knotenpunkt 90. Hier biegen wir links ab in den Nordsternpark. Der Nordsternpark liegt auf dem Gelände der Zeche Nordstern und ist ein großer Park mit Erholungs- und Spielflächen. In seinem Zentrum stehen die Fördertürme der Zeche Nordstern mit dem auffälligen Herkules auf der Spitze. Besonderes Bauwerk ist jedoch die große Doppelbogenbrücke, die wir sogleich benutzen, um den Kanal zu überqueren.
Vorbei am Amphitheater und der Aussichtspyramide queren wir auch wieder die Emscher über eine interessante Fachwerkbrücke und biegen links ab. Die Inseltour hat uns bereits hinter der Doppelbogenbrücke verlassen und folgt bis Welheim lieber dem Kanal. Natürlich kann man den Park noch ein wenig erkunden, in einem Biergarten einkehren oder eine der kleinen Halden im Park erklimmen. Auf der rechten Seite liegt das blaue Pumpwerk der Emschergenossenschaft, im Hintergrund ist immer noch dieser Herkules auf dem Turm zu sehen.
Hoch über der Emscher folgen wir ihrem Verlauf. Zwei Fachwerkbrücken zweigen links ab, die zweite davon, die blaue, führt zum Knotenpunkt 61 am Ende des Radweges auf der alten Nordsternbahn. Von hier aus können wir noch einmal sehr bequem zum UNESCO-Welterbe Zollverein, aber auch über weitere Bahntrassenradwege wie die Kray-Wanner Bahn beispielsweise zur Halde Rheinelbe, zur Erzbahntrasse und letztlich zurück zum Emscherweg am Anfang unserer aktuellen Etappe fahren. Von hier aus ist auch die Schurenbachhalde erreichbar.
Rechts von uns liegt der kleine Emscherpark Karnap an der nördlichsten Spitze der Stadt Essen, die der gleichnamige Ortsteil bildet. Größtenteils besteht er aus Wiesenflächen und Wäldchen. Hier und dort befinden sich Spielpunkte und Sitzgelegenheiten. In den 1950er Jahren befanden sich hier Wiesen und Felder, mitten darin lag Grüterings Hof. Noch in diesem Jahrzehnt begann die fortschreitende Aufschüttung einer Bergehalde, die sich von Ost nach West ausdehnte und Jahre später auch den ehemaligen Bauernhof überdeckte. Benannt nach der im Norden begrenzenden Straße heißt sie Halde Lohwiese. Der höchste von zwei Gipfeln des Überrestes der Halde liegt auf 44 Metern über dem Meeresspiegel und immer noch im Mittel etwa zehn Meter über der Umgebung.
Direkt hinter dem Emscherpark fährt man auf dem Emscherweg auf eine markante, schwarze Säule zu. Der ca. 14 Meter hohe Carbon Obelisk ist ein weiterer Teil der Emscherkunst und stammt von Rita McBride. Mit dem Werkstoff, aus dem sie besteht, geht sie direkt auf die Kohle ein, die das Ruhrgebiet so geprägt hat. Es geht rechts ins Hinterland der Emscher und auf der Straße II. Schockenhecke durch Karnap bis zur Arenbergstraße. Nach (!) Überqueren der großen Kreuzung biegen wir links ab in die Straße In der Welheimer Mark, die zur Kläranlage führt.
Der Emscherweg umrundet einen Hügel, den man einige hundert Meter vor dem eigentlichen Abzweig nahe der eierförmigen Faultürme auch erklimmen und überqueren kann. Es bietet sich eine Aussicht auf die Stadt Essen und die Kokerei. Auch der Tetraeder auf der Halde Beckstraße ist durch die Bäume zu sehen. Hinter dem Hügel hat man vom Weg, der sich wieder der Emscher annähert, einen guten und hochgelegenen Überblick auf die Kläranlage Bottrop mit den Belebungs- und Nachklärbecken und den markanten Faultürmen, die die Form von vier großen, silbrig glänzenden Eiern besitzen und nachts blau beleuchtet werden. Es sind bereits nach Deusen die zweiten markanten Eiertürme, die wir sehen. Und auch kurz vor der Mündung bei Dinslaken werden wir in Etappe 4 eine weitere Kläranlage mit dieser Form antreffen. Alle unterscheiden sich in der Anzahl der „Eier“.
Wir werden zurück zum Fluss geleitet, den wir hoch oben auf dem Deich begleiten. Aber nur sehr kurz, denn bald darauf führt der Weg für eine Umfahrung in ein Wäldchen. Unterhalb des hohen Deiches kommt fast schon Küsten-Feeling auf. Vorbei am Pumpwerk biegt der Weg abermals ins Landesinnere ab, passiert einen Spielplatz und kehrt auf der Parallelstraße zur Emscher zurück. An den orangefarbenen Pfosten und Markierungen an den Straßenlaternen merken wir, dass wir uns auch wieder auf der Insel-Tour befinden. Bis zum Ziel in Oberhausen wird sie nun auf unserer Route verlaufen.
Endlich überqueren wir den Fluss wieder und setzen auf der Emscherinsel fort. Der Emscherweg verläuft bei Ebel zwischen Autobahn A42 und Emscher. Wir biegen also rechts ab und fahren zwischen Autobahn und Fluss zügig weiter und sind zurück auf der Emscherinsel. Bis zum Ende der Etappe bleiben wir jetzt links der Emscher. Unter der Autobahnbrücke erblicken wir eine Herde Schafe aus Beton, die hier vor sich hingrast. Das nächste Etappenziel ist der BernePark. Aus der ehemaligen Kläranlage des Bachs Berne wurde 2010 ein ungewöhnlicher Park. Aus dem einen Rundklärbecken wurde ein Goldfischteich, aus dem anderen ein großer Staudengarten. Im Betriebsgebäude kann man Einkehren, in Fässern im Park übernachten. Es gibt hier auch einen Spielplatz.
Bauarbeiten und Umleitungen in Bochum
Auf Bochumer Stadtgebiet hat der RVR seit 2018 Teilabschnitte des Emscher Park Radweges auf einer Länge von ca. zehn Kilometern asphaltiert. Der Regionalverband Ruhr (RVR) setzt ab dem 1. März die Asphaltierung des EmscherPark Radweges in Bochum fort. Im Bereich der Lothringer Trasse (ehemals Kornharpener Trasse) vom Sheffield-Ring im Bereich der Straße Auf der Bochumer Landwehr bis südliche der Autobahn A 43 werden die Arbeiten durchgeführt.
Die Abschnitte werden rund zwei Monate lang gesperrt. Die Asphaltierung soll, soweit dies möglich ist, auf einer Breite von 3,5 Metern erfolgen. Die Maßnahme wird im Rahmen des Regionale Wirtschaftsförderungsprogramms des Landes NRW mit Mitteln des Landes und Bundes gefördert. Die Maßnahme ist der dritte Bauabschnitt auf dem Emscher Park Radweg. Insgesamt wird die Strecke auf rund 12,5 Kilometern zwischen Amtmann-Ibing-Straße und Sechs-Brüder-Straße erneuert. Die Kosten belaufen sich auf 1,55 Millionen Euro. 80 Prozent der Mittel kommen über das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) des Landes NRW.
Die neue Wegeführung wurde umgesetzt: Die alte Route zwischen dem Castroper Hellweg und dem Köttersberg wurde aufgegeben. Stattdessen dient die vom RVR gebaute Gerther Bahntrasse/Kornharpentrasse, die bis über die A 43 hinausführt, nun als neue Hauptlinie. Nördlich der Kleingartenanlage Böckenbergstraße schließt die Route wieder an die bisherige Linienführung durch die Grummer Teichanlagen an (Grünzug Nord). Der Streckenverlauf, der im Westen an der Zeche Hannover beginnt und im Osten im Stadtteil Gerthe an der Amtmann-Ibing-Straße endet, bestand bereits überwiegend aus asphaltierten Straßen oder einer wassergebundenen Wegedecke.
Der ca. 12,5 Kilometer lange Radweg wurde - wo nicht bereits vorab vorhanden - einheitlich in einer Breite von 3,00 Metern bis 3,50 Metern hergestellt. Von den 12,5 Kilometern Weg erhielten ca. 5,5 Kilometer eine neue Asphaltoberfläche. Auf den übrigen 7 Kilometern, die über Bestandsstraßen verlaufen, wurden Optimierungen wie Querungshilfen und Beschilderungen vorgenommen. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgte zu 80 Prozent über das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) des Landes Nordrhein-Westfalen. Es umfasst Förderangebote sowohl für die gewerbliche Wirtschaft als auch für Vorhaben im Bereich der wirtschaftsnahen Infrastruktur. Finanziert wurde es aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Bund/Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) und des Landes NRW.
Im Januar 2018 hat der Regionalverband Ruhr von der Bezirksregierung Arnsberg drei Förderbescheide in Höhe von mehr als vier Millionen Euro für den Radwegausbau in Bochum und Dortmund erhalten.
Zusammenfassung der Informationen zum Emscher Park Radweg
Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zum Emscher Park Radweg:
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Länge | 230 km (Emscher Weg ca. 100 km) |
| Verlauf | Duisburg bis Hamm (Emscher Weg: Holzwickede nach Dinslaken) |
| Themen | Industriekultur, Natur, Emscher Landschaftspark |
| Beschilderung | Durchgehend gut beschildert |
| Oberfläche | Überwiegend wassergebundene Oberfläche, teilweise asphaltiert |
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