Schnelle Reifen für Mountainbikes im Test

Über die perfekte Reifenwahl für sein Geländefahrrad hat wohl schon jeder MTBler lange gegrübelt. Kein Wunder, trotz nur wenigen Quadratzentimetern Auflagefläche hat die Bereifung mehr Einfluss auf die Fahrperformance als jedes andere Bauteil. Hinzu kommt, dass die Hersteller mittlerweile nicht nur zig verschiedene Profilarten mit teils irrwitzigen Modellnamen anbieten.

Auch gilt es, aus verschiedensten Karkassen-Versionen und Gummiausführungen auszuwählen. Hinzu kommen diverse Durchmesser und Reifenbreiten. Dazu nehmen noch persönliche Erfahrungen, individueller Fahrstil und natürlich der Einsatzzweck des Bikes Einfluss auf die Reifenwahl.

Die besten E-MTB-Reifen 2024 im Test

E-MTBs sind nicht zu stoppen - ein Großteil aller verkauften Mountainbikes in Deutschland haben seit Jahren einen Motor fix installiert. Grund genug für die Reifenbäcker ihre Produkte auch speziell für E-MTBs anzupassen. Wir haben die besten Modelle im Test:

1. Maxxis Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR 29 x 2,5" WT (Vorderreifen)

In der Kategorie der E-MTB-Reifen siegt eine Kombination, die gar nicht speziell für E-MTBs entwickelt wurde: Maxxis mit Assegai und Minion DHR II, in je sehr stabilen Ausführungen. Maxxis bietet keine speziellen E-Reifen, setzt dafür auf Profile aus dem Enduro- und DH-Segment. Der Assegai rollt sehr zäh, läuft dafür in Kehren und auf Wurzelpassagen wie auf Schienen. Lose erdige Böden schocken ihn ebenso wenig. Solider Pannenschutz.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Assegai Double Down 3C Maxx Grip TR 29 x 2,5" WT (Vorderreifen)
  • Preis: 85 Euro
  • Gewicht: 1355 g
  • Breite: 63,5 mm

2. Maxxis Minion DHR II DH Casing Dual TR 29 x 2,4" WT (Hinterreifen)

Der einzige Drahtreifen im Test fällt pfundig aus, punktet aber mit guten Werten auf den Prüfständen. Im Gelände trifft er die Anforderungen für den E-MTB-Einsatz ideal: Er greift beherzt in Kehren zu, bietet Traktion pur und zeigt erst spät Grenzen auf.

Testergebnis: überragend

  • Modell: Minion DHR II DH Casing Dual TR 29 x 2,4" WT (Hinterreifen)
  • Preis: 62 Euro
  • Gewicht: 1381 g
  • Breite: 59,3 mm

3. Michelin E-Wild Front Racing Line 29 x 2,6" (Vorderreifen)

Der auf Rennsport optimierte Michelin klebt wie Pattex auf den Steinen, Wurzeln oder Schotterpassagen. Die groben Stollen fressen sich in jeglichen Untergrund. Der Aufbau könnte noch stabiler sein, aggressive Moves lassen den vortriebsschwachen Pneu etwas walken.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: E-Wild Front Racing Line 29 x 2,6" (Vorderreifen)
  • Preis: 86 Euro
  • Gewicht: 1391 g
  • Breite: 65,1 mm

4. Michelin E-Wild Rear Racing Line 29 x 2,6" (Hinterreifen)

Störrisch in der Montage, erfreut der E-Wild am Heck mit sattem Grip, der superweiche Gummi spielt auf Wurzeln und in Kurven seinen Vorteil aus. Das kostet im Gegenzug beim Rollwiderstand Punkte. Etwas instabiler in schnellen Kurven. Das Gewicht ist fair.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: E-Wild Rear Racing Line 29 x 2,6" (Hinterreifen)
  • Preis: 86 Euro
  • Gewicht: 1391 g
  • Breite: 64,9 mm

5. Pirelli Scorpion E-MTB S 29 x 2,6" (Vorderreifen)

Mit seinem klebrigen Gummi weiß der Scorpion S speziell auf gemischten Untergründen zu punkten: Der Kurvengrip ist sehr gut, auch im feuchten Terrain. Schwächer im Pannenschutz, was am Vorderrad aber kein so großes Problem darstellt. Sehr gutes Gewicht.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Scorpion E-MTB S 29 x 2,6" (Vorderreifen)
  • Preis: 80 Euro
  • Gewicht: 1317 g
  • Breite: 64,0 mm

6. Pirelli Scorpion E-MTB R 29 x 2,6" (Hinterreifen)

Mit dem heckspezifischen Scorpion R stellt Pirelli den leichtesten E-Reifen im Test. Im Pannenschutz muss er Federn lassen, dafür setzt er beim Rollwiderstand ein Ausrufezeichen. Seriöser Halt in Kehren und im Trockenen. Die Traktion überzeugt ebenso.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Scorpion E-MTB R 29 x 2,6" (Hinterreifen)
  • Preis: 80 Euro
  • Gewicht: 1263 g
  • Breite: 63,9 mm

7. Schwalbe Eddy Current Front Super Trail Soft 29 x 2,6" (Vorderreifen)

Schwalbes E-MTB-Pneu gibt an der Vorderachse ein Grip-Feuerwerk: Bremstraktion, Kurvenhalt? Alles top, auch Wurzeln oder losen Erdboden scheut „Eddy“ nicht. Der Pannenschutz geht für einen Vorderreifen okay. Starke Rolleigenschaften, sehr gutes Gewicht!

Testergebnis: Überragend

  • Modell: Eddy Current Front Super Trail Soft 29 x 2,6" (Vorderreifen)
  • Preis: 75 Euro
  • Gewicht: 1266 g
  • Breite: 64,4 mm

8. Schwalbe Eddy Current Rear Super Gravity Soft 29 x 2,6" (Hinterreifen)

Schier unzerstörbar trotzt der ultraschwere Eddy-Hinterreifen den Prüfständen und erzielt beim Pannenschutz Bestwerte. Das Rollverhalten ist trotz des Gewichts okay. Grip und Traktion erreichen nicht das Niveau des Vorderreifens, sind dennoch sehr gut.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Eddy Current Rear Super Gravity Soft 29 x 2,6" (Hinterreifen)
  • Preis: 75 Euro
  • Gewicht: 1483 g
  • Breite: 64,1 mm

9. Vittoria E-Mazza Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" (Vorderreifen)

Vittoria empfiehlt, den E-Mazza an der Vorderachse zu montieren. Im Labor liefert er Topwerte beim Rollwiderstand, der Durchstichschutz ist ebenso klasse. In der Praxis zielt er mehr auf Tour denn Trail: Er rutscht früh, die Traktion im Gelände ist ausbaufähig.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: E-Mazza Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" (Vorderreifen)
  • Preis: 69 Euro
  • Gewicht: 1338 g
  • Breite: 64,4 mm

10. Vittoria E-Martello Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" (Hinterreifen)

Als sehr schnell rollender Hinterradreifen ergänzt der E-Martello sein Brudermodell sehr gut. In der Praxis bietet er speziell auf technischen Uphills gute Traktionswerte,auf der Bremse blockiert er früher. Im groben Geläuf geizt er mit Grip, Schotter liegt ihm mehr.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: E-Martello Enduro Graphene 2.0 29 x 2,6" (Hinterreifen)
  • Preis: 69 Euro
  • Gewicht: 1350 g
  • Breite: 64,4 mm

Die besten Tour- & Trail-Reifen für dein MTB 2024 im Test

Gehören noch lange nicht zum alten Eisen: Tour- und Trail-Reifen sollen Gripstark und dennoch effizient rollen. Welche Reifenhersteller das am besten gestrickt bekommen, lest ihr hier:

1. Schwalbe Nobby Nic Super Ground Soft 29 x 2,4" (Vorderreifen)

Bei den Trail- und Tourenreifen hat die Kombination aus Nobby Nic und Wicked Will von Schwalbe die Stollen vorne. Mit tollen Rolleigenschaften, passablem Gewicht und dennoch guten Pannenschutzwerten sowie einer rundum starken Performance auf dem Trail geht der Testsieg nach Reichshof bei Gummersbach.

Mit vorhersehbarem Handling und enorm viel Traktion/Grip unterstreicht der Nobby sein Alleskönnertalent. Sehr gute Pannenschutzwerte. Gewicht und Rollwiderstand sind relativ gering und bescheren ihm in Kombi mit dem Brudermodell den Testsieg.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Nobby Nic Super Ground Soft 29 x 2,4" (Vorderreifen)
  • Preis: 69 Euro
  • Gewicht: 866g
  • Breite: 58,7 mm

2. Schwalbe Wicked Will Superground Speed Grip 29 x 2,4" (Hinterreifen)

Leicht, exzellente Rollwiderstandswerte und solide Pannenschutzeigenschaften bietet der Wicked Will. Dazu punktet er im Gelände: Er liefert viel Traktion, auf der Bremse blockiert er kaum. In Kurven bleibt er auf harten wie weichen Böden stets auf Kurs.

Testergebnis: überragend

  • Modell: Wicked Will Superground Speed Grip 29 x 2,4" (Hinterreifen)
  • Preis: 69 Euro
  • Gewicht: 833g
  • Breite: 59,3 mm

3. Continental Mountain King Protection TR 29 x 2,3" (Vorderreifen)

Contis extrem leichter, top rollender Mountain King ist seit Jahren im Portfolio. Das sehr offene Profil eignet sich mehr für Flowtrails, Traktion und Halt auf festem Erdboden sind okay. Weniger gut im Groben und beim Durchschlagschutz, aber recht resistent gegen Durchstiche.

Testergebnis: gut

  • Modell: Mountain King Protection TR 29 x 2,3" (Vorderreifen)
  • Preis: 65 Euro
  • Gewicht: 675 g
  • Breite: 59,7 mm

4. Continental Cross King Protection TR 29 x 2,3" (Hinterreifen)

Der superleichte Cross King sorgt für ein lebendiges Heck: Er rollt äußerst flott, grippt in Kehren stets berechenbar und sicher. Harte Untergründe liegen ihm aber mehr als losere. Zweitschlechtester Reifen im Durchschlagschutz, beim Durchstichtest noch knapp gut.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Cross King Protection TR 29 x 2,3" (Hinterreifen)
  • Preis: 65 Euro
  • Gewicht: 687 g
  • Breite: 58,2 mm

5. Goodyear Escape Ultimate TC 29 x 2,35"

Den Escape empfiehlt der US-Gigant für vorne wie hinten, er punktet auf harten Böden und langen Touren. Der Rollwiderstand ist gering, beim Pannenschutz ist der relativ leichte Pneu Schlusslicht. Im Groben verliert er früher als die Konkurrenz Grip und Seitenhalt.

Testergebnis: gut

  • Modell: Escape Ultimate TC 29 x 2,35"
  • Preis: 60 Euro
  • Gewicht: 850 g
  • Breite: 59,2 mm

6. Kenda Regolith Pro SCT TR 29 x 2,4" (Vorderreifen)

Kendas Regolith patzt im Labor beim Durchstichtest, Rollwiderstand und Durchschlag meistert er sehr gut. Im Gelände schmiegt er sich toll dem Boden an, verwöhnt dabei mit solider Traktion. Für noch mehr Kurvenhalt würden ihm größere Seitenstollen gut stehen.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Regolith Pro SCT TR 29 x 2,4" (Vorderreifen)
  • Preis: 65 Euro
  • Gewicht: 898 g
  • Breite: 60,1 mm

7. Kenda Karma 2 Pro SCT TR 29 x 2.4 (Hinterreifen)

Heckseitig ist im Hause Kenda der Karma für die Traktion zuständig. Dabei macht er einen seriösen Job, nur beim Bremsen könnte er berechenbarer sein. Kein Überflieger in Sachen Pannenschutz, dafür sehr leicht. Für schnelle Touren auch an der Front gut einsetzbar.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Karma 2 Pro SCT TR 29 x 2.4 (Hinterreifen)
  • Preis: 60 Euro
  • Gewicht: 783 g
  • Breite: 57,0 mm

8. Maxxis Forekaster Exo 3C Maxx Terra TR 29 x 2,4" WT (Vorderreifen)

Einfache Tubeless-Montage, stabiler Sitz: Der recht schwere Forekaster gefällt auf Anhieb. Kurvengrip, Seitenhalt und Traktion glänzen in jeder Traillage, dazu rollt er noch im sehr guten Bereich. Sehr stark im Durchschlagschutz, solide Stichfestigkeit.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Forekaster Exo 3C Maxx Terra TR 29 x 2,4" WT (Vorderreifen)
  • Preis: 75 Euro
  • Gewicht: 915 g
  • Breite: 59,9 mm

9. Maxxis Rekon Exo Dual TR 29 x 2,4" WT

Der Rekon bietet Maxxis-typisch hohe Traktion und tollen Seitenhalt, neigt in Kurven nur minimal zum Ausbrechen. Der Durchschlagschutz ist klasse, der Durchstichschutz im Mittelfeld. Im Labor rollte das harte Dual-Gummi schlechter als das weichere am Forekaster.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Rekon Exo Dual TR 29 x 2,4" WT
  • Preis: 60 Euro
  • Gewicht: 899 g
  • Breite: 59,3 mm

10. Specialized Purgatory Grid T9 2Bliss 29 x 2,4"

Der wuchtige Purgatory an der Front beißt sich toll ins Erdreich, auch auf Wurzeln greift das weiche Gummi ideal. Dieses sowie das extreme Gewicht kosten in Sachen Vortrieb aber ganz schön viele Körner. Äußerst hoher Schutz vor Durchschlägen und -stichen.

Testergebnis: gut

  • Modell: Purgatory Grid T9 2Bliss 29 x 2,4"
  • Preis: 60 Euro
  • Gewicht: 1044 g
  • Breite: 58,8 mm

11. Specialized Ground Control Grid T7 2Bliss 29 x 2,35"

Wie sein Kompagnon vorne, zählt der preiswerte Ground Control nicht zu den spritzigsten, dafür im Gelände zu den gripstärksten Pneus. Seitenhalt und Traktion, speziell auf der Bremse, sind exzellent! Oberes Mittelfeld bei Gewicht und Pannenschutz.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Ground Control Grid T7 2Bliss 29 x 2,35"
  • Preis: 45 Euro
  • Gewicht: 840 g
  • Breite: 58,2 mm

12. Vittoria Agarro Trail Graphene APF 29 x 2,6"

Der extrabreite, sehr schwere Agarro zeigt sich kaum defektanfällig und rollt erstaunlich flott. Auf Touren ist er smooth unterwegs, etwas kritischer wird es bei extremen Fahrmanövern: Bei Schräglage in Seitenhalt und Kehren bricht er früher aus als andere.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Agarro Trail Graphene APF 29 x 2,6"
  • Preis: 69 Euro
  • Gewicht: 981 g
  • Breite: 60,2 mm

13. Vittoria Syerra Downcountry 4C Graphene 2.0 TLR 29 x 2,4"

Der asketische Pneu für den „Downcountry“-Einsatz punktet im Labor mit sehr guten Rollwiderstands- und Pannenschutzwerten. Auch in der Praxis rollt er munter. Reißt im Talschuss bei Schräglage früher weg und wirkt weniger stabil. Sonst souveräne Traktion.

Testergebnis: sehr gut

  • Modell: Syerra Downcountry 4C Graphene 2.0 TLR 29 x 2,4"
  • Preis: 66 Euro
  • Gewicht: 858 g
  • Breite: 58,5 mm

Die besten All-Mountain-Reifen 2022 im Test

Von wegen Gummi trocknet aus: Auch wenn diese Testergebnisse aus 2022 stammen - Testsieger-Gummis sind auch heute noch richtig gute Investitionen - und teils drastisch runtergesetzt:

All-Mountains gelten als die Alleskönner schlechthin. Durch die Reifenwahl können diese Allrounder-Eigenschaften aber erheblich beeinflusst werden. Setzt man beispielsweise auf einen gripstarken Reifen mit mehr Pannenschutz in Form einer dickeren Karkasse, wird aus einem All-Mountain schnell ein "Quasi-Enduro". Hier findest du jedoch eher leichte und recht gut rollende Reifen-Paare, um auch auf langen Touren Spaß zu haben. Vorne wählten wir, wenn möglich, eine etwas weichere Gummimischung, um mehr Grip für die Front zu generieren.

Fürs Heck schickten die Hersteller dann teilweise dickere Karkassen, da Durchschläge hier häufiger vorkommen. Die Reifenauswahl passierte in enger Absprache mit den Reifenherstellern oder deren Distributeuren. Bei der Auswahl handelt es sich nicht immer explizit um einen Vorder- oder Hinterreifen, sondern um Empfehlungen. Viele Reifen können sowohl vorne als auch hinten gefahren werden.

1. Schwalbe Nobby Nic TLE Super Ground Addix Soft 29 x 2,4" (Testsieger 2022)

Testfazit: Die Neuauflage des Nobby Nics ist ein voller Erfolg. Auch mit dünnerer Karkasse bietet er prima Pannenschutz und rollt sehr flott - perfekt für Tourenfahrer. Der Grip der Addix-Soft-Variante ist ebenfalls richtig klasse.

Testergebnis: Überragend/ Testsieger

  • Preis: 63 Euro
  • Breite/Gewicht: 58,3 mm/ 852 g (Vorderreifen)
  • Zusatzinfos: 3-fach-Gummimischung. 67-TPI-Karkasse. Auch als 26"- und 27,5"-Reifen erhältlich.

2. Schwalbe Nobby Nic TLE Super Trail Addix Speedgrip 29 x 2,4" (Testsieger 2022)

Testfazit: Die Trail-Karkasse bietet mehr Schutz, ist dennoch nicht zu schwer. Die Speedgrip-Mischung ist spürbar gripschwächer. Tourer, für die Pannenschutz und Rollverhalten zählt, fahren diesen Nobby vorne und hinten.

Testergebnis: Sehr gut/ Testsieger

  • Preis: 63 Euro
  • Breite/Gewicht: 57,3 mm/974 g (Hinterreifen)
  • Zusatzinfos: Die Trail-Karkasse bietet mehr Schutz, ist dennoch nicht zu schwer. Die Speedgrip-Mischung ist spürbar gripschwächer. Tourer, für die Pannenschutz und Rollverhalten zählt, fahren diesen Nobby vorne und hinten.

3. Maxxis Minion DHF 3C Maxx Grip Exo TR 29 x 2,5" WT

Testfazit: Der beliebte Vorderreifen Minion DHF (F = Front) ist ein Grip-Monster in jeder Trail-Lage.

Schnelle Cross-Country-Reifen von Specialized

Specialized präsentierte mit dem Air Trak und dem Fast Trak kürzlich ein MTB-Reifen-Duo, das sich an ambitionierte Cross-Country-Racer richtet. Für den Erfolg im Cross-Country-Rennen ist die Reifenwahl absolut entscheidend. Im Wettkampf zählen Geschwindigkeit, aber auch Grip. Ohne guten Pannenschutz drohen Siegesträume zu platzen.

Details Specialized Air Trak und Fast Trak

  • Einsatzbereich: MTB Race, Cross Country, Marathon
  • Größen: 29 x 2,2” / 29 x 2,35”
  • Preis: 50 Euro / 55 Euro (Tanwall) pro Reifen
  • Gewichte (BIKE-Messung in 29 x 2,35”): 624 g (Air Trak) / 612 g (Fast Trak)

Schon im Stand wird klar, dass die neuen Cross-Country-Reifen von Specialized voll auf Speed ausgelegt sind. Vor allem der Air Trak besitzt ein rollfreudiges, flaches Profil. Zusammen wiegen sie also weniger als so mancher Trail-Reifen alleine. Das geringe Gewicht und die flachen Stollen sorgen für eine ausgezeichnete Beschleunigung, die sich auch in der Praxis positiv bemerkbar macht. Die Specialized Air Trak und Fast Trak lassen definitiv kaum Watt auf der Strecke liegen.

Mit 50 Euro pro Reifen sind Air Trak und Fast Trak im Vergleich zur Konkurrenz geradezu als günstig zu bezeichnen. Besonders auf Asphalt und Schotter ziehen die neuen Cross-Country-Reifen von Specialized blitzschnell voran. Beim leichtesten XC-Pneu im Specialized-Lineup handelt es sich definitiv um einen kompromisslosen Race-Reifen für feste Untergründe. Während die Traktion im Trockenen keinen Anlass zu Tadel gab, rutschte das Hinterrad im Test unter viel Last schon mal durch.

Derweil bewies der Specialized Fast Trak an der Front mehr Vielseitigkeit. Dank cleverer Lauffläche ist auch er ein schneller Reifen. Die etwas erhöhten Stollen bieten aber auch noch Grip, wenn der Waldboden mal feucht ist. Zudem sorgt das auffällig offene Profil für eine gute Selbstreinigung. Racer können den Reifen kontrolliert im Grenzbereich bewegen.

Herausforderungen für XC-Reifen

Die Herausforderung für die neuen XC-Reifen besteht in den immer extremeren Anforderungen des ausdauerorientierten Mountainbike-Sports. Spektakuläre Strecken, die zum Teil mit Sprüngen, Steinfeldern und künstlichen Hindernissen gespickt sind, müssen ebenso gemeistert werden wie höhere Geschwindigkeiten, die mehr Pannenschutz erfordern.

Für die Reifen bedeutet dies, dass sie auch eine ordentliche Portion Pannenschutz und hohen Grip für knifflige Abfahrten mitbringen müssen. Dafür wachsen sie in die Breite, was in Kombination mit dickeren Karkassen das Gewicht der Reifen in die Höhe treibt.

Tabelle: 16 Reifen für den XC- und Marathon-Einsatz im Test

Reifen Testergebnis Preis Gewicht Breite
Continental Cross King Protection TR 29 x 2,3" Sehr gut (⚖️ Kauftipp Gewicht) 67 Euro 675 g 58,6 mm
Continental Race King Protection TR 29 x 2,2" Sehr gut (⚖️ Kauftipp Gewicht) 65 Euro 602 g 56,1 mm
Goodyear Peak Ultimate Dynamic TC 29 x 2,35" Gut 60 Euro 745 g 58,4 mm
Goodyear Peak SL Race Dynamic TC 29 x 2,4" Gut 50 Euro 710 g 59 mm
Kenda Booster Pro SCT 29 x 2,4" Gut 70 Euro 725 g 58,6 mm
Kenda Rush Pro SCT 29 x 2,35" Gut 75 Euro 684 g 59,1 mm
Maxxis Ikon Exo Maxx Speed29 x 2,4" WT Sehr gut 70 Euro 856 g 61,6 mm
Maxxis Aspen Exo Maxx Speed 29 x 2,4" WT Sehr gut 70 Euro 762 g 61,5 mm
Michelin Force XC2 Racing Line 29 x 2,25" Gut 72 Euro 703 g 58,2 mm
Michelin Jet XC2 Racing Line 29 x 2,35" Gut 72 Euro 768 g 60,4 mm
Pirelli Scorpion XC M ProWall Smartgrip Classic 29 x 2,4" Sehr gut (💰 Kauftipp Allround) 70 Euro 837 g 60,2 mm
Pirelli Scorpion XC RC ProWall Smartgrip Classic 29 x 2,4" Sehr gut (💰 Kauftipp Allround) 70 Euro 696 g 59,1 mm
Schwalbe Racing Ray Super Race Speed 29 x 2,35" Überragend (🏆 Testsieger) 69 Euro 724 g 57 mm
Schwalbe Rick XC Pro Speed 29 x 2,4" Sehr gut (🏆 Testsieger) 69 Euro 741 g 59 mm
Specialized Fast Trak Control T5 2Bliss 29 x 2,35" Sehr gut (💰 Tipp Preis-/Leistung) 40 Euro 728 g 58,5 mm
Specialized Renegade Control T5 2Bliss29 x 2,35" Sehr gut (💰 Tipp Preis-/Leistung) 40 Euro 652 g 58,2 mm

Die Wahl des richtigen Reifens

Die Wahl des richtigen Mountainbike-Reifens entscheidet über Fahrspaß oder Frust auf dem Trail. Je nach Disziplin, Bike oder Vorliebe des Bikers gibt es eine Vielzahl von Mänteln, die auf die Felge montiert werden können. Die Reifen sollten je nach Einsatzbereich einen guten Rollwiderstand oder maximalen Grip liefern, pannensicher oder sehr leicht sein.

So stellt zum Beispiel ein Enduro- oder All-Mountain-Biker im alpinen Gelände sicherlich andere Anforderungen an den Reifen als ein Cross Country Racer im Rennen.

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